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Globale Agenda
https://p.dw.com/p/5DPkfDie Internationalen Filmfestspiele Cannes gelten als bedeutendstes Filmfestival der WeltBild: Festival de CannesAnzeigeHollywood wird dieses Jahr nicht in Cannes vertreten sein. Das weltweit bedeutendste Filmfestival beginnt am 12. Mai mit einer Reihe neuer Filme von einigen der renommiertesten Filmemacher des internationalen Arthouse-Kinos - Pedro Almodóvar, Asghar Farhadi, Paweł Pawlikowski, Cristian Mungiu -, jedoch ohne einen einzigen Film eines großen US-Studios. Es wird kein Spektakel auf dem roten Teppich geben, das mit der Premiere von "Mission: Impossible - The Final Reckoning" im vergangenen Jahr oder früheren Cannes-Premieren wie "Top Gun: Maverick" und "Mad Max: Fury Road" mithalten könnte. Zeigt Cannes Hollywood die kalte Schulter? Nicht ganz. Es sind US-Filme im Programm vertreten. Im Wettbewerb präsentiert Ira Sachs "The Man I Love" mit Rami Malek in der Hauptrolle, neben James Grays "Paper Tiger" mit Scarlett Johansson und Adam Driver. Außerhalb des Wettbewerbs gibt John Travolta sein Regiedebüt mit "Propeller One-Way Night Coach", einem Herzensprojekt rund um die Luftfahrt, und Andy Garcia führte Regie und spielt die Hauptrolle in dem Krimidrama "Diamond".Scarlett Johansson kehrt mit "Paper Tiger" nach Cannes zurückBild: SGP/Sipa USA/picture alliance Was fehlt, sind die großbudgetierten Studio-Blockbuster - das publikumswirksame Gegengewicht zu Cannes' traditionellem Angebot an ernsthaftem Autorenkino. Der Popcorn-Snack zwischen den eher gehaltvollen Filmen. Studios fürchten das Festival-Risiko Das gilt allerdings nicht nur für Cannes. Auch bei der Berlinale im Februar fehlten die Studiofilme, sehr zur Enttäuschung der Promifans in der Stadt und der Boulevardpresse. Berlinale-Direktorin Tricia Tuttle deutete an, dass die großen Hollywood-Studios zunehmend zögern, große Filme auf Festivals zu präsentieren, da sie befürchten, dass eine negative Resonanz oder eine unangenehme Berichterstattung in den Medien die Aussichten auf einen Kassenerfolg schon Monate vor dem Kinostart beeinträchtigen könnte.So spektakuläre wurde in Cannes 2022 die Premiere von "Top Gun: Maverick" gefeiertBild: Daniel Cole/AP/picture alliance Sie verweist unter anderem auf die Filmfestspiele von Venedig 2024, wo Warner Bros. "Joker: Folie à Deux" vorstellte, Todd Phillips' Musical-Fortsetzung seines Milliarden-Hits "Joker". Die Kritiken waren vernichtend. Der Film spielte weltweit rund 200 Millionen Dollar ein, was deutlich unter den Erwartungen und dem geschätzten Budget lag. Die verhaltenen Kritiken aus Cannes zu "Indiana Jones and the Dial of Destiny" könnten ebenfalls die Performance des Films beeinträchtigt haben, wodurch er inflationsbereinigt zum schwächsten Teil der Abenteuer-Reihe wurde. Die Politik ist ein weiterer Faktor. Große Filmfestivals sind zu Brennpunkten für Proteste und Debatten geworden, wobei Pressekonferenzen regelmäßig in Fragen zu Gaza, Trump und dem Iran abgleiten. In Berlin überschatteten politische Spannungen in diesem Jahr zeitweise die Diskussion über die Filme selbst. Für Hollywood-Studios könnte das Risiko, dass Stars oder Projekte in polarisierende globale Debatten hineingezogen werden, die Vorteile einer hochkarätigen Festivalpremiere einfach überwiegen. Autorenkino im Rampenlicht Ohne die großen Filmstudios setzt Cannes in diesem Jahr verstärkt auf internationales Autorenkino. Farhadi - zweifacher Oscar-Preisträger für "Nader und Simin - Eine Trennung" und "The Salesman" - kehrt mit "Parallel Tales" zurück, einem in Paris spielenden Drama mit Isabelle Huppert, Catherine Deneuve und Vincent Cassel. Almodóvar, der Meister des spanischen Melodramas, hofft mit "Bitter Christmas" - einem Drama über eine Frau, die in der Weihnachtszeit von ihrem Partner verlassen wird - weiterhin auf seine erste "Palme d'Or", den Hauptpreis von Cannes; es ist sein siebter Film, der im Hauptwettbewerb des Festivals läuft.Regisseur Pedro Almodóvar verbindet eine lange Geschichte mit CannesBild: Rocco Spaziani/Mondadori Portfolio/ZUMA/picture alliance Der russische Regisseur Andrej Swjaginzew, der lange Zeit nicht an der Croisette zu sehen war, präsentiert "Minotaur" - der Geschichte eines Geschäftsmannes, dessen Welt zusammenbricht. Pawlikowski präsentiert "Vaterland", sein Thomas-Mann-Biopic mit Hanns Zischler und Sandra Hüller in den Hauptrollen, und der belgische Autor Lukas Dhont legt nach seinem Oscar-nominierten Film "Close" nun mit "Coward" nach, der in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs spielt.Sandra Hüller und Hanns Zischler spielen Erika und Thomas Mann in "Vaterland"Bild: Agata Grzybowska/Mubi/AP Photo/picture alliance Der rumänische Filmemacher Cristian Mungiu, der 2007 mit seinem Debüt "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" die Goldene Palme gewann, gibt mit "Fjord" sein englischsprachiges Debüt. In diesem Drama über ein Paar, dessen neues Leben im ländlichen Norwegen einen bitteren Verlauf nimmt, spielen Sebastian Stan und Renate Reinsve die Hauptrollen. Auch Deutschland ist wieder dabei. Nachdem Mascha Schilinskis "In die Sonne schauen" im vergangenen Jahr den Preis der Jury gewonnen hatte, nimmt nun eine weitere deutsche Filmemacherin, Valeska Grisebach, mit "Das geträumte Abenteuer" am Wettbewerb von Cannes teil - es ist ihr erster Spielfilm seit "Western" aus dem Jahr 2017, der in Cannes den Preis der Sektion "Un Certain Regard" gewann. Außerhalb des Wettbewerbs ist der dänische Provokateur Nicolas Winding Refn mit "Her Private Hell" vertreten, während in der Sektion "Un Certain Regard" der queere US-Horrorfilm "Teenage Sex and Death at Camp Miasma" von Jane Schoenbrun präsentiert wird, der schon jetzt als potenzieller Durchbruch für Aufsehen sorgt."Thelma und Louise" feierte vor 35 Jahren in Cannes Premiere und zieret das offizielle diesjährige Plakat Ohne Hollywood an der Croisette wirkt Cannes in diesem Jahr weniger wie eine globale Marketingbühne, sondern eher wie das, was es schon immer sein sollte: ein Schaufenster für die herausragendsten Filmemacher der Welt. Adaption aus dem Englischen: Katharina Abel Anzeige
Lokale Agenda
Cybersicherheitsmonitor: Jeder Neunte von Internetkriminalität betroffen
Cybersicherheitsmonitor 2026 Jeder Neunte von Internetkriminalität betroffen Stand: 11.05.2026 • 16:49 Uhr Vergangenes Jahr sind einer Studie zufolge wieder mehr Menschen in Deutschland Opfer von Cyberkriminalität geworden. Am stärksten betroffen war der Bereich Onlineshopping. Doch viele Menschen schützen sich weiterhin nicht ausreichend. Jeder neunte Internetnutzer in Deutschland (11 Prozent) ist im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität geworden. Das geht aus dem Cybersicherheitsmonitor 2026 hervor, der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes veröffentlicht wurde. Demnach waren mehr Menschen betroffen als im Vorjahr (sieben Prozent). Insgesamt war mehr als jeder Vierte (27 Prozent) in seinem Leben schon einmal von Straftaten im digitalen Raum betroffen. Die Studie besteht vor allem aus einer repräsentativen Umfrage unter 3.060 Personen ab 16 Jahren, die im Januar 2026 bundesweit interviewt wurden. Betrug beim Online-Shopping am häufigsten Besonders häufig schlagen Kriminelle demnach beim Onlineshopping zu: Der Betrug beim Online-Einkauf ist mit 22 Prozent das am weitesten verbreitete Delikt unter den Betroffenen. Darauf folgen der unberechtigte Fremdzugriff auf Online-Accounts (14 Prozent), Betrug beim Onlinebanking (13 Prozent) sowie Phishing-Angriffe (12 Prozent). Für die Opfer bleiben die Taten selten ohne Konsequenzen: Fast neun von zehn Betroffenen (88 Prozent) erlitten einen Schaden - bei einem Drittel (33 Prozent) handelte es sich dabei um finanzielle Verluste. Zu den weiteren Schäden zählen Vertrauensverluste in Onlinedienste (29 Prozent) und verlorene Zeit (23 Prozent). 22.04.2026 Umstrittenes Vorhaben Kabinett bringt Speicherpflicht für IP-Adressen auf den Weg Die Kritik an dem erneuten Vorstoß der Bundesregierung zu dem Thema lässt nicht lange auf sich warten. mehr Befragte hält Risiko für gering Trotz der hohen Betroffenenquote schützen sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher laut der Studie im digitalen Raum nicht ausreichend. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) hält ihr persönliches Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, für gering oder ausgeschlossen. Dementsprechend informieren sich lediglich 14 Prozent regelmäßig über Cybersicherheit, während 40 Prozent sich nur hin und wieder damit beschäftigen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Checkliste zusammengestellt, was Betroffene von Online-Kriminalität tun können. 10.02.2026 "Safer Internet Day" Wie Internetnutzung sicherer werden kann Am heutigen "Safer Internet Day" wird weltweit für mehr Sicherheit im Netz geworben. mehr Trügerisches Sicherheitsgefühl Auch bei der aktiven Prävention gibt es Nachholbedarf: Von 19 vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen sind der Mehrheit lediglich starke Passwörter und Antivirenprogramme überhaupt bekannt, die letztlich von 46 beziehungsweise 40 Prozent genutzt werden. Als Gründe für die mangelnde Absicherung nannten viele ein trügerisches subjektives Sicherheitsgefühl (27 Prozent) oder empfinden die Maßnahmen als zu kompliziert (23 Prozent) und überfordernd (23 Prozent). Kommt es zu einem Angriff, erstatten 32 Prozent der Opfer Anzeige bei der Polizei, während 35 Prozent den Betreiber des jeweiligen Dienstes kontaktieren. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, betonte bei der Vorstellung der Studie, dass Cyberkriminalität durch gefälschte E-Mails oder Betrug beim Einkauf längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. BSI-Präsidentin Claudia Plattner forderte, Cybersicherheit müsse im Alltag "einfacher, präsenter und verständlicher werden". Sie nahm dabei auch die Industrie in die Pflicht: "Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssen sichere Produkte und Dienste zum Standard machen." Tobias Al Shomer, WDR, tagesschau, 11.05.2026 • 14:54 Uhr Cyberkriminalität Dieses Thema im Programm: BR24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 13:00 Uhr
Globaler Sport
Ein Trend wird es schwer haben: Die Erwartungen der FIFA an die WM
Die FIFA wird auch bei der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada die globalen Trends im Fußball analysieren. Doch nicht alle taktischen Modeerscheinungen lassen sich auf die ganz große Bühne übertragen.
Globaler Sport
Er glänzte im EM-Finale: Letexier leitet Freiburgs Endspiel
Für das Freiburger Europa-League-Finale hat die UEFA einen erfahrenen Schiedsrichter ins Rennen geschickt: Francois Letexier, der im EM-Endspiel 2024 glänzte, überzeugte in dieser Saison auch bei CL-Spielen von Dortmund und Frankfurt.
Globaler Sport
"Leck mich am Arsch": Wie Effenberg Hitzfeld zur Weißglut brachte
Das Duo Ottmar Hitzfeld und Stefan Effenberg steht sinnbildlich für eine der erfolgreichsten Zeiten in der Geschichte des FC Bayern. Zwischen Trainer und Kapitän passt kein Blatt Papier - dachte man immer. Doch in der dritten Folge des kicker-Podcasts "Trauma & Triumph: Der FC Bayern und seine Wiederauferstehung", erzählt Effenberg, wie er seinen Trainer mal richtig sauer machte.
Lokaler Sport
Daniel Siebert pfeift das Champions-League-Finale
Nach WM-Absage Daniel Siebert pfeift das Champions-League-Finale Stand: 11.05.2026 • 16:26 Uhr Große Ehre für Daniel Siebert: Der Berliner Schiedsrichter leitet das Finale der Champions League zwischen Titelverteidiger Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal am 30. Mai in Budapest. Für den 42-Jährigen ist es das erste Europacup-Finale. Er wird von seinen Assistenten Jan Seidel und Rafael Foltyn unterstützt. Als Video-Assistenten fungieren Bastian Dankert und Robert Schröder. Bislang haben erst vier deutsche Unparteiische ein Endspiel der Champions League geleitet: Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und Felix Brych (2017). "Herzlichen Glückwunsch an Daniel! Das größte Spiel im europäischen Vereinsfußball, welch eine Ehre für ihn und für uns", sagte der deutsche Schiedsrichter-Chef Knut Kircher: "Mit seinen konstant starken Leistungen auf der internationalen Bühne haben er und sein Team sich dieses Highlight verdient. Ich sehe die Wahl der UEFA auch als Auszeichnung für die Qualität unserer deutschen Spitzenschiedsrichter." Bei der WM ist Siebert nicht dabei Siebert genießt offenbar das Vertrauen der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Schließlich durfte der EM-Referee von 2021 und 2024 zuletzt bereits das Halbfinal-Rückspiel zwischen Arsenal und Atletico Madrid (1:0) pfeifen. Insgesamt war er in der laufenden Saison der Königsklasse schon neunmal im Einsatz. Vom Weltverband FIFA wurde Siebert nicht für die bevorstehende WM-Endrunde nominiert. Die FIFA entschied sich für den anderen Berliner: Felix Zwayer. Fußball Champions League Dieses Thema im Programm: sportschau.de | Daniel Siebert pfeift Champions-League-Finale in Budapest | 11.05.2026 | 16.12 Uhr
Globaler Sport
Fellhauer: Glücksgriff und Dauerbrenner
Robin Fellhauer ist der Prototyp des Mannschaftsspielers - extrem wertvoll, ein Arbeiter und manchmal, wie am Samstag gegen Gladbach, auch ein Spielentscheider. Vor dem Saisonfinale hofft er gleich doppelt.
Globaler Sport
Wagner verzichtet auf van den Berg: Ein Warnschuss oder doch ein Trick?
Die Aufstellung des 1. FC Köln hielt beim 1:3 gegen Heidenheim gleich zwei Überraschungen bereit. Für einen Verteidiger könnte sie ein klares Signal sein - oder aber auf einen Finanztrick hindeuten.
Technologie
„Directive 8020“ angespielt: Tod im All
„Alien“, „The Expanse“, „Galaxy of Terror“ – immer heißt es „Finger weg“ von unbekannten Spezies aus dem All. Und trotzdem lernt der Mensch nie aus. Die Horror-Spezialisten von Supermassive Games nutzen dieses Klischee und erzählen nicht von Serienkillern im US-amerikanischen Hinterland wie in „The Quarry“, sondern verlegen ihren eigenwilligen Mix aus Action-Adventure und interaktivem Film ins All. Weiterlesen nach der Anzeige Judgement Day Seit dem Survival-Horror-Drama „Until Dawn“ gilt das britische Entwicklungsstudio Supermassive Games als Experte für düstere interaktive Filme. Neben Ausflügen in das Puzzle-Plattformer-Genre mit „Little Nightmares 3“ haben die Briten ihre „Dark Pictures Anthology“ gepflegt, die sich immer einem bestimmten Horror-Genre widmet. Mit „Directive 8020“ erwartet die Fans nun im fünften Teil ein düsterer Trip in den SF-Horror, angelehnt an Filme wie „Alien“ oder „Das Ding aus einer anderen Welt“. Die Ausgangslage von „Directive 8020“ ist mies. Die Erde geht unter und eine letzte Mission zum entfernten Planeten Tau Ceti soll die Zukunft sichern. Doch als die Crew im Orbit ankommt, ist alles anders als gedacht. Ein Meteorit hat das Schiff schwer beschädigt und einen Gast mitgebracht. Statt sich um die Zukunft der Menschheit zu sorgen, kämpft die Crew nur noch ums Überleben. Aber ist dies jeden Preis wert? Bild 1 von 5 „Directive 8020“ angespielt (5 Bilder) Spannend und schockierend: „Directive 8020“ erzählt einen SF-Horror Story im Stil großer Vorbilder wie „Alien“. (Bild: heise medien) Supermassive spielt auf der ganzen Genre-Klaviatur. Aus der Schulterperspektive steuern die Spieler abwechselnd die einzelnen Crew-Mitglieder. Lichter flackern in spärlich beleuchteten Räumen, enge Lüftungsschächte werden zur Todesfalle und irgendwo in den dunklen Gängen blitzt und rumort es. Genre-Fans werden sich sofort an die Nostromo aus „Alien“ erinnern oder beim Anblick des Aliens an das Protomolekül aus „The Expanse“. Sci-Fi-Horror, wie die Fans ihn lieben und der am Ende noch einen überraschenden Story-Twist bietet. Ein großes Action-Feuerwerk mit viel Geballer gibt es nicht. Gut trainierte Daumen sind bei den Spielern nicht gefragt. Das Entwicklungsstudio inszeniert einen interaktiven Film, in dem die Fans die meiste Zeit zuschauen, im richtigen Moment einen Knopf drücken und so über den Ausgang der Story und das Schicksal ihrer Charaktere entscheiden. Nahezu alles kann passieren, vom Happy End bis zur größtmöglichen Katastrophe. Ein bisschen QTE-Action, ein paar Schleichmomente und wenige Rätsel sorgen für Abwechslung. Spiel mit Erzählkonventionen Weiterlesen nach der Anzeige Der Reiz dieses Abenteuers liegt weniger in der spielerischen Herausforderung als im Spiel mit der Story und der gruseligen Atmosphäre. Ähnlich wie in „Detroit: Become Human“ können die Spieler an sogenannten „Turning Points“ die Geschichte zurückdrehen, um andere Entscheidungen zu treffen. Dadurch kann sich das ganze Spielerlebnis ändern. Wichtige Figuren sterben bereits im ersten der acht Kapitel, andere erfahren durch ihre Entscheidungen unterschiedliche Schicksale und müssen sich den Konsequenzen stellen. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen. YouTube-Video immer laden YouTube-Video jetzt laden Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Abhängig von den Entscheidungen entwickelt sich daraus eine gute oder eine schlechte Story. Nicht jeder Storypfad hatte bei unseren Spielstunden den gleichen Spannungsgrad, nicht jedes Schicksal nahm uns emotional mit. Dazu fehlt einfach bei einigen Figuren die Hintergrundgeschichte. Intensiv und spannend ist die Flucht vor einem unbekannten Alien trotzdem. Besonders, wenn die Spieler den „Survival“-Mode wählen, bei dem sie keine Rückspulmöglichkeit haben. Videos by heise mehr Videos c't 3003 heise & ct Peertube Das sorgt trotz der eingeschränkten spielerischen Möglichkeiten für viele spannende Momente in der rund achtstündigen Spielzeit. Wir schleichen uns an monströsen Gegnern vorbei, müssen Stromleitungen umlegen und Wege durch Schächte finden. Dem Team von Supermassive fallen dabei immer ein paar Wendungen ein, um die Story weiterzutreiben: Verräter in den eigenen Reihen, ein Ausflug auf einen fremden Planeten oder ein Shuttle, dem der „Sprit“ ausgeht. Am Ende gibt es noch eine schockierende Enthüllung – und die Crew muss sich mit den Konsequenzen der titelgebenden „Directive 8020“ auseinandersetzen. Fazit In „Directive 8020“ ist nahezu jede Spielentscheidung spielbestimmend und beeinflusst die Crew-Schicksale und den Ausgang der Handlung. Besonders das Experimentieren mit den „Turning Points“ sorgt für einen hohen Wiederspielwert. Das philosophische Ende über Verantwortung, Opferbereitschaft und Menschlichkeit, ist interessant geworden. Aber so gut die Story und die Atmosphäre auch sind – manchmal hätten wir uns ein bisschen mehr Interaktion gewünscht. Teilweise vergehen Minuten in einer Cut-Scene, bevor wir endlich mal wieder einen Knopf drücken können. Da hilft es auch nicht, wenn wir uns vor einem Alien verstecken müssen oder ein paar simple Rätsel lösen. „Directive 8020“ ist ein Spiel für Fans, die lieber eine spannende Story genießen als ein hektisches Action-Geballer. „The Dark Pictures Anthology: Directive 8020“ erscheint am 12. Mai für Windows, PS5 und Xbox Series. Es kostet ca. 50 €. USK ab 18. Für unseren Text haben wir die Windows-Version gespielt. (dahe)
Technologie
Huawei Watch Fit 5 im Test: Vom Fitnesstracker zur starken Sportuhr
Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
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Präzise Pulsmessung, Apple-Watch-Optik und ein Preis von nur 199 Euro: Die Huawei Watch Fit 5 überzeugt im Test als günstige Sportuhr.
Die Huawei Watch Fit 5 ist die günstige Alternative zum Pro-Modell – einst als Fitness-Tracker mit GPS in Erscheinung getreten, hat sich die Smartwatch zur vollwertigen Sportuhr gemausert. Das Design erinnert erwartungsgemäß stark an die Apple Watch – viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es allerdings nicht.
Statt Mobilfunkanbindung gibt es zwar nur Bluetooth, dafür hält der Akku rund eine Woche. Dazu kommen Gesundheits-Features und eine überaus genaue Pulsmessung. Warum die Uhr derzeit zu den spannendsten günstigen Sportuhren zählt, zeigt der Testbericht.
Gegenüber dem Vorgänger hat sich optisch wenig getan. Die Abmessungen betragen 42,9 × 38,2 × 9,5 mm bei einem sehr niedrigen Gewicht von 27 g. Unweigerlich erinnert die Watch Fit 5 mit dem rechteckigen, aber abgerundeten Gehäuse aus Aluminium und einer oben platzierten Krone stark an die Apple Watch. Das trifft sogar noch mehr zu als bei der etwas kantigeren Watch Fit 5 Pro.
Dank des geringen Gewichts ist der Tragekomfort sehr hoch, man spürt die Uhr beim Tragen kaum, auch beim Sport oder im Schlaf stört sie nur wenig. Lediglich bei Stretchingübungen kann es schon mal vorkommen, dass man bei abgeknicktem Handgelenk an die Krone kommt.
Getestet haben wir das Modell mit hellgrüner Krone und grün-grauem Nylonarmband, das sich beim Tragen sehr angenehm anfühlt. Spült man die Uhr allerdings ab, dauert es etwas, bis das Band trocknet. Die anderen Farbvarianten gibt es mit Fluorelastomerband in Grün, Lila, Weiß und Schwarz – das Gehäuse ist dabei immer in Silber gehalten.
Beim OLED-Display bleibt alles beim Alten: Die Diagonale beträgt 1,82 Zoll, die Auflösung von 480 × 408 Pixel liefert eine knackscharfe Darstellung mit satten Farben. Dabei zeigt sich der Display-Rand etwas dicker als beim neuen Pro-Modell. Saphirglas wie bei der Watch Fit 5 Pro gibt es nicht – lediglich Mineralglas kommt zum Einsatz.
Mit bis zu 2500 Nits Spitzenhelligkeit bleibt das Panel auch bei prallem Sonnenschein gut ablesbar – 500 Nits weniger als die Fit 5 Pro, in der Praxis aber vollkommen ausreichend fürs Training im Freien.
Dreh- und Angelpunkt ist die Huawei Health App. Wegen der US-Sanktionen fehlt sie im Google Play Store. Während iOS-, Samsung- und Honor-Nutzer die Anwendung im jeweiligen App-Store finden, müssen andere Android-User die App per Sideload über einen QR-Code installieren – die dafür nötigen Systemberechtigungen sollte man danach wieder zurücknehmen.
Steht die Bluetooth-Kopplung samt Huawei-Konto, präsentiert sich die Health-App aufgeräumt: Im Reiter „Health“ bündeln oben drei Ringe die Daten zu Bewegung, Training und Stehzeiten. Darunter finden Nutzer sämtliche relevanten Vitalwerte: das letzte Workout, Herzfrequenz, Schlafanalyse oder das emotionale Wohlbefinden sowie Blutsauerstoff (SpO2) und Hauttemperatur.
Im Reiter „Training“ warten vorgefertigte Lauf- und Kraftprogramme, unter „Geräte“ ein Watchface-Store. Wer mehr will – tiefere Analysen, Trainingspläne, Ernährungstipps – wird zusätzlich zur Kasse gebeten: Huawei Health Plus kostet 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr.
Navigiert wird zügig durch das selbsterklärende Harmony OS. Neben Touchscreen und den üblichen Wischgesten für Widgets und Quick-Settings gibt es eine dreh- und drückbare Krone, die butterweich durch Menüs scrollt, sowie eine frei belegbare Zusatztaste – ab Werk startet sie das Trainingsmenü. Einen Flugmodus gibt es nicht. Man kann lediglich die Uhr in den Einstellungen komplett vom Smartphone trennen.
Das App-Angebot auf der Watch Fit 5 bleibt überschaubar, deckt mit Petal Maps, Komoot-Routen und NFC-Zahlungen via Curve Pay aber nützliche Szenarien ab. Beim Thema Audio herrscht dagegen Retro-Vibe: Offline-Playlists von Spotify und Co. sucht man vergebens, stattdessen müssen klassische MP3s auf den Speicher geschoben werden. Alternativ funktioniert die Uhr als Fernbedienung für die Smartphone-Wiedergabe.
Beim Datenschutz macht Huawei vieles richtig: Daten europäischer Nutzer werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert – auf dem Gerät selbst und auf europäischen Servern. Jede einzelne Messung erfordert eine separate Zustimmung in Uhr oder App. Beim Einrichten kostet das Nerven, dafür weiß man genau, was getrackt wird. Allerdings bleibt offen, ob beim Datentransfer in Nicht-EU-Länder immer die strengen europäischen Sicherheitsgarantien gelten.
Die Huawei Watch Fit 5 ist ein potenter Trainingsbegleiter mit Profilen für nahezu jede Sportart. Besonders die Pulsmessung überzeugt im Test mit hoher Genauigkeit: Verglichen mit einem Polar-Brustgurt liegt die Abweichung bei maximal zwei bis drei Schlägen – selbst beim intensiven Intervalltraining auf dem Spinning-Bike hält die Uhr souverän mit.
Nach jedem Workout kann man ein gezieltes Stretching mithilfe von animierten Darstellungen durchführen. Eine charmante Spielerei für den Büroalltag obendrauf: Bei längerer Inaktivität taucht ein virtueller Panda auf dem Display auf und lockt mit kleinen Mini-Workouts und Stretching-Übungen direkt am Schreibtisch.
Auch den VO2Max-Wert als Fitness-Indikator ermittelt die Smartwatch, allerdings nur beim Laufen oder Radfahren im Freien – ohne GPS gibt es hier keine Berechnung. Eine Messung des Blutsauerstoffgehalts ist ebenfalls an Bord. Dafür muss man die Uhr kurz stillhalten und das Zifferblatt nach oben ausrichten. Tennisspieler bekommen darüber hinaus einen eigenen Modus zur Schlagarm-Analyse – Voraussetzung: Die Uhr wandert ans Schlaghandgelenk.
Federn lassen muss die Watch Fit 5 dagegen im Wasser: Nach vier olympischen Bahnen behauptet sie, wir hätten fast 400 Meter zurückgelegt – tatsächlich waren es nur 200 Meter. Auch die Pulswerte beim Schwimmen wirken nicht sonderlich exakt. An Land läuft es deutlich runder: Die Positionsbestimmung per Dualband-GNSS arbeitet sehr präzise und liefert beim Wandern in Kombination mit dem Barometer auch ein recht genaues Höhenprofil.
Offline-Karten sind ebenfalls an Bord, zeigen jedoch nur wenige Details – für echte Navigation reicht das nicht, zumindest zurück zum Ausgangspunkt findet man aber problemlos. Wer seine Routen lieber extern plant, nutzt entweder die Komoot-Anbindung oder importiert eigene Strecken als GPX, TCX oder KML – beides läuft über die Health-App.
Beim Gesundheits-Tracking liefert die Huawei Watch Fit 5 solide ab. Die EKG-Messung der Watch Fit 5 Pro fehlt zwar, dafür ist eine Erkennung von Pulswellen-Arrhythmie mit an Bord: Wer die Uhr regelmäßig tagsüber und nachts trägt, bekommt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten der Herzfrequenz – mögliche Indizien für Herzrhythmusstörungen.
Ebenfalls erfasst die Smartwatch die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – sofern in der Health-App die kontinuierliche Herzfrequenzmessung aktiviert ist. Die HRV beschreibt, wie stark die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen schwanken. Hohe Werte sprechen für gute Erholung und Fitness, dauerhaft niedrige Werte können auf Stress oder Überlastung hindeuten.
Der Emotional Wellbeing Assistant wiederum will Stress und emotionales Befinden erkennen. Wie verlässlich die Daten sind, lässt sich schwer beurteilen – nach einem belastenden Streit mit einer nahestehenden Person schlug der Assistent in unserem Test allerdings prompt aus.
Auch die Schlafanalyse hat Huawei nachgeschärft. Die Ergebnisse wirken plausibler als beim Vorgänger, an einen Oura Ring kommen sie aber nicht ganz heran. Erfasst werden die üblichen Phasen: Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM und Wachphasen. Allerdings übersieht die Uhr gelegentlich kurze Wachphasen oder verpasst den exakten Einschlafzeitpunkt – die Folge sind mal zu lange, mal zu kurze Schlafzeiten. Am Ende bleibt es eben eine Schätzung auf Basis von Herzschlag und Bewegung. Als Orientierung taugt die Auswertung trotzdem.
Ein Hauttemperatur-Sensor ist ebenfalls verbaut. Dieser ist vor allem fürs Zyklus-Tracking nützlich. Wie das funktioniert, zeigt unser Test der Huawei Watch GT 6 41 mm.
Auf WLAN und Mobilfunk verzichtet die Watch Fit 5. Telefonieren geht trotzdem, sofern das Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist. Die Sprachqualität ist kein Hi-Fi-Erlebnis, für ein kurzes Gespräch reicht sie aber.
Ein Neuzugang im Funktionsumfang ist die NFC-Bezahlfunktion, die Huawei seit März über den Drittanbieter Curve abwickelt. Dafür muss man die App zunächst auf dem Smartphone installieren, anschließend folgt eine Verifizierung per Gesichtsaufnahme, bevor man eine Zahlungsmethode hinterlegt. Über die Health-App wandert Curve dann auf die Uhr, wo es als primäres NFC-Zahlungsmittel festgelegt und mit einer PIN abgesichert wird. Im Alltag läuft das reibungslos.
Huawei gibt die Akkulaufzeit mit rund sieben Tagen im Normalbetrieb und zehn Tagen im Energiesparmodus an. Das deckt sich weitgehend mit unseren Testerfahrungen: Bei einer Woche intensiver Nutzung samt längerer Wanderung, täglichen Workouts und durchgehendem Tragen auch in der Nacht kamen wir auf knapp über fünf Tage. Wer weniger draußen unterwegs ist, schafft gut sechs bis sieben Tage. Geladen wird per magnetischem Puck mit USB-A-Anschluss – ein Netzteil legt Huawei nicht bei.
Die UVP der Huawei Watch Fit 5 liegt bei 199 Euro – und auf diesem Niveau bewegen sich aktuell auch die Straßenpreise. Erhältlich ist die Uhr in zwei Varianten: mit grau-grünem Nylonband und grüner Krone oder komplett in Silber mit Fluorelastomerband in Schwarz, Weiß, Grün oder Lila.
Zum Marktstart gibt es direkt bei Huawei bis zum 30.06.2026 einen Rabattcode in Höhe von 40 Euro, womit die Sportuhr schon für 159 Euro zu haben wäre – samt Garantieverlängerung auf insgesamt drei Jahre. Alternativ gibt es ein Sport Package für 259 Euro mit einem zusätzlichen Armband aus Fluorelastomer in Weiß sowie den Over-Ear-Kopfhörern Huawei FreeArc (Testbericht).
Die Huawei Watch Fit 5 mag optisch an eine Apple Watch erinnern, ist im Kern aber eine waschechte Sportuhr – dem Status des reinen Fitness-Trackers ist sie längst entwachsen. Die Pulsmessung arbeitet überaus präzise und taugt sogar fürs Intervalltraining, dazu kommt eine breite Palette an Sportprofilen mit eigenem Tennis-Modus.
Auch beim Gesundheits-Tracking liefert die Uhr ab: Die Erkennung der Pulswellen-Arrhythmie kann ein Frühwarner für Herzrhythmusstörungen sein, die Schlafanalyse bleibt solide. Bis zu sieben Tage Akkulaufzeit und seit März eine NFC-Bezahlfunktion via Curve runden das Paket ab.
Wer eine vollwertige Smartwatch sucht, ist hier allerdings falsch: Das App-Angebot bleibt überschaubar, Mobilfunk und WLAN fehlen komplett. Android-Nutzer abseits von Samsung und Honor müssen zudem den umständlichen Sideload-Weg für die Health-App gehen.
Letztlich bekommt man mit der Huawei Watch Fit 5 eine günstige, aber präzise Sportuhr im quadratischen Design, die in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Wer auf EKG verzichten kann, fährt mit ihr sogar besser als mit der teureren Fit 5 Pro.
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.
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Präzise Pulsmessung, Apple-Watch-Optik und ein Preis von nur 199 Euro: Die Huawei Watch Fit 5 überzeugt im Test als günstige Sportuhr.
Die Huawei Watch Fit 5 ist die günstige Alternative zum Pro-Modell – einst als Fitness-Tracker mit GPS in Erscheinung getreten, hat sich die Smartwatch zur vollwertigen Sportuhr gemausert. Das Design erinnert erwartungsgemäß stark an die Apple Watch – viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es allerdings nicht.
Statt Mobilfunkanbindung gibt es zwar nur Bluetooth, dafür hält der Akku rund eine Woche. Dazu kommen Gesundheits-Features und eine überaus genaue Pulsmessung. Warum die Uhr derzeit zu den spannendsten günstigen Sportuhren zählt, zeigt der Testbericht.
Gegenüber dem Vorgänger hat sich optisch wenig getan. Die Abmessungen betragen 42,9 × 38,2 × 9,5 mm bei einem sehr niedrigen Gewicht von 27 g. Unweigerlich erinnert die Watch Fit 5 mit dem rechteckigen, aber abgerundeten Gehäuse aus Aluminium und einer oben platzierten Krone stark an die Apple Watch. Das trifft sogar noch mehr zu als bei der etwas kantigeren Watch Fit 5 Pro.
Dank des geringen Gewichts ist der Tragekomfort sehr hoch, man spürt die Uhr beim Tragen kaum, auch beim Sport oder im Schlaf stört sie nur wenig. Lediglich bei Stretchingübungen kann es schon mal vorkommen, dass man bei abgeknicktem Handgelenk an die Krone kommt.
Getestet haben wir das Modell mit hellgrüner Krone und grün-grauem Nylonarmband, das sich beim Tragen sehr angenehm anfühlt. Spült man die Uhr allerdings ab, dauert es etwas, bis das Band trocknet. Die anderen Farbvarianten gibt es mit Fluorelastomerband in Grün, Lila, Weiß und Schwarz – das Gehäuse ist dabei immer in Silber gehalten.
Beim OLED-Display bleibt alles beim Alten: Die Diagonale beträgt 1,82 Zoll, die Auflösung von 480 × 408 Pixel liefert eine knackscharfe Darstellung mit satten Farben. Dabei zeigt sich der Display-Rand etwas dicker als beim neuen Pro-Modell. Saphirglas wie bei der Watch Fit 5 Pro gibt es nicht – lediglich Mineralglas kommt zum Einsatz.
Mit bis zu 2500 Nits Spitzenhelligkeit bleibt das Panel auch bei prallem Sonnenschein gut ablesbar – 500 Nits weniger als die Fit 5 Pro, in der Praxis aber vollkommen ausreichend fürs Training im Freien.
Dreh- und Angelpunkt ist die Huawei Health App. Wegen der US-Sanktionen fehlt sie im Google Play Store. Während iOS-, Samsung- und Honor-Nutzer die Anwendung im jeweiligen App-Store finden, müssen andere Android-User die App per Sideload über einen QR-Code installieren – die dafür nötigen Systemberechtigungen sollte man danach wieder zurücknehmen.
Steht die Bluetooth-Kopplung samt Huawei-Konto, präsentiert sich die Health-App aufgeräumt: Im Reiter „Health“ bündeln oben drei Ringe die Daten zu Bewegung, Training und Stehzeiten. Darunter finden Nutzer sämtliche relevanten Vitalwerte: das letzte Workout, Herzfrequenz, Schlafanalyse oder das emotionale Wohlbefinden sowie Blutsauerstoff (SpO2) und Hauttemperatur.
Im Reiter „Training“ warten vorgefertigte Lauf- und Kraftprogramme, unter „Geräte“ ein Watchface-Store. Wer mehr will – tiefere Analysen, Trainingspläne, Ernährungstipps – wird zusätzlich zur Kasse gebeten: Huawei Health Plus kostet 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr.
Navigiert wird zügig durch das selbsterklärende Harmony OS. Neben Touchscreen und den üblichen Wischgesten für Widgets und Quick-Settings gibt es eine dreh- und drückbare Krone, die butterweich durch Menüs scrollt, sowie eine frei belegbare Zusatztaste – ab Werk startet sie das Trainingsmenü. Einen Flugmodus gibt es nicht. Man kann lediglich die Uhr in den Einstellungen komplett vom Smartphone trennen.
Das App-Angebot auf der Watch Fit 5 bleibt überschaubar, deckt mit Petal Maps, Komoot-Routen und NFC-Zahlungen via Curve Pay aber nützliche Szenarien ab. Beim Thema Audio herrscht dagegen Retro-Vibe: Offline-Playlists von Spotify und Co. sucht man vergebens, stattdessen müssen klassische MP3s auf den Speicher geschoben werden. Alternativ funktioniert die Uhr als Fernbedienung für die Smartphone-Wiedergabe.
Beim Datenschutz macht Huawei vieles richtig: Daten europäischer Nutzer werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert – auf dem Gerät selbst und auf europäischen Servern. Jede einzelne Messung erfordert eine separate Zustimmung in Uhr oder App. Beim Einrichten kostet das Nerven, dafür weiß man genau, was getrackt wird. Allerdings bleibt offen, ob beim Datentransfer in Nicht-EU-Länder immer die strengen europäischen Sicherheitsgarantien gelten.
Die Huawei Watch Fit 5 ist ein potenter Trainingsbegleiter mit Profilen für nahezu jede Sportart. Besonders die Pulsmessung überzeugt im Test mit hoher Genauigkeit: Verglichen mit einem Polar-Brustgurt liegt die Abweichung bei maximal zwei bis drei Schlägen – selbst beim intensiven Intervalltraining auf dem Spinning-Bike hält die Uhr souverän mit.
Nach jedem Workout kann man ein gezieltes Stretching mithilfe von animierten Darstellungen durchführen. Eine charmante Spielerei für den Büroalltag obendrauf: Bei längerer Inaktivität taucht ein virtueller Panda auf dem Display auf und lockt mit kleinen Mini-Workouts und Stretching-Übungen direkt am Schreibtisch.
Auch den VO2Max-Wert als Fitness-Indikator ermittelt die Smartwatch, allerdings nur beim Laufen oder Radfahren im Freien – ohne GPS gibt es hier keine Berechnung. Eine Messung des Blutsauerstoffgehalts ist ebenfalls an Bord. Dafür muss man die Uhr kurz stillhalten und das Zifferblatt nach oben ausrichten. Tennisspieler bekommen darüber hinaus einen eigenen Modus zur Schlagarm-Analyse – Voraussetzung: Die Uhr wandert ans Schlaghandgelenk.
Federn lassen muss die Watch Fit 5 dagegen im Wasser: Nach vier olympischen Bahnen behauptet sie, wir hätten fast 400 Meter zurückgelegt – tatsächlich waren es nur 200 Meter. Auch die Pulswerte beim Schwimmen wirken nicht sonderlich exakt. An Land läuft es deutlich runder: Die Positionsbestimmung per Dualband-GNSS arbeitet sehr präzise und liefert beim Wandern in Kombination mit dem Barometer auch ein recht genaues Höhenprofil.
Offline-Karten sind ebenfalls an Bord, zeigen jedoch nur wenige Details – für echte Navigation reicht das nicht, zumindest zurück zum Ausgangspunkt findet man aber problemlos. Wer seine Routen lieber extern plant, nutzt entweder die Komoot-Anbindung oder importiert eigene Strecken als GPX, TCX oder KML – beides läuft über die Health-App.
Beim Gesundheits-Tracking liefert die Huawei Watch Fit 5 solide ab. Die EKG-Messung der Watch Fit 5 Pro fehlt zwar, dafür ist eine Erkennung von Pulswellen-Arrhythmie mit an Bord: Wer die Uhr regelmäßig tagsüber und nachts trägt, bekommt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten der Herzfrequenz – mögliche Indizien für Herzrhythmusstörungen.
Ebenfalls erfasst die Smartwatch die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – sofern in der Health-App die kontinuierliche Herzfrequenzmessung aktiviert ist. Die HRV beschreibt, wie stark die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen schwanken. Hohe Werte sprechen für gute Erholung und Fitness, dauerhaft niedrige Werte können auf Stress oder Überlastung hindeuten.
Der Emotional Wellbeing Assistant wiederum will Stress und emotionales Befinden erkennen. Wie verlässlich die Daten sind, lässt sich schwer beurteilen – nach einem belastenden Streit mit einer nahestehenden Person schlug der Assistent in unserem Test allerdings prompt aus.
Auch die Schlafanalyse hat Huawei nachgeschärft. Die Ergebnisse wirken plausibler als beim Vorgänger, an einen Oura Ring kommen sie aber nicht ganz heran. Erfasst werden die üblichen Phasen: Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM und Wachphasen. Allerdings übersieht die Uhr gelegentlich kurze Wachphasen oder verpasst den exakten Einschlafzeitpunkt – die Folge sind mal zu lange, mal zu kurze Schlafzeiten. Am Ende bleibt es eben eine Schätzung auf Basis von Herzschlag und Bewegung. Als Orientierung taugt die Auswertung trotzdem.
Ein Hauttemperatur-Sensor ist ebenfalls verbaut. Dieser ist vor allem fürs Zyklus-Tracking nützlich. Wie das funktioniert, zeigt unser Test der Huawei Watch GT 6 41 mm.
Auf WLAN und Mobilfunk verzichtet die Watch Fit 5. Telefonieren geht trotzdem, sofern das Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist. Die Sprachqualität ist kein Hi-Fi-Erlebnis, für ein kurzes Gespräch reicht sie aber.
Ein Neuzugang im Funktionsumfang ist die NFC-Bezahlfunktion, die Huawei seit März über den Drittanbieter Curve abwickelt. Dafür muss man die App zunächst auf dem Smartphone installieren, anschließend folgt eine Verifizierung per Gesichtsaufnahme, bevor man eine Zahlungsmethode hinterlegt. Über die Health-App wandert Curve dann auf die Uhr, wo es als primäres NFC-Zahlungsmittel festgelegt und mit einer PIN abgesichert wird. Im Alltag läuft das reibungslos.
Huawei gibt die Akkulaufzeit mit rund sieben Tagen im Normalbetrieb und zehn Tagen im Energiesparmodus an. Das deckt sich weitgehend mit unseren Testerfahrungen: Bei einer Woche intensiver Nutzung samt längerer Wanderung, täglichen Workouts und durchgehendem Tragen auch in der Nacht kamen wir auf knapp über fünf Tage. Wer weniger draußen unterwegs ist, schafft gut sechs bis sieben Tage. Geladen wird per magnetischem Puck mit USB-A-Anschluss – ein Netzteil legt Huawei nicht bei.
Die UVP der Huawei Watch Fit 5 liegt bei 199 Euro – und auf diesem Niveau bewegen sich aktuell auch die Straßenpreise. Erhältlich ist die Uhr in zwei Varianten: mit grau-grünem Nylonband und grüner Krone oder komplett in Silber mit Fluorelastomerband in Schwarz, Weiß, Grün oder Lila.
Zum Marktstart gibt es direkt bei Huawei bis zum 30.06.2026 einen Rabattcode in Höhe von 40 Euro, womit die Sportuhr schon für 159 Euro zu haben wäre – samt Garantieverlängerung auf insgesamt drei Jahre. Alternativ gibt es ein Sport Package für 259 Euro mit einem zusätzlichen Armband aus Fluorelastomer in Weiß sowie den Over-Ear-Kopfhörern Huawei FreeArc (Testbericht).
Die Huawei Watch Fit 5 mag optisch an eine Apple Watch erinnern, ist im Kern aber eine waschechte Sportuhr – dem Status des reinen Fitness-Trackers ist sie längst entwachsen. Die Pulsmessung arbeitet überaus präzise und taugt sogar fürs Intervalltraining, dazu kommt eine breite Palette an Sportprofilen mit eigenem Tennis-Modus.
Auch beim Gesundheits-Tracking liefert die Uhr ab: Die Erkennung der Pulswellen-Arrhythmie kann ein Frühwarner für Herzrhythmusstörungen sein, die Schlafanalyse bleibt solide. Bis zu sieben Tage Akkulaufzeit und seit März eine NFC-Bezahlfunktion via Curve runden das Paket ab.
Wer eine vollwertige Smartwatch sucht, ist hier allerdings falsch: Das App-Angebot bleibt überschaubar, Mobilfunk und WLAN fehlen komplett. Android-Nutzer abseits von Samsung und Honor müssen zudem den umständlichen Sideload-Weg für die Health-App gehen.
Letztlich bekommt man mit der Huawei Watch Fit 5 eine günstige, aber präzise Sportuhr im quadratischen Design, die in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Wer auf EKG verzichten kann, fährt mit ihr sogar besser als mit der teureren Fit 5 Pro.
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Technologie
Nutzloser Arbeitsspeicher mit Fake-Chips im Umlauf
Eine neue Variante des Speicherbetrugs kommt mit nachgebauten Speicherbausteinen aus Glasgewebe. Die Fake-Chips sind echten DRAM-Gehäusen aus Kunststoff nachgebildet, inklusive Beschriftung. Darin befinden sich aber keine echten Speicherchips. Die Module sind nutzlos. Weiterlesen nach der Anzeige Das X-Mitglied „taki_pc_1115“ zeigt Bilder eines gefälschten Small Outline Dual Inline Memory Modules (SO-DIMM) für Notebooks, das vom japanischen Gebrauchtwarenmarkt stammt. Eine Yahoo-Auktion (nur mit VPN-Tunnel nach Japan aufrufbar) zeigt mehrere solcher SO-DIMMs. Der Verkäufer kann laut Beschreibung nicht versprechen, dass die Module funktionieren. Dabei ist offensichtlich, dass sie nicht lauffähig sind. Oben die Fälschung, unten ein originales SO-DIMM von Samsung. (Bild: taki_pc_1115 / X / heise medien) Zahlreiche Unstimmigkeiten Die gefälschten Speicherbausteine weisen eine untypische, helle Umrandung auf. Der bei DDR5-RAM vorgeschriebene Power-Management-Chip (PMIC) wurde durch schiefe SMD-Bauteile ersetzt. Die komplette Leiterplatte ist ungewöhnlich abgerundet. Zudem dürften die Goldkontakte an der Unterseite nicht alle identisch lang sein. Der Samsung-Aufkleber passt derweil nicht zu den vermeintlichen Speicherbausteinen des Konkurrenten SK Hynix. Videos by heise mehr Videos c't 3003 heise & ct Peertube Gefährlich ist das Potenzial hinter den Fälschungen. Wenn die Betrüger die Schwächen ausbügeln, wären die Fake-Module kaum noch von Originalen zu unterscheiden. In Zeiten der anhaltenden Speicherkrise gilt mehr denn je: bei Käufen besonders vorsichtig sein, insbesondere, wenn die Module schon gebraucht sind. In letzterem Fall ist eine Selbstabholung ratsam, bei der man sich den Speicher genau vor Ort anschauen kann. Andere Betrugsmaschen setzen auf Billigchips, oft mit niedrigerer Kapazität als beworben. Solcher Speicher ist grundsätzlich lauffähig, erreicht typischerweise aber nicht die beworbene Geschwindigkeit. Aufgrund der hohen Speicherpreise stehen Arbeitsspeicher, SSDs und HDDs im Fokus von Betrügern. Weiterlesen nach der Anzeige Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen. Preisvergleiche immer laden Preisvergleich jetzt laden Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. (mma)
Globale Agenda
EU gegen Altkanzler Schröder als Ukraine-Vermittler
EU gegen Putins Schröder-Vorschlag "Dann säße er auf beiden Seiten des Tisches" Stand: 11.05.2026 • 15:24 Uhr Die EU spricht sich klar gegen Altkanzler Schröder als Vermittler im Krieg gegen die Ukraine aus. Es sei klar, warum Putin den "Top-Lobbyisten" einbinden wolle, so Außenbeauftragte Kallas. Viele EU-Außenminister sehen das ähnlich. Die von Russlands Präsident Wladimir Putin vorgeschlagene Einbindung von Altkanzler Gerhard Schröder in Ukraine-Friedensverhandlungen stößt in der EU und in der Ukraine auf klare Ablehnung. "Wenn wir Russland das Recht geben würden, in unserem Namen einen Verhandlungsführer zu benennen, wäre das nicht sehr klug", sagte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel. Schröder sei hochrangiger Lobbyist für russische Staatsunternehmen gewesen. Daher sei klar, warum Putin ihn haben wolle: "Dann säße er gewissermaßen auf beiden Seiten des Tisches", sagte Kallas. Auch aus der Ukraine heißt es: "Wir unterstützen das nicht" - so kommentierte der als Gast zu dem EU-Treffen gereiste ukrainische Außenminister Andrij Sybiha den Vorschlag Putins. Es gebe viele andere "würdige Führungspersönlichkeiten", die für die EU verhandeln könnten. 09.05.2026 Siegesparade in Moskau Demonstrative Normalität in unnormalen Zeiten Auf dem Roten Platz in Moskau hat unter massiven Sicherheitsvorkehrungen die Siegesparade stattgefunden. mehr Keine Unterstützung von der Bundesregierung Der in Vertretung des deutschen Außenministers Johann Wadephul nach Brüssel gereiste Europastaatsminister Gunther Krichbaum äußerte sich ebenfalls ablehnend. Vermittler müssten von beiden Seiten akzeptiert werden, Schröder habe sich aber in der Vergangenheit von Putin vereinnahmen lassen. Das entspreche nicht einem neutralen Vermittler, so der CDU-Politiker. Enge Freundschaften mögen überall legitim sein auf dieser Welt, aber sie tragen nicht dazu bei, dass man deshalb auch als lauterer Vermittlungspartner dann wahrgenommen werden kann. Europastaatsminister Gunther Krichbaum 11.05.2026 Vermittlung im Ukraine-Krieg Wer könnte mit Putin reden? Die Debatte über mögliche Friedensverhandlungen rückt die Frage in den Fokus: Wer könnte zwischen den Seiten vermitteln? mehr Klare Positionen in der EU Ähnlich kritisch äußerten sich EU-Außenministerinnen und -minister. So sagte zum Beispiel die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, aus ihrer Sicht müsse eine Person oder ein Team für mögliche Verhandlungen mit Russland nominiert werden. Die Auswahlentscheidung werde aber die EU treffen und nicht Russland. Ihre schwedische Kollegin Maria Malmer Stenergard ordnete Putins Vorstoß als Ablenkungsmanöver ein. Putin sei bislang nicht wirklich an Friedensgesprächen interessiert, sagte sie. Was es brauche, seien weitere Sanktionen, um den Druck auf Russland zu erhöhen. Estlands Außenminister Margus Tsahkna betonte: "Gerhard Schröder ist Putins Idee. (...) Gerhard Schröder wird nicht Europa vertreten." Dafür habe man die europäischen Institutionen und Vertreter wie Kallas, Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. 31.01.2022 Russische Einflussnahme Lobbyisten im Dienste Moskaus Altkanzler Schröder und seine guten Verbindungen zu Russland sind kein Einzelfall. mehr Friedengespräche nur "Täuschungsmanöver"? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht Putins Äußerungen zu Friedensgesprächen grundsätzlich skeptisch. Putin allein habe es in der Hand, den Krieg zu beenden und müsse diesen aktiv herbeiführen, statt nur "über einen Frieden zu fabulieren", so Pistorius bei einem Besuch in Kiew. Zu dem Vorschlag von Schröder als Vermittler wollte Pistorius sich nicht äußern. Regierungssprecher Stefan Kornelius teilte ebenfalls mit, er sehe "momentan in den Äußerungen des russischen Präsidenten noch keinen substantiellen Fortschritt". Putin habe seine Bedingungen für Verhandlungen nicht geändert. Seine Vorschläge zielten offenbar auf eine Spaltung der öffentlichen Meinung in Deutschland. Verteidigungsminister Pistorius zur deutsch-ukrainischen Partnerschaft und gemeinsamen Rüstungskooperationen tagesschau24, 11.05.2026 • 14:00 Uhr Altkanzler gilt als Putin-Freund Kremlchef Putin hatte Altkanzler Schröder bei einer Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau als Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht. "Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen", sagte Putin. Der 82-jährige frühere SPD-Chef Schröder gilt als persönlicher Freund Putins. Er war auch nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig. Der Altkanzler war bereits im März 2022 nach Moskau gereist und hatte mit Putin über den Ukraine-Krieg gesprochen. Zuletzt hatte unter anderem Finnlands Präsident Alexander Stubb zu direkten europäischen Gesprächen mit Russland aufgerufen - ließ ein mögliches Format aber offen. Putin Krieg gegen die Ukraine EU Dieses Thema im Programm: BR24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 13:02 Uhr BR24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 13:32 UhrDas Erste | tagesschau | 11.05.2026 | 14:00 Uhrtagesschau24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 14:00 Uhr
Lokale Agenda
Vermittlung im Ukraine-Krieg: Wer könnte mit Putin reden?
Vermittlung im Ukraine-Krieg Wer könnte mit Putin reden? Stand: 11.05.2026 • 15:23 Uhr In Russlands Krieg gegen die Ukraine ist keine diplomatische Lösung in Sicht - eine militärische aber auch nicht. Die Debatte über mögliche Friedensverhandlungen rückt die Frage in den Fokus: Wer könnte zwischen den Seiten vermitteln? Von Christina Nagel, ARD-Hauptstadtstudio Für die Bundesregierung ist klar: Gespräche mit dem Kreml kann es erst geben, wenn Russland zu ernsthaften Verhandlungen bereit ist. Ein erster Test für die Glaubwürdigkeit wäre es, wenn Russland die Waffenruhe verlängere, heißt es in einer ersten Reaktion aus Kreisen der Bundesregierung. Die folgte auf eine Aussage von Russlands Präsident Wladimir Putin, der Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler der Europäer ins Spiel brachte. Doch nach Vermittlung sieht es aktuell nicht aus. Ebenso wenig macht der Kreml Anstalten, seine Maximalforderungen gegenüber der Ukraine aufzugeben. Der Druck auf Moskau, davon ist man im Auswärtigen Amt überzeugt, müsse deshalb hochgehalten werden. Auch, weil er zu wirken scheint. Sein Eindruck sei, dass Russland im Moment schwächer sei, als es alle glaubten, sagt CSU-Chef Markus Söder im Bericht aus Berlin. Sollte sich die Chance auf Gespräche ergeben, dann sollte man sie nutzen. 10.05.2026 Putin schlägt Altkanzler vor Schröder als Vermittler? Gemischte Reaktionen Sie verbindet eine lange Freundschaft - nun will Kreml-Chef Putin Ex-Kanzler Schröder als Vermittler haben. mehr Europäer bringen sich in Stellung EU-Ratspräsident António Costa hat die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union unlängst aufgefordert, sich auf mögliche Gespräche vorzubereiten - für den Fall, dass sich die USA aus den Verhandlungen zurückziehen oder Russland sich bewegt. Es gehe darum, den besten Weg zu finden, sich zu organisieren, erklärte er. Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat seinerseits eine europäische Verhandlungsinitiative im Ukraine-Krieg angekündigt. Im E3-Format, Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien, in Absprache mit den USA und der Ukraine. Das erklärte Ziel ist es, aktiv in die Verhandlungen einzusteigen, eine größere Rolle zu spielen. 11.05.2026 EU gegen Putins Schröder-Vorschlag "Dann säße er auf beiden Seiten des Tisches" Putins Vorschlag, Altkanzler Schröder in Friedensgespräche einzubinden, stößt in der EU auf deutliche Ablehnung. mehr "Bauchschmerzen" bei Witkoff und Kushner Es ist ein Schritt, auf den der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Adis Ahmetović, schon länger drängt. Er hadert mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner, die inzwischen mehr mit dem Konflikt in Iran beschäftigt zu sein scheinen, weil die US-Unterhändler erkennbar eigene Geschäftsinteressen im Blick hätten und wenig von der Materie verstünden. "Ich habe Bauchschmerzen, wenn ich höre, dass zwei Immobilienmakler, Witkoff auf der einen Seite und Kushner auf der anderen Seite, nicht nur über die Zukunft der Ukraine verhandeln, sondern bei diesen Gesprächen geht es ja vor allem auch um die gesamte europäische Sicherheitsstruktur", sagte Ahmetović in einem ARD-Interview. Porträt 19.04.2025 Steve Witkoff Ohne Erfahrung - aber Trumps Beauftragter für alles Als US-Sondergesandter ist Steve Witkoff für die großen Krisen der Welt zuständig. Wer ist dieser Mann? mehr Offen bleiben für Gespräche Für seine Forderungen nach direkten Gesprächen mit Russland ist der SPD-Politiker in der Vergangenheit oft scharf kritisiert worden. Er bleibt aber dabei: Wichtig sei, mit am Verhandlungstisch zu sitzen, mitzureden. Ahmetović plädiert dafür, nichts und niemanden im Vorfeld sofort auszuschließen. Auch nicht Putins Wunschkandidaten, Gerhard Schröder. Schon allein die Erwähnung seines Namens hat in der Bundespolitik ein vielstimmiges Echo ausgelöst. Offen für den Vorstoß zeigten sich Vertreter von AfD und BSW. Skepsis war aus den Reihen der Linkspartei und der FDP zu hören. Ein klares Nein kam von den Grünen. Kremlchef Putin hatte den seit Langem mit ihm befreundeten Altkanzler Schröder als Vermittler ins Spiel gebracht. Wunsch und Wirklichkeit Dass Putin auf die Frage, mit wem er gern verhandeln würde, seinen alten Freund nennt, muss niemanden wundern. Auch nicht, dass er sich einen Gesprächspartner wünscht, der noch nie schlecht über Russland geredet hat. Sich daran abzuarbeiten, freut vielleicht den Kreml, lenkt aber von der eigentlichen Frage ab, die die Bundespolitik noch nicht beantwortet hat. Wer nämlich, wenn es so weit ist, willens und in der Lage wäre bei Verhandlungen zu vermitteln. Er oder sie müsste Erfahrung mitbringen, diplomatisches Geschick, Hartnäckigkeit und gute Nerven. Und vor allem müsste der- oder diejenige von allen Seiten akzeptiert werden: von der EU, Russland und der Ukraine und vermutlich auch von den USA. Christina Nagel, ARD Berlin, tagesschau, 11.05.2026 • 08:35 Uhr Russland Putin Gespräche Dieses Thema im Programm: RBB24 Inforadio | Nachrichten | 11.05.2026 | 06:25 Uhr
Globaler Sport
Als fünfter Deutscher: Siebert leitet Champions-League-Finale
Als erst fünfter deutscher Schiedsrichter überhaupt wird Daniel Siebert ein Champions-League-Finale leiten. Das machte die UEFA am Montag offiziell.
Globaler Sport
Keine WM-Revolution im FM 26: "Übertrieben, von 'Feature-Reichtum' zu sprechen"
Mit dem neuesten Update bringt Sports Interactive das Nationalteam-Feature in den Football Manager 26 zurück. Einige Inhalte müssen aber zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden.
Lokale Wirtschaft
Telekom und Rheinmetall arbeiten an einer Drohnenabwehr
Frühzeitige Gefahrenerkennung Telekom und Rheinmetall arbeiten an Drohnenabwehr Stand: 11.05.2026 • 15:08 Uhr Mit der Telekom und dem Rüstungskonzern Rheinmetall arbeiten gleich zwei große DAX-Konzerne an einem Abwehrschild für Drohnen. Die ferngelenkten Objekte werden zunehmend zum Problem. Es geht um Staudämme, Brücken oder Kraftwerke, also wichtige zivile Infrastruktur. Um diese besser gegen Drohnen zu schützen, arbeiten die beiden DAX-Konzerne Deutsche Telekom und Rheinmetall zusammen. Ziel ist es, einen Drohnenabwehrschirm zu entwickeln. Dabei sollen die Drohnen frühzeitig erkannt und durch Störsignale oder möglicherweise Laserschüsse abgefangen werden. Die beiden Firmen gaben heute das entsprechende Entwicklungsvorhaben für einen Drohnen-Schutzschild bekannt. Es ist noch in einem frühen Stadium. Die Bedrohung ist digital "Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital", sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Zur Abwehr brauche es eine Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen. "Rheinmetall und die Deutsche Telekom bündeln genau diese Fähigkeiten." Telekom-Chef Tim Höttges verweist auf die Kompetenz seiner Firma zur Konnektivität, Cloud und Datenanalyse, womit die Drohnenabwehr "auf ein neues Level" gehievt werde: "Gemeinsam mit Rheinmetall stärken wir so die Souveränität und leisten unseren Beitrag dazu, Sorgen in der Bevölkerung zu reduzieren." Gebündelte Kompetenz Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit Längerem bei der Erkennung und Bekämpfung von Drohnen zusammen. Die Telekom nutzt spezielle Sensoren, die an Mobilfunkmasten montiert werden können, um über die Funksignale von Fernsteuerungen Drohnen zu orten. Diese Technologie kam unter anderem bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 zum Einsatz. Zudem erforscht der Bonner Konzern, wie sich über das Mobilfunknetz gesteuerte Drohnen aufspüren lassen. Exklusiv 26.03.2026 Neues Abwehrzentrum Warum die Drohnenabwehr bislang kaum Erfolge zeigt Ein neues Abwehrzentrum soll verdächtige Drohnen aufspüren und Gegenmaßnahmen koordinieren. mehr Drohnen bislang meist per Funk ferngesteuert Bislang werden die meisten Drohnen am Himmel über Deutschland per Fernsteuerung von Piloten gesteuert, und zwar über eine Funk-Frequenz, auf Englisch Radio Frequency (RF) genannt. Die Funksignale lassen sich über sogenannte RF-Sensoren erkennen. Die Telekom setzt hierbei passive RF-Sensoren ein, die kein aktives Suchsignal aussenden. Das Gute daran: Wenn man sie an Funkmasten befestigt, stören sie dort Mobilfunktechnik nicht. 11.05.2026 Besuch in Kiew Pistorius will neue Waffensysteme mit der Ukraine bauen Deutschland will die strategische Partnerschaft mit der Ukraine ausbauen - vor allem bei der Waffen-Entwicklung. mehr Entwicklererfahrung fließt mit ein Rheinmetall wiederum baut nicht nur selbst Drohnen, sondern hat auch Erfahrung mit der Bekämpfung und dem Abfangen von feindlichen Drohnen. Dabei greift die Firma auf spezielle Sensortechnologien zurück. Hierbei geht es nicht nur um den militärischen Einsatz, sondern auch um den Schutz ziviler Bereiche. So hat Rheinmetall Ende vergangenen Jahres eine Partnerschaft mit der Hamburger Polizei und dem Hamburger Hafen geschlossen, um Lösungen für mögliche Drohnen-Bedrohungen zu finden. 24.03.2025 Pläne der Bundesnetzagentur Deutschlands Handynetze sollen besser werden Mehr Netzabdeckung und schnellere Downloads - die Bundesnetzagentur will neue Ausbaupflichten. mehr Das Handynetz wird immer besser Was für den Nutzer gut ist, muss unter Sicherheitsaspekten anders betrachtet werden: Fakt ist, dass die deutschen Handynetze immer besser werden. Dies ermöglicht allerdings auch, Drohnen zunehmend über Handys und damit von überall über das Internet zu steuern - und nicht mehr unbedingt in Sichtweite. Das stellt Firmen und Behörden vor eine neue Herausforderung. Die Telekom erforscht mit der Hamburger Bundeswehruniversität, wie sich solche Drohnen finden lassen. Hierfür wird das Mobilfunknetz selbst zu einer Art Radar, das bestimmte Auffälligkeiten im Datenverkehr erfasst. Dadurch wiederum sollen die Drohnen frühzeitig erkannt werden. Diese neue Art der Abwehr von Mobilfunk-Drohnen soll ebenfalls in das Gemeinschaftsvorhaben der Telekom und von Rheinmetall einfließen. Robert Minde, HR, tagesschau, 11.05.2026 • 14:43 Uhr Wirtschaft Drohnenabwehr Telekom Rheinmetall Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Telekom und Rheinmetall arbeiten an einer Drohnenabwehr | 11.05.2026 | 14:43 Uhr
Globaler Sport
LIVE! Sinner und Svitolina in Rom: Alle Matches des Tages
Diese Spiele stehen heute in der Tenniswelt auf dem Programm.
Lokale Wirtschaft
Marktbericht: Jede zwölfte Firma bangt um ihre Existenz
Mehr Pleiten Jede zwölfte Firma bangt um ihre Existenz Stand: 11.05.2026 • 14:30 Uhr Die weltweiten Krisen und politische Spannungen setzen vielen Unternehmen in Deutschland zu. Doch Unternehmensberater sagen auch: Viele Insolvenzen könnten vermieden werden. Jede zwölfte Firma bangt um ihre Existenz - das geht aus einer Umfrage des Münchner ifo Instituts hervor. Das entspricht etwa acht Prozent der befragten Firmen. Besonders kritisch ist die Situation im Gastgewerbe. Dort liegt der Wert bei fast 20 Prozent. Auch in der Werbebranche und im Bereich Marktforschung ist der Anteil überdurchschnittlich hoch. 22.04.2026 Schätzungen von Allianz Trade Insolvenzen gefährden mehr als 200.000 Jobs Allianz Trade erwartet den höchsten Stand an Insolvenzen seit 14 Jahren - mit Folgen für den Arbeitsmarkt. mehr Auch Einzelhändler in Sorge Bei den Einzelhändlern machen sich den Angaben zufolge 17 Prozent der befragten Unternehmen Sorgen, ob sie überhaupt noch weitermachen können. Die Münchner Forscher sprechen von einem "neuen Höchststand". Die Kaufzurückhaltung vieler Verbraucher sei eines der Hauptprobleme, hinzu komme der wachsende Online-Handel und die zunehmende Konkurrenz von Billiganbietern aus dem Ausland. Branchenübergreifend sind es danach fehlende Aufträge, die vielen Unternehmen zu schaffen machen, aber auch steigende Betriebs- und Energiekosten sowie zunehmende bürokratische Anforderungen. Viele Betriebe berichten auch deshalb von Liquiditätsengpässen, weil ihre Kunden sparen oder insolvent werden. "Wenn Kunden wegbrechen oder Aufträge stornieren, trifft das die Zulieferer und Dienstleister mit voller Wucht." 24.03.2026 Auch Standorte in Deutschland Discounter KiK schließt Hunderte Filialen in Europa Die Kette hatte massiv expandiert - davon werde nun etwas Abstand genommen. Kündigungen soll es aber keine geben. mehr Kaum Aussicht auf Besserung "Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt", so der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Die Insolvenzzahlen dürften vor dem Hintergrund der geopolitischen Unsicherheit in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben." Die hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie internationale Wettbewerbsnachteile gegenüber asiatischen Anbietern belasten vor allem exportorientierte Branchen. 22.04.2026 Unternehmen in Deutschland Viel Frust, wenig Hoffnung auf Besserung Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt schlecht. Das hat viele Gründe. mehr Viele Insolvenzen könnten vermieden werden Viele Unternehmensberater beobachten mit Sorge, dass viele Betriebe zu spät auf schwieriger werdende äußere Rahmenbedingungen reagieren. Denn viele tun es Fachleuten zufolge erst dann, wenn die Krise schon absehbar ist. Manche stecken sogar schon mittendrin. Dabei könnten Insolvenzen vermieden werden, "wenn sich die verantwortlichen Organe frühzeitiger und konsequenter mit diesen Themen befasst hätten," so der Wirtschaftswissenschaftler Henning Werner von der EBS-Universität Oestrich-Winkel. Er ist Experte für Restrukturierung und Unternehmenstransformation. 11.05.2026 Nach US-Vorschlag für Kriegsende Trump findet iranische Antwort "völlig inakzeptabel" Im Ringen um einen Ausweg aus dem Iran-Krieg hat US-Präsident Trump die Antwort Teherans zurückgewiesen. mehr DAX deutlich im Minus Die vorerst gescheiterten Friedensbemühungen im US-Iran-Konflikt sorgen für maue Stimmung an den Aktienmärkten. Der DAX gibt am Mittag deutlich nach. US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag für Gespräche zur Beendigung des Krieges am Sonntag zurückgewiesen. "Nach wie vor ist unklar, wie die auf beiden Seiten bestehenden Maximalforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden sollen", erläutert Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. Mit Informationen von Claudia Wehrle, ARD-Finanzredaktion. Claudia Wehrle, HR, tagesschau, 11.05.2026 • 12:54 Uhr Insolvenz Einzelhandel DAX Marktbericht Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Jede zwölfte Firma bangt um ihre Existenz | 11.05.2026 | 12:54 Uhr
Technologie
Microsoft Purview: KI-Prompts trotz Anonymisierung einsehbar
Microsofts Purview ist ein Management- und Analyse-Tool, das IT-Teams etwa mittels „Insider Risk Management“ die Überwachung von KI-Prompts und -Antworten ermöglicht. Standardmäßig sind die Nutzerinnen und Nutzer dabei pseudonymisiert, sie lassen sich nicht direkt erkennen oder zuordnen. Microsoft liefert Analysten in Purview nun die Möglichkeit, die User trotz aktivierter Anonymisierung „unter Beibehaltung des Privatsphärenschutzes“ zu deanonymisieren. Das erinnert an einen quadratischen Kreis. Weiterlesen nach der Anzeige Microsoft hat das im Microsoft-365-Admin-Center im Beitrag MC1304292 konkretisiert (Kopie bei merill.net). Purview Insider Risk Management erhält die Möglichkeit für Analysten, Einsicht in KI-Prompts und -Antworten der User zu nehmen. Das ist trotz aktivierter Anonymisierung möglich. Das soll die Sichtbarkeit von KI-bezogenen Risiken erhöhen und dabei die rollenbasierten Zugriffskontrollen sicherstellen. Insider Risk Management in Purview soll Risiken wie Datenlecks, Diebstahl geistigen Eigentums oder Verstöße gegen Sicherheitsrichtlinien aufspüren. Nutzerinnen und Nutzer sind standardmäßig pseudonymisiert und Zugriffe dürfen Analysten nur entsprechend ihrer Rollen vornehmen, was die Privatsphäre schützen soll. Verteilung ab Anfang Mai 2026 Die öffentliche Vorschau verteilt Microsoft ab Anfang Mai, bis zur Monatsmitte soll das abgeschlossen werden. Ab Mitte Juni folgt dann die allgemeine Verfügbarkeit. Bezüglich der Betroffenheit schreibt Microsoft, dass lediglich Admins und Analysten, die Purview Insider Risk Management nutzen sowie Organisationen, die KI-bezogene Insider-Risiken untersuchen, von der Änderung betroffen sind – Nutzerinnen und Nutzer hingegen sieht Microsoft als nicht davon betroffen an. Die konkreten Änderungen laut Microsoft umfassen, dass Analysten nun KI-Interaktionsnachrichten einschließlich Prompts und der KI-generierten Antworten einsehen können, sofern die mit Insider-Risiko-Indikatoren in Verbindung stehen. Die Interaktionen sind auch dann sichtbar, wenn Anonymisierung aktiviert wurde. Die User-Identitäten bleiben pseudonymisiert, bis dazu autorisierte Analysten eine Deanonymisierung vornehmen. Videos by heise mehr Videos c't 3003 heise & ct Peertube Bestehende rollenbasierte Zugriffskontrollen, das Logging der Audits und Privatsphärensicherheitsvorkehrungen bleiben weiterhin in Kraft. Die neue Funktion will Microsoft standardmäßig aktivieren. Admins müssen daher nichts machen, schreibt Microsoft. Das Verhältnis zur Privatsphäre bei Microsoft scheint ein eher loses zu sein. Vergangene Woche hat das Unternehmen angekündigt, dass es bei der automatisierten Analyse von Dateien die vergebenen Vertraulichkeitslabels künftig stärker berücksichtigen möchte. Weiterlesen nach der Anzeige (dmk)
Globaler Sport
Doppelte Premiere in Berlin: Jablonski pfeift das Pokal-Finale
Das DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart wird von Sven Jablonski geleitet. Auf den FIFA-Schiedsrichter wartet eine doppelte Premiere.
Globale Agenda
Starmer will Großbritannien wieder näher an Europa rücken
Großbritannien Starmer will ins "Herz von Europa" Stand: 11.05.2026 • 14:02 Uhr Herausforderungen meistern und Hoffnung bringen - Großbritanniens Premier Starmer tritt nach den Verlusten bei der Kommunalwahl die Flucht nach vorne an. In einer Krisenansprache betont er die Bedeutung der Verbindung zu Europa. Der angezählte britische Premierminister Keir Starmer sucht nach dem Wahldebakel für seine Labour-Partei verstärkt die Nähe zur EU. Starmer erklärte in einer Ansprache in London, er werde sich "den großen Herausforderungen stellen“ und dem Land wieder "Hoffnung" geben. "Schrittweise Veränderungen" würden nicht ausreichen, sagte er. Dazu gehöre auch, sich der Europäischen Union anzunähern und "Großbritannien wieder ins Herz Europas zu rücken" - ein Jahrzehnt, nachdem das Vereinigte Königreich für den Austritt aus der EU gestimmt hatte. "Damit wir wirtschaftlich, im Handel und in der Verteidigung stärker werden", erklärte Starmer weiter. 09.05.2026 Nach Kommunalwahl in Großbritannien Das Ende von Labour? Die britische Regierungspartei Labour hat bei den landesweiten Kommunalwahlen massive Verluste erlitten. mehr Jugendaustauschprogramm als Symbol Er werde sich dafür einsetzen, dass "unsere jungen Menschen in Europa arbeiten, studieren und leben können", versprach Starmer. Dies sei auch ein "Symbol für eine stärkere Beziehung" mit den Verbündeten in Europa. Dazu soll zum Beispiel das Jugendaustauschprogramm (Youth Experience Scheme) beitragen. Starmer zufolge soll es "im Mittelpunkt unserer neuen Vereinbarung mit der EU" stehen. Das Programm sieht vor, dass junge Menschen aus der EU wieder einfacher für begrenzte Zeit im Vereinigten Königreich leben, arbeiten und studieren können und umgekehrt. Eine Einigung darüber wird beim nächsten Gipfel im Sommer erwartet. 11.05.2026 Rücktrittsforderungen Entscheidende Woche für Premier Starmer Von einem Blutbad war die Rede, einem Desaster. Die Luft für Premier Starmer wird dünn. mehr "Kampf um die Seele unserer Nation" Die rechtspopulistische Partei Reform UK mit Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage sowie die Konservativen seien dagegen dadurch definiert, die Verbindung zu Europa zu zerstören. Die Rechtspopulisten hatten am Superwahltag am vergangenen Donnerstag triumphiert. Starmer sagte, Labour befinde sich in "einem Kampf um die Seele unserer Nation", und das Vereinigte Königreich werde "einen dunklen Weg" einschlagen, sollte Reform UK an die Macht kommen. Labour hatte bei den Kommunalwahlen in England über 1.400 Mandate in kommunalen Gremien verloren. Bei der Parlamentswahl in Wales, der jahrzehntelangen Labour-Hochburg, rutschte die Partei hinter die Unabhängigkeitspartei Plaid Cymru und Reform UK auf Platz drei. Die schrittweise Wiederannäherung an die Europäische Union hatte Starmer bereits in den vergangenen Monaten verfolgt. Bei einem Gipfeltreffen der Briten mit der EU-Spitze sollen in diesem Sommer weitere Maßnahmen beschlossen werden. Eine vollständige Rückkehr in die Zollunion hat die britische Regierung bislang ausgeschlossen. Valerie Krall, ARD London, tagesschau, 11.05.2026 • 13:19 Uhr Starmer Großbritannien EU Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | Nachrichten | 11.05.2026 | 13:00 Uhr
Lokale Wirtschaft
IW-Experte Lesch sieht Gewerkschaften vor Strategiefrage
interview Strategien der Gewerkschaften "Fundamentalverweigerung wäre ein Problem" Stand: 11.05.2026 • 13:50 Uhr In Zeiten der Wirtschaftskrise tragen auch Gewerkschaften besonders große Verantwortung: Fordern sie zu viel, schwächt das Firmen zusätzlich. Es komme auf Maß und Mitte an, wie IW-Experte Hagen Lesch im Interview erklärt. tagesschau24: Die Zeiten sind nicht gerade einfach für Gewerkschaften. Die Wirtschaft schwächelt, der Reformdruck ist hoch. Die gerade wiedergewählte DGB-Chefin Fahimi sieht den Sozialstaat in Gefahr. Sie auch? Hagen Lesch: Der Sozialstaat muss ja irgendwie aufrechterhalten werden und steht vor vielen Herausforderungen. Wir haben eine Konjunkturschwäche, wir haben den demografischen Wandel. Das ist das Hauptproblem: das Langfristige. Und wir müssen zusehen, dass wir die Sozialsysteme mit weniger Beitragszahlern und mehr Empfängern letztlich zukunftsfähig machen. Und da sind die Antworten, dass man den Sozialstaat unbedingt verteidigen müsse und nach Möglichkeit höhere Einkommen noch stärker belastet, etwa über Vermögenssteuern oder höhere Erbschaftssteuern oder auch einen höheren Grenzsteuersatz. Das sind natürlich alles eher Defensivstrategien und nicht welche, die wirklich darauf gerichtet sind, nachhaltig die Sozialsysteme zu stabilisieren. Der DGB muss sich schon überlegen, wie er agiert. Wenn wir uns erinnern an die Schröderschen Reformen in den 2000er-Jahren: Da hat der DGB auch eine Fundamentalopposition betrieben und sich damit ins Abseits gestellt. Insofern stehen wir an einer Wegmarke auch bei diesem Kongress, wie konstruktiv diese Organisation mit dem notwendigen Wandel umgehen will. Hagen Lesch, Institut der deutschen Wirtschaft, zur Wiederwahl der DGB-Chefin Fahimi tagesschau24, 11.05.2026 • 10:00 Uhr Konstruktive Verhandlungen oder Protest? tagesschau24: Die Gewerkschaften haben für die nächsten vier Jahre zudem mehr Tarifbindung angekündigt. Wie bewerten Sie das? Lesch: Ja, Tarifbindung ist natürlich etwas, was erstrebenswert ist, denn wir haben nun mal ein System der Tarifautonomie. Das heißt, die Sozialpartner, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften handeln für die Arbeitnehmer eben Tarifverträge aus, autonom, ohne staatliche Einflussnahme. Und je schwächer die Akteure sind, beispielsweise, indem sie manche Branchen gar nicht mehr erreichen, desto eher ist natürlich der Staat genötigt einzugreifen, Ersatzregelungen zu treffen. Der gesetzliche Mindestlohn war ja im Prinzip eine Reaktion darauf, dass in vielen Niedriglohnbereichen kaum oder gar keine tariflichen Strukturen mehr bestanden. Insofern ist das Ziel natürlich richtig, weil es einfach zur Tarifautonomie gehört. Die Frage ist der Weg. Es ist natürlich effizienter, wenn die Parteien selber stark werden. Und wenn man sich die Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften anschaut, dann ist die natürlich alles andere als rosig. Die Gewerkschaften verlieren kontinuierlich Mitglieder, was auch wiederum die Frage aufwirft, wie sie sich im politischen Prozess, also im Lobbying, aufstellen - ob man konstruktiv ist oder ob man eher ja verhindert und eher auf Protest aus ist. Zur Person Hagen Lesch leitet beim arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln den Bereich Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen. Unterschiedliche Lagen in den Branchen tagesschau24: Die Gewerkschaften sind ja damit konfrontiert, dass viele Betriebe sagen, sie seien überhaupt nicht in der Lage, höhere Tarifabschlüsse zu zahlen. Wie sinnvoll sind Streiks da als Druckmittel? Lesch: Wir sind im Moment in einer Situation, in der man unterscheiden muss zwischen der industriellen Rezession, die wir schon seit vielen Jahren haben; vor der Pandemie begann die schon. Es werden massiv Arbeitsplätze abgebaut. Das sind gut bezahlte Arbeitsplätze. Denken Sie an die Metall- und Elektroindustrie, etwa im Automobilbau oder auch an die chemische Industrie. Auf der anderen Seite steht der Dienstleistungssektor, der teilweise recht stabil dasteht. Der Öffentliche Dienst beispielsweise baut Beschäftigung auf. Es gibt aber auch Bereiche wie die Gastronomie, die auch, sagen wir mal, gewisse strukturelle Probleme haben. Und da muss man in Tarifverhandlungen schauen: Was können die Betriebe zahlen? Höhere Löhne gerade im Dienstleistungssektor bedeuten natürlich auch höhere Kosten. Das heißt, wenn Sie ins Restaurant gehen, zahlen sie auch mehr und dann essen sie im Zweifel weniger oder trinken weniger. Das heißt, das spüren dann die Gastronomen auch wieder negativ. Also man muss eine ausgewogene Balance in Tarifverhandlungen finden zwischen den Ansprüchen der Gewerkschaften, dass Löhne steigen und eben auch den Möglichkeiten, die Unternehmen haben. Und in der Industrie? Wir haben im Herbst Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie, und da kann es aus meiner Sicht nur darum gehen, möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Das, was in der chemischen Industrie im Frühjahr galt: eine tarifpolitische politische Atempause. So nannten die Arbeitgeber das. Das ist auch etwas, was ich mir für die Metallindustrie wünschen würde. Denn man muss den Fokus schon auf Beschäftigungssicherung legen, um eben möglichst viele Arbeitsplätze zu retten, die ja wirklich gut bezahlt sind - denn die Industrie zahlt im Durchschnitt besser als der Dienstleistungssektor. 11.05.2026 Wahl auf Bundeskongress Fahimi bleibt DGB-Vorsitzende Die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt sich für die kommenden vier Jahre kämpferisch. mehr "Innerhalb des DGB sollte man sich zusammenraufen" tagesschau24: Welche Rolle spielen denn grundsätzlich Gewerkschaften in der heutigen Zeit? Sie haben es angesprochen: Immer weniger Menschen treten ja auch einer Gewerkschaft bei. Lesch: Die Hauptaufgabe der Gewerkschaften ist natürlich, dass sie sich um Tarifpolitik und Tarifverträge kümmern. Jetzt sehen wir ja bei der Dachorganisation DGB, dass die natürlich auch politisches Lobbying betreibt. Aber ich glaube, die Gewerkschaften tun sich einen größeren Gefallen, wenn sie sich wirklich um ihre Tarifbeziehungen kümmern. Zumal ja auch die Herausforderungen unterschiedlich sind. Da gibt es die Industriegewerkschaften wie die IG Metall und die Chemiegewerkschaft, die einfach mit dem Rücken zur Wand stehen, weil es um Arbeitsplätze geht. Andere Gewerkschaften wie ver.di, die im Öffentlichen Dienst keine großen Arbeitsplatzrisiken sehen und dort auch anders auftreten können. Da ist ein gewisses Spannungsverhältnis da, was es natürlich auch schwierig macht, als Dachorganisation mit einer Stimme zu sprechen. Und innerhalb des DGB sollte man sich zusammenraufen. Das wird wahrscheinlich auch gelingen in den nächsten Tagen, dass man doch konstruktiv mit den Reformplänen der Bundesregierung umgeht. Fundamentalverweigerung wäre ein grundsätzliches Problem, was auch innerhalb der Gewerkschaften durchaus zu Spannungen führen kann. Die werden natürlich nicht unbedingt offen ausgetragen, aber hinter den Kulissen ist es schon schwierig, weil die Unterschiede gerade zwischen ver.di und den Industriegewerkschaften schon da sind. Das Gespräch führte Kirsten Gerhard für tagesschau24. Interview Gewerkschaften IW Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 10:00 Uhr
Globaler Sport
Wer kommt in die Champions League? Wer steigt ab? Hier den Showdown durchrechnen
Wer schafft es nach Europa? Wer rettet sich im Keller in die Relegation? Und wer nicht? Im kicker-Tabellenrechner kannst du den letzten Bundesliga-Spieltag schon jetzt simulieren.
Technologie
Gmail: Erneut Probleme mit Exchange ActiveSync
Im Dezember vergangenen Jahres wurden Probleme der Gmail-App von Google beim Verarbeiten von E-Mails mit dem Exchange-ActiveSync-Protokoll bekannt. Das schien Mitte Januar gefixt. Nun beschweren sich erneut viele Nutzer, dass ihre Gmail-App keine E-Mails mehr von Exchange-Online-Konten abholen kann. Weiterlesen nach der Anzeige Im sozialen Netzwerk Reddit startete vor knapp zwei Wochen ein neuer Thread, in dem sich zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer über erneute Schwierigkeiten der Gmail-App austauschen. Demnach gelingt das Login in den Microsoft-365-Exchange-Online-Zugang nicht mehr. Eine Fehlermeldung deutet in die Richtung, die Konto-Informationen zu prüfen oder eine moderne Authentifizierung zu nutzen. Lösungen wie das Löschen von App-Caches und -Daten sowie Zugängen und erneutem Anlegen sind teils nur von kurzer Dauer und helfen oftmals auch gar nicht. Manche kommen auch nicht mehr in das Konto danach, trotz korrektem Passwort und zweiten Faktor in der App. Auch wenn der Effekt ähnlich klingt wie die Ende April aufgetretenen Probleme unter iOS auf den Maildienst Outlook respektive Hotmail, scheint das nicht miteinander zusammenzuhängen. Google erhält viele Problemmeldungen Aber auch bei Google selbst melden sich viele im Issue Tracker, dem Bug-Tracking-System des Unternehmens. Dort findet sich auch ein Beitrag, dem zufolge auch ein Unternehmensnetz mit 150 MDM-verwalteten XCover-Geräten von dem Problem betroffen ist. Da ist der Switch zu Outlook als (temporäre) Gegenmaßnahme nicht so einfach umzusetzen wie für Einzelpersonen. Videos by heise mehr Videos c't 3003 heise & ct Peertube Als Ursache vermuten einige User, dass das Erzwingen des Exchange-ActiveSync-Protokolls in Version 16.1 seit dem 1. März 2026 Auslöser der Probleme sein könnte. Gmail unterstützt demnach die Protokollversion noch nicht. Es ist völlig unklar, ob das tatsächlich die Ursache für die beobachteten Probleme ist. Google hat sich noch nicht öffentlich dazu geäußert. Derzeit gibt es noch keine allgemeingültige Lösung für das Problem. Auf Anfrage von heise online reagierte Google nicht umgehend. Wir reichen hilfreiche Hinweise nach, wenn sie eintreffen. Weiterlesen nach der Anzeige (dmk)
Technologie
heise+ | Einsatzbereite KI-Features mit LangGraph umsetzen
Die Entwicklung von Large Language Models (LLMs) hat einen typischen Verlauf genommen: Zunächst entstehen Prototypen und Demoskripte – beispielsweise für Chatbots und RAG-Systeme – und anschließend wächst der Wunsch nach robusten, integrierten Funktionen für intelligente Suche, automatisierte Inhalte oder agentenartige Workflows in bestehenden Anwendungen. Spätestens an diesem Punkt reicht ein einzelner Funktionsaufruf an ein Modell nicht mehr aus. Gefragt sind Orchestrierung, Zustandsverwaltung und Kontrollmechanismen, die sich in eine produktionsreife Architektur einfügen lassen. LangGraph ist eine Erweiterung des LangChain-Frameworks für komplexe, zustandsbehaftete KI-Agenten und Workflows.Es orchestriert Agentensysteme und modelliert KI-Prozesse als Graphen.Menschliche Eingriffe lassen sich in den Entscheidungsprozess der KI integrieren.Checkpoints speichern den Ausführungszustand nach jedem Verarbeitungsschritt. Dadurch kann ein Workflow nach Fehlern oder Unterbrechungen an der letzten gültigen Stelle weiterlaufen. Einsatzbereite KI-Features mit LangGraph umsetzen Überblick über die Architekturen von Web-Apps Wie KI-gestützte Dokumentengeneration Cloud-Design-Prozesse vereinfacht Softwareentwicklung: Aktuelle Features in C++26 im Test Framework: Gas Town orchestriert Coding-Agenten nach Kubernetes-Vorbild Dr. Fabian Deitelhoff ist IT-Leiter Head of Software Development und Head of Product bei der Education Partners GmbH. Zudem ist er als Autor, Dozent und Softwareentwickler tätig. LangGraph hat sich in diesem Umfeld als spezialisierte Software etabliert. Es modelliert LLM-basierte Agenten als Graphen und stellt damit nicht nur lineare Pipelines bereit, sondern auch verzweigte, zyklische und länger laufende Workflows. LangGraph ist als Low-Level-Orchestrierungsframework konzipiert, das auf LangChain Primitives aufsetzt, aber näher an den Ausführungsdetails der Agenten bleibt. Diese geben an, wie der Agent intern arbeitet, etwa welcher Schritt wann zur Ausführung kommt, welche Daten zwischen Schritten weitergegeben werden und welcher Pfad durch welche Entscheidung aktiv ist. LangChain Primitives sind grundlegende Bausteine, mit denen sich Anwendungen auf Basis großer Sprachmodelle erstellen lassen. Sie bilden die technische Grundlage, um LLM-Anwendungen modular, flexibel und nachvollziehbar zu entwickeln. Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Einsatzbereite KI-Features mit LangGraph umsetzen". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen. Ein Feuerwehrmann erklärt im Video, warum E-Autos anders, aber nicht gefährlicher brennen als Verbrenner und wie die Profis sie wirklich löschen.ChatGPT kann Ihnen PowerPoint-Präsentationen generieren, die unternehmensinterne Layout-Vorgaben einhalten. Wir stellen einen passenden Workflow vor.Das reMarkable Paper Pure ist ein digitaler Notizblock für Puristen. Er verzichtet auf Farben, überzeugt aber mit einem Schreibgefühl wie auf Papier.Der Mac bietet zahlreiche Bordmittel wie Mission Control, Spaces, Vollbild und Stage Manager, um Fenster zu verwalten. Wir zeigen, wie man sie sinnvoll nutzt.Google hat die Fitbit-App runderneuert. Zentraler Baustein ist der „Health Coach“, der per Gemini mit Usern ihre Daten durchgeht. Wir testen die Public PreviewDie digitale Brieftasche als Smartphone-App soll ab 2027 einen einheitlichen Rahmen für rechtssichere digitale Authentifizierung setzen.
Globale Agenda
Thailands Ex-Premier Thaksin auf Bewährung aus Haft entlassen
Thailand Ex-Premier Thaksin vorzeitig aus Haft entlassen Stand: 11.05.2026 • 13:18 Uhr Wegen Machtmissbrauchs in seiner Amtszeit war Thaksin zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seine Strafe wurde auf ein Jahr verkürzt. Nun kam er noch früher frei. Von Christiane Justus, ARD Singapur Thailands Ex-Premier Thaksin Shinawatra ist nach acht Monaten Haft frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Er steht nun nach einer umstrittenen Korruptionsstrafe unter Bewährung. Als der 76-Jährige das Gefängnis am Morgen in Bangkok verließ, wurde er von Anhängern, politischen Verbündeten und seiner Familie empfangen - darunter auch seine Tochter, die frühere Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra. Thaksin war 2006 in einem Putsch vom Militär abgesetzt worden. 18.06.2024 Wegen Majestätsbeleidigung Anklage gegen Thailands Ex-Regierungschef Thaksin Vor einem Jahr kehrte Thaksin aus dem Exil zurück - nun ist er wegen Majestätsbeleidigung angeklagt worden. mehr Thaksin muss Überwachungsarmband tragen Nach seiner Rückkehr aus dem Exil 2023 verbrachte der Milliardär fast sechs Monate in einem Krankenhaus. Richter kamen später zu dem Schluss, dass der Aufenthalt absichtlich verlängert wurde, um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden. Wegen Machtmissbrauchs während seiner Amtszeit war er ursprünglich zu acht Jahren Haft verurteilt worden, die der thailändische König später auf ein Jahr verkürzte. Bis zum Ende seiner Bewährungszeit im September muss Thaksin ein elektronisches Überwachungsarmband tragen. Seine Partei Pheu Thai ist besonders bei ärmeren Menschen auf dem Land beliebt, verlor zuletzt aber deutlich an Unterstützung. Er gilt als Strippenzieher, der weiterhin Thailands Politik beeinflusst. Thailand Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Thailand: Ex-Premier Thaksin vorzeitig aus Haft entlassen | 11.05.2026 | 12:52 Uhr
Lokaler Sport
Barcelona feiert den Titel und Hansi Flick
Zweite Meisterschaft für Flick Barcelona feiert den Titel und Hansi Flick Stand: 11.05.2026 • 13:17 Uhr Hansi Flick erlebte im Camp Nou einen der emotionalsten Tage seiner Karriere. Mit dem FC Barcelona gewann er den 29. Meistertitel der Vereinsgeschichte - nachdem sein Vater kurz vor dem Spiel verstorben war. Die Spieler des FC Barcelona warfen ihren Erfolgstrainer in die Höhe, über dem Camp Nou erhellte Feuerwerk den Himmel. Dabei hatte Flick einen sehr schweren Tag hinter sich. Kurz vor der Partie war sein Vater verstorben. "Es ist ein harter Tag, den ich nie vergessen werde. Mein Team ist fantastisch, ich liebe es, es ist wie eine Familie für mich", sagte der Ex-Bundestrainer tief bewegt, nachdem er sich für das Siegerfoto ein Lächeln abgerungen hatte. "Ich bin stolz, es ist großartig, in diesem Stadion gegen Real Madrid im Clásico den Titel zu gewinnen." Hansi Flick - "Was sie getan haben, war unglaublich" Sportschau Fußball, Das Erste, 11.05.2026 • 11:32 Uhr Nach den bewegenden Worten verschwand Flick im Kreis seiner Spieler, die ihn in den Arm nahmen. "Dieser Sieg ist für die gesamte Familie Flick. Er gehört ihnen", betonte Innenverteidiger Pau Cubarsi. Dem schloss sich Eric García an. "Es war ein harter Tag für den Trainer und für alle. Wir sitzen alle im selben Boot", betonte er und lobte Flick zudem für dessen Arbeit: "Wir haben einen Trainer, der uns zu Höchstleistungen anspornt." Beide Mannschaften hatten zu Ehren von Flicks Vater mit Trauerflor gespielt. Vor dem 264. Duell der Rivalen wurde eine Schweigeminute gehalten. Flick kämpfte mit den Tränen, die Fans riefen seinen Namen. Barca hatte am Sonntag ausgerechnet im Clásico gegen den Erzrivalen Real Madrid den Titel perfekt gemacht. Beim 2:0-Erfolg im Camp Nou schossen Marcus Rashford und Ferran Torres die Tore für die Katalanen. In der Tabelle liegt Barca drei Spieltage vor Schluss mit 14 Punkten Vorsprung uneinholbar vorne. 35. Spieltag Pfeil rechts Starker Endspurt in der Liga Die Meisterschaft hat sich Barca vor allem dank eines beachtlichen Endspurts gesichert. Seit Mitte Februar hat das Flick-Team in der Liga nur Siege eingefahren - jetzt sind es elf in Serie. Insgesamt gab es bisher nur vier Niederlagen in der Liga. Die bis dato letzte gab es beim 1:2 beim FC Girona. Barca hat in La Liga bisher die meisten Tore geschossen (91) und die wenigsten kassiert (31). Copa del Rey und Champions League: Angstgegner Atlético Eitel Sonnenschein über der katalanischen Metropole? Nicht ganz. Denn es gab auch Niederlagen, und die taten dann richtig weh. Zum Double, wie in der vergangenen Saison, reichte es nicht. Das stand schon fest, als man Anfang März im Halbfinale der Copa del Rey an Atlético Madrid scheiterte und dabei im Hinspiel eine krachende 0:4-Pleite einstecken musste. Dass das Team zuvor im Januar mit einem spektakulären 3:2-Sieg gegen Real Madrid die Supercopa gewonnen hatte, war da wohl nur ein schwacher Trost. Atletico Madrids Julian Alvarez (v.) bejubelt sein Freistoßtor in Barcelona Und auch in der Champions League gelang wieder nicht der große Wurf. Im April war im Viertelfinale Schluss, erneut hatte Flicks Elf gegenüber Atlético das Nachsehen. Im Vorjahr hatte es immerhin für das Halbfinale gereicht. Vor elf Jahren holte sich Barcelona zum bisher letzten Mal die europäische Krone - eine lange Zeit. In der Königsklasse geht der Blick nach vorne "Natürlich sind wir enttäuscht. Die Champions League zu gewinnen, ist ein Traum. Nächste Saison werden wir besser sein", sagte Flick: "Wir hatten viele Chancen, konnten sie aber nicht verwerten." Die Spieler nahmen das Scheitern als Ansporn. "Es ist nie gut, im Viertelfinale auszuscheiden. Wir wollen den Titel holen", sagte Mittelfeldspieler Frenkie de Jong. In der Champions League komme es jedoch "auf die Details an, und man braucht auch ein bisschen Glück. Wenn wir so weitermachen, muss es irgendwann mal klappen." Barcelonas Transferausgaben wieder sehr gering Dabei muss man zumindest auch Hansi Flick zugute halten, dass er aufgrund finanzieller Engpässe seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren nicht auf die große Shoppingtour gehen konnte. 30 Millionen Euro gab Barcelona vor der Saison auf dem Transfermarkt aus, das meiste davon für Torwart Joan García. Auch in den Jahren zuvor war es nur unwesentlich mehr. Zum Vergleich: Real Madrid pumpte vor dieser Saison 167 Millionen Euro in den Spielermarkt. Hansi Flick Doch die "Königlichen" hatten ihren eigenen Probleme. Schon Mitte Januar trennte sich der Klub von Trainer Xabi Alonso. Unter seinem Nachfolger Alvarao Arbeola ging das Team am Ende leer aus und blieb ohne Titel. Die Meistertrophäe kann sich Hansi Flick also ans Revers heften - verbunden mit der Genugtuung, den Titel gegen Real bejubelt zu haben. Vielleicht wird es ja in den kommenden Jahren wieder mehr. Der frühere deutsche Nationalcoach denkt über die Verlängerung seines 2027 auslaufenden Vertrags bis 2028 nach. Danach will er seine Karriere beenden. Quelle: mick/vdv Fußball La Liga FC Barcelona Dieses Thema im Programm: sportschau.de | Barcelona krönt sich gegen Real Madrid zum Meister | 10.05.2026 | 23:09 Uhr
Lokale Agenda
Söder und Schwesig raten von Entlastungsprämie ab
Bundesländer zu Regierungsvorhaben Forderung nach "großem Wurf" statt Entlastungsprämie Stand: 11.05.2026 • 13:12 Uhr Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Schwesig, hat der geplanten Entlastungsprämie erneut eine Absage erteilt. Ähnlich äußerte sich Bayerns Länderchef Söder. Der erntet als Miturheber der Pläne dafür aber auch Kritik. Nach dem Veto des Bundesrates wird die Wahrscheinlichkeit, dass es für Arbeitnehmer eine sogenannte Entlastungsprämie geben könnte, immer geringer. Neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) sieht auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), keine Chancen, dass das Vorhaben der Bundesregierung noch umgesetzt werden kann. Beide plädierten dafür, stattdessen eine Einkommensteuerreform anzugehen. Die Bundesregierung hatte geplant, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten bis 30. Juni 2027 freiwillig bis zu 1.000 Euro steuerfrei zahlen können. Die Zahlung sollten sie als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen können, somit wäre der Staat zumindest zum Teil an der Entlastungsprämie beteiligt. Der Bundesrat hatte das Vorhaben am Freitag allerdings gestoppt. Nur vier von 16 Ländern stimmten zu: Niedersachsen, Bremen, Hamburg und das Saarland - alles SPD-geführte Länder. Die Länder kritisierten vor allem die Kosten der Prämie und deren Verteilung. Die von ihr verursachten Steuerausfälle müssten zu fast zwei Dritteln von Ländern und Kommunen getragen werden. Auch aus der Wirtschaft hatte es viel Kritik an der Prämie gegeben, schließlich müsste sie von den Arbeitgebern gezahlt werden. 09.05.2026 Debatte über Entlastungen Wie geht es weiter nach dem Nein zur 1.000-Euro-Prämie? War es das für die Entlastungsprämie? Die Regierung sucht bereits nach Lösungen und Alternativen. mehr Söder sieht kaum noch Chancen Bayerns Ministerpräsident Söder hatte die Entlastungsprämie im Koalitionsausschuss selbst mitverhandelt, sie im Bundesrat dann aber nicht unterstützt. Im Bericht aus Berlin sagte er: "Ich glaube, die ist vom Tisch." Sie sei eine "gut gemeinte Idee" gewesen, dann aber in der Wirtschaft auf großen Widerstand gestoßen. Der Steuerausfall wäre nach seinen Worten bei fast allen Ländern so hoch gewesen, dass keines mehr eine Chance gesehen habe, zuzustimmen. "Mein Rat ist dringend, davon abzulassen." Das Geld solle man lieber in eine gute Einkommensteuerreform stecken. Hier zeigte er seine Bereitschaft zu Kompromissen bei den "ganz großen Einkommen". Da könne man aus sozialer Gerechtigkeit durchaus Bewegung zeigen. Zugleich kritisierte er den Begriff Spitzensteuersatz als verwirrend. Der trete ja ab 70.000 Euro ein und treffe Handwerker und Mittelständler. Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender, zu möglichen Entlastungen Bericht aus Berlin, Das Erste, 10.05.2026 • 18:00 Uhr Schwesig fordert "großen Wurf" bei Steuerreform Auch Schwesig sprach sich dagegen aus, das Vorhaben der Prämie weiterzuverfolgen. "Also ich rate der Bundesregierung, das vom Tisch zu nehmen und lieber gleich den richtigen großen Wurf zu machen", sagte sie in der ARD-Sendung Caren Miosga. Nötig sei eine Steuerreform, die vor allem kleine und mittlere Einkommen bis 3.000 Euro entlasten würde. Dabei wäre die Entlastung dauerhaft und würde auch bei allen ankommen. 08.05.2026 Entlastungsprämie im Bundesrat gestoppt Erleichtert über die "Notbremsung" Wirtschaftsverbände haben sich erleichtert über den Stopp der Entlastungsprämie gezeigt. Doch es gibt auch Kritik. mehr Özdemir: Regierung muss mit einer Stimme sprechen Der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Cem Özdemir (Grüne), forderte die schwarz-rote Bundesregierung eindringlich dazu auf, bei Reformvorhaben an einem Strang zu ziehen. "Wir sind bereit, bei Steuerreform, bei Rentenreform mit anzupacken, aber die Regierung muss jetzt mal bitte schön mit einer Stimme sprechen", sagte er im Bericht aus Berlin. Auf die Frage, wie so eine Einkommensteuerreform gelingen solle, wenn die Länder nicht bereit seien, auf eigene Einnahmen zu verzichten, sagte Özdemir: "Klar, man muss die Situation der Kommunen betrachten. Die sind mit dem Rücken an der Wand. Darüber wird man mit Berlin auch reden müssen." Aber breite Schichten der Bevölkerung, insbesondere der Mittelstand, bräuchten eine Entlastung. Die müsse vernünftig gegenfinanziert werden. Kritik an Söders Absage Bundesjustizministerin Stefanie Hubig wies in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv darauf hin, dass Söder die Prämie zuvor im Koalitionsausschuss selbst mitbeschlossen habe. "Ich weiß nicht, ob es am Ende einer entscheidet - der auch noch bei den Verhandlungen mit dabei war - das muss man ja mal sehen", sagte die SPD-Politikerin. Vielmehr müsse nach dem Bundesratsbeschluss jetzt miteinander geredet werden, wie man damit umgehe. Thema Entlastungen weiter auf der Tagesordnung Ob die Bundesregierung nun den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen will, um einen Kompromiss zu finden, ist bislang unklar. Am Dienstag wird das Thema Entlastungen im schwarz-roten Koalitionsausschuss diskutiert. Äußerungen aus der Koalition deuteten darauf hin, dass dann auch die geplante Einkommensteuerreform eine Rolle spielen dürfte. "Morgen Abend stecken wir intern die Köpfe zusammen und dann werden wir eine Entscheidung treffen, wie das weitere Vorgehen sein wird", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Ziel der SPD sei es, die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. "Welches Instrument jetzt auf den Tisch kommt, das wird morgen Thema sein." Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, zur Mitte der Legislaturperiode die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen zu senken. Verabredet ist aktuell, dass eine entsprechende Steuerreform zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt, die konkreten Pläne und Details dafür liegen aber noch nicht vor. Dietrich Karl Mäurer, ARD Berlin, tagesschau, 11.05.2026 • 06:54 Uhr Entlastungen Söder Schwesig Koalition Bundesregierung Dieses Thema im Programm: Das Erste | Morgenmagazin | 11.05.2026 | 06:00 UhrRBB24 Inforadio | Nachrichten | 11.05.2026 | 06:08 UhrDas Erste | Bericht aus Berlin | 10.05.2026 | 18:00 UhrDas Erste | Caren Miosga | 10.05.2026 | 21:45 Uhr
Technologie
Insider zur Vision Pro: Keine neue Hardware in den kommenden zwei Jahren
Wie geht es weiter mit der Vision Pro? Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman ist das teure Mixed-Reality-Headset mit (sehr) hoher Auflösung bei Apple zwar noch nicht endgültig beerdigt, wie manche Beobachter vermutet haben. Doch die Arbeit gehe nur noch langsam voran, nachdem Apple Teams aufgelöst beziehungsweise Mitarbeiter in andere Abteilungen versetzt hat, schreibt Gurman in seinem Newsletter vom Sonntag. Weiterlesen nach der Anzeige Pflege auf Sparflamme, keine Einstellung Die Arbeit an einem stark verbesserten neuen Headset soll Apple „depriorisiert" haben – zumindest auf absehbare Zeit. Es sei aber denkbar, dass ein weiteres Modell in den kommenden zwei Jahren erscheint. Die Arbeit an starken Verbesserungen, etwa einer (deutlich) leichteren Hardware und/oder einem integrierten Akku („Vision Air“) soll Apple jedoch zunächst aufgegeben haben. Videos by heise mehr Videos c't 3003 heise & ct Peertube Die Software- und Technikseite des Projekts ist aber keineswegs aus der Welt. Apple sieht visionOS demnach als Grundlage für künftige Smartglasses mit Bildschirm, die weiterhin „hohe Priorität“ für Apple haben sollen. visionOS 27 werde jedoch nur wenig Neuerungen bekommen. Die weitere Pflege ist aber sichergestellt, auch um Kunden, die 3700 Euro und mehr investiert haben, nicht zu enttäuschen. Ternus war kein Fan, will aber Smartglasses Interessant: Apple sucht über seine Jobs-Website nach wie vor Menschen, die an visionOS und Mixed Reality arbeiten – sowie an Vision-Pro-Hardware. Allerdings soll letzteres eine Finte sein, denn Apple macht keine Angaben zu künftigen Smartglasses mit Bildschirm. Das heißt: Vision-Pro-Bewerber könnten auch auf solche Projekte angesetzt werden. Apples nächster CEO, John Ternus, soll laut dem Bericht kein großer Fan des Headsets gewesen sein, sieht aber das Thema Smartglasses ebenfalls als wichtig an. Denkbar ist außerdem, dass neue Technologien und Materialien, an denen Apple parallel forscht, dazu führen könnten, dass die Vision Pro leichter und billiger wird. Viele von Apples Topmanagern, so Gurman, hätten die Vision Pro in ihrer aktuellen Inkarnation bereits „abgeschrieben“ – aufgrund des Preises und des Gewichts. „Sie glauben aber an Brillen und dass die Vision Pro ein Sprungbrett für diese Vision ist.“ Das sind letztlich gute Nachrichten für Besitzer des Headsets, doch Neukäufer dürfte das kaum anlocken. Immerhin: visionOS 27 soll auch die neuen KI-Funktionen bekommen, die mit iOS 27 und Co. erwartet werden. Weiterlesen nach der Anzeige Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen. Preisvergleiche immer laden Preisvergleich jetzt laden Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. (bsc)
Globale Agenda
Christian Schmidt - Hoher Repräsentant für Bosnien gibt auf
https://p.dw.com/p/5DZnKWar seit August 2021 der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina: Christian Schmidt (68) Bild: Antonio Bronic/REUTERSAnzeigeDer Hohe Repräsentant der internationalen Staatengemeinschaft für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, hat seinen Rücktritt angekündigt. Nach fast fünf Jahren im Amt werde der Politiker der konservativen bayerischen Partei CSU "seinen Dienst für die Umsetzung des Friedensprozesses in Bosnien-Herzegowina beenden", teilte sein Büro in Sarajevo (OHR) mit. Schmidt wolle allerdings so lange im Amt bleiben, bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger bestimmt sei. Zu den Gründen der "persönlichen Entscheidung" des früheren deutschen Landwirtschaftsministers machte das OHR keine näheren Angaben. Dayton und die Folgen des Bosnienkriegs Das Amt des Hohen Repräsentanten gilt als eines der mächtigsten internationalen Aufsichtsposten Europas. Es wurde durch das Dayton-Abkommen geschaffen, das 1995 den Bosnien-Krieg beendete. In dem Krieg zwischen bosnischen Serben, Kroaten und Bosniaken kamen mehr als 100.000 Menschen ums Leben. Die Verbrechen an Zivilisten, Frauen und Kindern werden heute weitgehend als Völkermord anerkannt. Gespaltenes Land: Bosnien-Herzegowina und der Dayton-FriedenTo view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that supports HTML5 video Das Dayton-Abkommen teilte Bosnien-Herzegowina in zwei weitgehend autonome Landesteile: die bosniakisch-kroatische Föderation sowie die überwiegend serbisch bewohnte Republika Srpska. Verbunden werden beide nur durch eine vergleichsweise schwache Zentralregierung. Bis heute ist das Zusammenleben der Volksgruppen von tiefem Misstrauen und politischen Spannungen geprägt. Konflikt mit Separatistenführer Dodik Der Hohe Repräsentant überwacht die Einhaltung des Friedensvertrags und verfügt über außergewöhnlich weitreichende Vollmachten. Er kann Gesetze erlassen oder außer Kraft setzen, Regierungsentscheidungen annullieren und gewählte Amtsträger absetzen. Schmidt nutzte diese Befugnisse mehrfach, insbesondere gegen den bosnisch-serbischen Politiker Milorad Dodik. Dodik, Vorsitzender der Regierungspartei SNSD und lange Präsident der Republika Srpska, treibt seit Jahren die Abspaltung des serbischen Landesteils vom bosnischen Gesamtstaat voran. Zahlreiche Gesetze der Republika Srpska, die auf eine schrittweise Loslösung zielten, wurden von Schmidt aufgehoben. Im Sommer 2025 wurde Dodik wegen separatistischer Aktivitäten von einem Gericht in Sarajevo als Präsident der Republika Srpska abgesetzt. Dennoch gilt er weiterhin als dominierende politische Figur des serbischen Landesteils. Schmidts Gegenspieler: Milorad Dodik (Archivfoto)Bild: Amel Emric/REUTERS Dodik hatte Schmidt immer wieder scharf angegriffen, dessen Legitimität infrage gestellt und ihn als Bedrohung für die Republika Srpska bezeichnet. Zugleich pflegt der bosnische Serbenführer enge Beziehungen zu Russland. Schmidt wiederum kündigte mehrfach an, alle ihm zur Verfügung stehenden "politischen Instrumente" einzusetzen, um Bosnien-Herzegowina zu einem besser funktionierenden und stärker an die Europäische Union gebundenen Staat zu machen. Berichte über Druck aus Washington Besonders brisant sind Berichte über möglichen Druck aus den USA auf Schmidt. Mehrere Medien sowie diplomatische Quellen berichten, die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe den Rücktritt des Deutschen forciert. Das bosnische Nachrichtenportal "avaz.ba" schrieb unter Berufung auf diplomatische Kreise, Schmidt habe sich auf Drängen Washingtons zum Rückzug entschlossen. Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, der Rücktritt sei offenbar nicht ganz freiwillig erfolgt. Der Analyst Adnan Cerimagic von der European Stability Initiative erklärte, in diplomatischen Kreisen sei seit Monaten bekannt gewesen, "dass die Trump-Administration massiven Druck auf Christian Schmidt ausgeübt hat". Mit Unterstützung der vorherigen Biden-Regierung habe Schmidt seine Vollmachten "intensiv genutzt". Jahrelang hätten die USA diese Machtfülle als notwendig betrachtet, um Bosnien vor russischem Einfluss und serbischem Nationalismus zu schützen. "Nun sieht man in Washington offenbar andere Prioritäten", sagte Cerimagic. Dass Washington zunächst die weitreichenden Vollmachten des Hohen Repräsentanten gegen Dodik unterstützt habe und nun selbst Schmidts Sturz betreibe, zeige, dass das Amt inzwischen zu einem "geopolitischen Instrument geworden" sei. Neue Nähe zwischen Trump-Lager und Dodik Tatsächlich hat die Trump-Regierung zuletzt ihre Haltung gegenüber Dodik deutlich verändert. Die von der vorherigen US-Regierung verhängten Sanktionen gegen ihn und Angehörige seiner Familie wurden aufgehoben. Gleichzeitig intensivierten Personen aus Trumps Umfeld ihre Kontakte zur Republika Srpska. Donald Trump Jr. besuchte jüngst die Hauptstadt Banja Luka. Auch der frühere Sicherheitsberater Michael Flynn setzt sich Medienberichten zufolge für die Interessen der Republika Srpska ein und wird dort Ende Mai zu einer Konferenz erwartet. Zu Gast in der Republika Srpska: Donald Trump Jr. im April in Banja LukaBild: Dragan Maksimović/DW Hinter der Annäherung Washingtons an Dodik könnten wirtschaftliche Interessen stehen. Berichten zufolge unterstützt der bosnische Serbenführer Pipeline- und Gaskraftwerksprojekte, die von Geschäftsleuten aus dem Umfeld der Trump-Familie vorangetrieben werden. Nach unbestätigten Informationen des bosnischen Portals "istraga.ba" sollen amerikanische Stellen Schmidt sogar mit Sanktionen gedroht haben, falls er nicht zurücktrete. Schmidts umstrittene Bilanz Schmidts Bilanz bleibt deshalb hoch umstritten. Sein Büro verwies in der Rücktrittserklärung auf "bedeutende Fortschritte" beim Aufbau eines funktionierenden Staates. Gleichzeitig habe Bosnien-Herzegowina weiterhin einen langen Weg vor sich, insbesondere mit Blick auf seine "euro-atlantischen Bestrebungen". Dafür brauche das Land weiterhin die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und das Amt des Hohen Repräsentanten. Von vielen Bürgerinnen und Bürgern habe er "außergewöhnliche Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Unterstützung" erfahren, erklärte Schmidt. Seine Kritiker sehen das jedoch anders. Während Unterstützer ihn als Verteidiger der staatlichen Ordnung und des Dayton-Systems betrachten, werfen Gegner ihm vor, demokratische Prozesse durch internationale Eingriffe ersetzt und die politische Abhängigkeit Bosnien-Herzegowinas weiter vertieft zu haben. pgr/wa (dpa, kna, afp) Anzeige
Technologie
Monatlich kündbar: Der beste Handyvertrag im Mai – 30 GB Telekom-Netz für 10 €
2015 startete Lenz mit einem Volontariat bei der Evernine Group ins Berufsleben. Nach 2 Jahren Chefredaktion wechselte er 2019 zu heise Medien. Hier ist er Experte für Deals und Handytarife. Außerdem ist er das Gesicht unseres TikTok-Channels.
Wir zeigen die besten monatlich kündbaren Handytarife im Mai 2026: 30 GB im Telekom-Netz für 10 Euro und 80 GB im Vodafone-Netz für 12 Euro.
Unsere Übersicht zeigt die derzeit besten Tarife des Monats – handverlesen und mit Hinweis auf Haken und Kostenfallen. Wir staffeln sie nach Preisstufen bis 5, 10, 20 und 30 Euro. Einige der hier gezeigten Tarife bieten sogar unlimitiertes Datenvolumen an – sofern O2 am eigenen Standort ausreichend gut ausgebaut ist. Alternativen in den Netzen von Telekom und Vodafone zeigen wir an anderer Stelle im Tarifrechner.
Alle hier gezeigten Tarife sind monatlich kündbar und SIM-only, also ohne Smartphone. Pro Preiskategorie zeigen wir das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im jeweiligen Netz. Zudem recherchieren wir zur Download-Geschwindigkeit sowie Kostenfallen wie Datenautomatik. Bei allen Angeboten ist eine Rufnummernmitnahme möglich. Genauere Details dazu gibt der Anbieter bei Tarifabschluss.
Hierbei handelt es sich um eine Auswahl der aktuell besten Tarife. Es kann vorkommen, dass es in den vergangenen Monaten schon einmal bessere Deals gab.
Im Rahmen von Waipu.tv Ostertainment gibt es jetzt 12 Monate lang das Perfect Plus Abo mit HBO Max Basis (mit Werbung) im Jahrespaket für nur 6,99 Euro im Monat anstatt 17,99 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von über 60 Prozent und 11,00 Euro monatlich oder über 130 Euro im ersten Jahr.
Wer sich nicht sicher ist, ob er im O2-Netz guten Empfang hat, kann das Netz kostenlos ausprobieren. O2 bietet eine kostenfreie Test-SIM. Der Tarif bietet für einen Monat gratis unbegrenztes 5G-Datenvolumen (max. 300 MBit/s) sowie Telefonie- und SMS-Flat. Eine Nutzung der Testkarte als eSIM ist ebenfalls möglich. Nach der Testphase endet der Tarif automatisch. Weitere Kosten fallen nicht an.
Im 1&1-Netz bekommt man einen vollwertigen Handytarif mit monatlich 3 GB für 0 Euro. Eine Telefonie-Flat ist inklusive, eine Anschlussgebühr gibt es nicht. Den Tarif kann man sich über die GMX-App holen – Achtung, nur eSIM. Hierzu benötigt man einen Gratis-Mail-Account. Im Anschluss erscheint in der App im Menü der Punkt „Freephone“. Damit die SIM kostenfrei bleibt, gibt es eine Anforderung seitens GMX: „Dauerhaft kostenlos bei aktiver GMX Mail-App-Nutzung – 10 Aufrufe der App im Monat“.
Im Telekom-Netz bietet die Telekom selbst den besten Tarif. Hier gibt es bei Magentamobil Prepaid S 1 GB (max. 300 MBit/s) im 5G-Netz samt Telefon-Flatrate innerhalb des Telekom-Netzes und 50 Freiminuten in andere Netze. Der Tarif kostet rund 5 Euro alle vier Wochen. 10 Euro gibt es als Wechselbonus.
Im O2-Netz bekommt man bei Lebara 20 GB 5G (max. 50 MBit/s) für 5 Euro alle vier Wochen. Flatrates für SMS und Telefonie sind mit dabei, der Anschlusspreis liegt derzeit bei 1 Euro.
Im O2-Netz führt Simyo mit seinem Deal. Hier gibt es 50 GB (max. 50 MBit/s) im 5G-Netz für monatlich 10 Euro. Flatrates für SMS und Telefonie sind dabei. Der Anschlusspreis liegt derzeit bei 0 Euro. Alternativ gibt es 25 statt 20 GB 5G (max. 50 MBit/s) für monatlich 7 Euro.
Fraenk bietet 25 GB mit 5G (max. 50 MBit/s) im Telekom-Netz für 10 Euro im Monat. Eine Rufnummernmitnahme ist möglich, Flatrates für SMS und Telefonie sind dabei. Der Anschlusspreis liegt bei einmalig 0 Euro.
Im Vodafone-Netz bietet Simon Mobile den besten Deal: ab 10 Euro gibt es 50 GB (max. 150 MBit/s) mit 5G bei Rufnummernmitnahme aus ausgewählten Netzen. Neben Flatrates für SMS und Telefonie ist auch Wi-Fi-Calling dabei. Einen Anschlusspreis gibt es nicht.
Im 1&1-Netz (mit National Roaming im Vodafone-Netz) gibt es bei Sim24 50 GB 5G (max. 50 MBit/s) für 10 Euro samt Flatrate für Telefonie und SMS. Der Anschlusspreis liegt bei 10 Euro.
150 GB (max. 50 MBit/s) 5G gibt es im O2-Netz bei Lebara für monatlich 17 Euro inklusive Flatrates für SMS und Telefonie. Der Anschlusspreis liegt bei 1 Euro. Bei Rufnummernmitnahme erhält man 30 Euro Bonus.
Bei Fraenk im Telekom-Netz gibt es derzeit mindestens 45 GB (max. 50 MBit/s) im 5G-Netz der Telekom für 15 Euro im Monat. Durch die Aktion „Fraenk for Friends“ lässt sich das Datenvolumen dauerhaft erhöhen. Es können bis zu 20 Freunde geworben werden, pro erfolgreicher Empfehlung gibt es dauerhaft 5 GB zusätzlich.
Bei Simon Mobile im Vodafone-Netz bekommt man 100 GB 5G (max. 150 MBit/s) für 19 Euro. Einen Anschlusspreis gibt es nicht, dafür aber Flatrates für SMS und Telefonie.
Im 1&1-Netz (gestützt durch Vodafone) bietet Big SIM einen Vertrag mit Unlimited On Demand im 5G-Netz (max. 50 MBit/s) für monatlich 15 Euro samt Flatrates für SMS und Telefonie. Der Anschlusspreis liegt bei einmalig 10 Euro. Der Tarif beinhaltet 50 GB Datenvolumen. On Demand kann man sich jederzeit 1 GB Datenvolumen dazubuchen, wenn die 50 GB aufgebraucht sind. Dies kann beliebig oft wiederholt werden.
Vodafone selbst hat hingegen die schnellste Internetgeschwindigkeit unter den monatlich kündbaren Tarifen. Im Tarif Callya Digital gibt es dauerhaft 100 GB im 5G-Netz mit maximal 300 MBit/s für 20 Euro. Es gibt Flatrates für SMS und Telefonie sowie 500 Freiminuten/SMS ins EU-Ausland. Gut zu wissen: Vodafone bucht alle vier Wochen und nicht monatlich ab, man zahlt also mehr als zwölf Beiträge pro Jahr. Einmalige Anschlusskosten gibt es nicht. Eine Kündigung ist monatlich mit einer Frist von einem Monat zur Vertragsverlängerung möglich.
Bei der Freenet-Marke Mega SIM bekommt man 300 GB 5G (max. 50 MBit/s) im O2-Netz samt Flatrates für SMS und Telefonie für 25 Euro im Monat. Der Anschlusspreis liegt aktuell bei 0 Euro.
Im Telekom-Netz führt Congstar mit seiner Allnet Flat L. Sie bietet 150 GB im LTE-Netz (max. 50 MBit/s) für 29 Euro – zuletzt waren es 100 GB. Pro Jahr als Kunde gibt es pro Monat dauerhaft 10 GB mehr. Der Anschlusspreis liegt aktuell bei 0 Euro. Es gibt Flatrates für SMS und Telefonie.
Im Netz von Vodafone bietet Simon Mobile derzeit einen Aktionstarif mit 250 statt 200 GB 5G (max. 150 MBit/s) für 25 Euro im Monat an. Flatrates für SMS und Telefonie sind inkludiert. Der Anschlusspreis liegt bei 0 Euro.
Wer ein neues Smartphone sucht, wird bei uns ebenfalls fündig. Unsere Bestenlisten vergleichen Mobilgeräte unterschiedlicher Preisklassen. Wir aktualisieren diese regelmäßig.
Einen Überblick zu den beliebtesten Smartphones gibt unser Preisvergleich:
Monatlich kündbare Tarife bieten eine höhere Flexibilität gegenüber Laufzeitverträgen. Dafür sind Laufzeitverträge häufig beim Angebot attraktiver. Einen der besten Verträge gab es im November 2021 sowie im Mai 2022 von Freenet (ehemals Mobilcom-Debitel). Hier konnte man sich 50 GB im Vodafone- oder Telekom-Netz für monatlich 15 Euro mit LTE sichern; inklusive Flatrates für Telefonie und SMS.
Unter den monatlich kündbaren Tarifen sind beim Thema Preis-Leistung unserer Ansicht nach Simyo und Happy SIM im O2-Netz sowie Simon Mobile, Sim24 und Dr. SIM im Vodafone-Netz und Fraenk im Telekom-Netz besonders gut.
Je nach Wohnort in Deutschland kann das Netz ganz unterschiedlich ausfallen. In München ist beispielsweise O2 im Innenstadtbereich hervorragend, in der U-Bahn und am Stadtrand aber nicht brauchbar. Vodafone bietet deutschlandweit eine hohe Abdeckung, ebenso wie das Netz der Telekom. Wer wirklich sichergehen will, ob das Netz am gewünschten Standort verlässlich funktioniert, findet beim jeweiligen Anbieter immer eine Karte zur Netzabdeckung. Zudem sollte man Freunde und Familie um Rat fragen, ob sie im gewünschten Netz einen guten Empfang haben.
Gleiches gilt grundsätzlich auch für das neue 1&1-Netz. Marken aus dem Unternehmen wie Winsim.de, Sim24.de & Co. werben mit günstigen Preisen um neue Kunden. Wir haben einige Leserbriefe erhalten, und die Netzqualität wurde anfangs häufig kritisiert. Wir selbst nutzen das 1&1-Netz seit November 2024 und können prinzipiell Entwarnung geben. In unseren Versuchen in München (sowie Umland), Berlin und der Bahnstrecke München-Berlin hatten wir stabilen Empfang.
Einige Tarife werden nicht nach Kalendermonat, sondern alle vier Wochen abgerechnet. Hier erfolgt die Rechnung alle 28 Tage, was in der Praxis etwas teurer ist. Man zahlt etwa 13 statt 12 Beiträge pro Jahr bei einer Abrechnung alle vier Wochen.
Was anbieterübergreifend passieren kann – plötzlich gibt es kein Netz. Die Anbieter sind oft zurückhaltend, man kommt nicht weiter. Über die Jahre haben wir ein paar Tipps gesammelt:
Von Gratis-SIM bis unlimitiertes Datenvolumen für 30 Euro: Bei den von uns recherchierten Mobilfunktarifen ist alles dabei. Richtig gut sind aus unserer Sicht die Angebote von Simon Mobile, Sim24 und Dr. SIM fürs Vodafone-Netz, von Fraenk fürs Telekom-Netz und von Mega SIM oder Happy SIM fürs O2-Netz.
Wichtig ist, die Netzabdeckung in den Bereichen zu prüfen, in denen man sich regelmäßig aufhält. Die Qualität des Empfangs kann sich bereits über kurze Distanzen deutlich verändern. Die hier vorgestellten monatlich kündbaren Tarife eignen sich gut, um bei Bedarf unkompliziert ein anderes Netz zu testen. Einen Überblick zu allen Handytarifen bietet unser Tarifrechner bei heise online.
Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.
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Lokaler Sport
Meister, Absteiger, Aufsteiger - Europas Fußball im Überblick
Überblick Von England bis Portugal Meister, Absteiger, Aufsteiger - Europas Fußball im Überblick Stand: 11.05.2026 • 12:25 Uhr Die europäischen Ligen gehen in ihre heißen Phasen. Einige Entscheidungen über Meister, Absteiger und Aufsteiger sind schon gefallen. Der Überblick. Bundesliga (Deutschland) Meister FC Bayern München Absteiger Aufsteiger Schalke 04 Bundesliga, Tabelle Pfeil rechts Premier League (England) Meister Chancen auf Meisterschaft FC Arsenal, Manchester City Absteiger FC Burnley, Wolverhampton Wanderers Aufsteiger Coventry City, Ipswich Town Premier League, Tabelle Pfeil rechts 10.05.2026 Gegentor in Nachspielzeit aberkannt Trossard und VAR-Dusel retten taumelndes Arsenal Der FC Arsenal hat auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 2004 einen Kampfsieg bei West Ham errungen. Der VAR rettete die "Gunners" in der Nachspielzeit. mehr La Liga (Spanien) Meister FC Barcelona Absteiger Aufsteiger La Liga, Tabelle Pfeil rechts 10.05.2026 Klarer Heimsieg gegen Real Krönung im Clásico - Barcelona feiert Meisterschaft Der FC Barcelona hat sich zum ersten Mal in einem Clásico zum spanischen Meister gekürt und feiert damit den zweiten Titel in Folge. Real Madrid steht vor einer weiteren titellosen Saison. mehr Serie A (Italien) Meister Inter Mailand Absteiger Hellas Verona, FC Pisa Aufsteiger FC Venedig, Frosinone Calcio Serie A, Tabelle Pfeil rechts 03.05.2026 Meister nach Sieg gegen Parma Dritter Titel seit 2021 - Inter wieder Italiens "Numero Uno" Parma Calcio war die letzte Hürde zum Meistertitel - und die war kein allzu großes Problem. Inter Mailand hat sich in der Serie A souverän vorzeitig den "Scudetto" gesichert. mehr Ligue 1 (Frankreich) Meister Chancen auf Meisterschaft Paris Saint-Germain, RC Lens Absteiger FC Metz, FC Nantes Aufsteiger ES Troyes AC Ligue 1, Tabelle Pfeil rechts Bundesliga (Österreich) Meister Chancen auf Meisterschaft Linzer ASK, Sturm Graz Absteiger Aufsteiger Bundesliga, Tabelle Pfeil rechts Super League (Schweiz) Meister FC Thun Absteiger Aufsteiger Super League, Tabelle Pfeil rechts 04.05.2026 Wie einst Kaiserslautern Aufsteiger FC Thun ist sensationell Schweizer Meister Dicke Überraschung in der Schweiz: Aufsteiger Thun sichert sich vorzeitig den Meistertitel und erhält Glückwünsche aus der Bundesliga. mehr Süper Lig (Türkei) Meister Galatasaray Absteiger Kayserispor, Karagümrük Aufsteiger Erzurumspor FK, Amed SK Süper Lig, Tabelle Pfeil rechts 09.05.2026 Entscheidung in der Süper Lig Doppeltes Hacken-Tor macht Galatasaray zum Meister Großer Jubel nach langem Zittern: Nach einer Vorlage mit der Hacke besorgte Victor Osimhen mit der Hacke das Siegtor für Galatasaray gegen Antalyaspor - und damit den Meistertitel für sein Team. mehr 04.05.2026 Brisanter Aufstieg Ein kurdischer Klub in der Süper Lig Amed SFK aus dem kurdisch geprägten Südosten der Türkei feiert den Aufstieg in die erste Liga - und stellt damit die Stimmung im Land auf den Prüfstand. mehr Eredivisie (Niederlande) Meister PSV Eindhoven Absteiger Heracles Almelo, NAC Breda Aufsteiger ADO Den Haag Cambuur Leeuwarden Eredivisie, Tabelle Pfeil rechts Primeira Liga (Portugal) Meister FC Porto Absteiger AVS Futebol SAD Aufsteiger Maritimo Funchal Primeira Liga, Tabelle Pfeil rechts Quelle: red Fußball
Lokale Wirtschaft
Jeder Neunte lebt in Deutschland in einer zu kleinen Wohnung
Statistisches Bundesamt Jeder Neunte lebt in einer zu kleinen Wohnung Stand: 11.05.2026 • 12:06 Uhr 2025 lebte ein signifikanter Teil der Bevölkerung von 11,7 Prozent in einer zu kleinen Wohnung. Noch viel größer ist aber der Anteil der Menschen mit zu großen Wohnungen. Einfache Lösungen gibt es nicht. Die Wohnungsnot in Deutschland bleibt weiter ein zentrales Thema. Sie hat sich 2025 weiter verschärft, wie das Statistische Bundesamt jetzt ermittelte. Danach leben 11,7 Prozent der Menschen in zu kleinen Wohnungen. Die Quote hat sich damit gegenüber 2024 weiter erhöht, als der Wert noch bei 10,2 Prozent lag. "Die Suche nach geeignetem und bezahlbarem Wohnraum wird für viele immer schwerer", so das Fazit der Statistiker. "Das gilt vor allem für jene, die mehr Platz brauchen." Wer besonders betroffen ist Betroffen seien vor allem Familien mit Kindern, Großstädter und Ausländer, so das Amt weiter. Konkret sind besonders Erwachsene mit ausländischer Staatsbürgerschaft ab 18 Jahren betroffen. Deren Anteil lag mit 30,8 Prozent fast fünfmal so hoch wie unter deutschen Staatsangehörigen (6,7 Prozent). Auch für Familien mit Kindern ist die Lage nicht einfach. 17,6 Prozent dieser Bevölkerungsruppe lebte 2025 in einer zu kleinen Wohnung. Unter den Haushalten mit Kindern waren zwei Erwachsene mit mindestens drei Kindern (32,1 Prozent) sowie Alleinerziehende und deren Kinder (29,6 Prozent) am stärksten von beengten Wohnverhältnissen betroffen. Erwachsene ohne Kinder lagen mit 7,2 Prozent hingegen unter dem Durchschnitt von 11,7 Prozent. Wenig überraschend ist der Wohnraum vor allem in der Stadt besonders knapp. So war der Anteil der Menschen in überbelegten Wohnungen in größeren Städten (16,9 Prozent) deutlich höher als in Vororten und kleineren Städten (9,6 Prozent) und dreimal so hoch wie in ländlichen Gebieten (5,5 Prozent). 09.05.2026 Insolvenzen im Baugewerbe Vom Traumhaus zur Bauruine Wenn ein Bauträger pleite geht, kann der Traum vom Eigenheim schnell zum Albtraum werden. mehr Auch viele unterbelegte Wohnungen Es gibt aber nicht nur zu wenig Wohnfläche, sondern auch zu viel - was für zusätzliche Anspannung am Wohnungsmarkt sorgt. Statistiker sprechen dann von einer Unterbelegung. Eine Wohnung hat danach mehr Zimmer, als der Haushalt nach EU-Kriterien eigentlich braucht. Wobei die EU-Kriterien nicht auf die Quadratmeter, sondern auf die Anzahl der verfügbaren Räume im Verhältnis zur Haushaltsgröße abstellen. Die EU-Definition berücksichtigt dabei neben einem Gemeinschaftsraum auch den Bedarf an eigenen Zimmern für Paare, einzelne Erwachsene sowie für Kinder je nach deren Alter. In ländlichen Gebieten in Deutschland lebte 2024 laut Eurostat fast die Hälfte der Menschen in unterbelegten Wohnungen. Für Deutschland liegen die Schätzungen bei rund 35 bis 45 Prozent der Bevölkerung, die in zu großen Wohnungen lebt. Wobei groß nicht unbedingt Luxus bedeuten muss - und oft auch nachvollziehbare, individuelle Gründe hat. So kostet den Statistikern zufolge eine kleinere Wohnung oftmals mehr als die alte Bestandsmiete. Der Umzug sei teuer und soziale Kontakte würde verloren gehen, was vor allem ältere Menschen betrifft. Eine Patentlösung gebe es also nicht, helfen würde aber, wenn mehr gebaut werden würde. Eine einfache Umverteilung greift nach Ansicht von Experten zu kurz und ist zudem politisch heikel. Kein deutsches Phänomen Beim Thema Wohnungsbelegung kommt auch die EU ins Spiel. Im EU-Durchschnitt lag die Überbelegungsquote mit 16,8 Prozent höher als in Deutschland (11,7 Prozent). In Rumänien (40,4 Prozent) und Lettland (38,9 Prozent) lebten anteilig die meisten Menschen in überbelegten Wohnungen, in Zypern (2,2 Prozent) und den Niederlanden (4,1 Prozent) die wenigsten. Ursula Mayer, HR, tagesschau, 11.05.2026 • 10:59 Uhr Wirtschaft Wohnungen Deutschland Statistik Statistisches Bundesamt Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Mehr Menschen in zu kleinen Wohnungen: 11,7 Prozent der Bevölkerung lebt in überbelegten Wohnungen | 11.05.2026 | 11:07 Uhr
Lokaler Sport
Sportschau Fußball Podcast: Acht Teams international?
podcast Kampf um die internationalen Plätze Die Liga gewinnt, wenn Freiburg verliert Stand: 11.05.2026 • 12:02 Uhr Der vorletzte Spieltag in der Bundesliga hat in vielen Tabellenregionen noch nicht für eine Entscheidung gesorgt. Spannend wird es am letzten Spieltag nicht nur im Kampf um den Klassenerhalt und um die Champions-League-Plätze. Auch wer auf Platz sieben steht - und vor allem, wer nicht - könnte am Ende für mehrere Teams wichtig werden. Von Anne Hilt und Alex Schlüter Nach dem historischen Einzug ins Europa-League-Finale am Donnerstag hatte der SC Freiburg am Sonntag die Chance, sich über die Liga auch für das internationale Geschäft der kommenden Saison zu qualifizieren. Platz sieben würde die Playoffs für die Conference League bedeuten. Durch die Niederlage der Freiburger beim Hamburger SV bleibt das Rennen weiter offen. Aber da ist ja auch noch eine weitere Chance. Freiburg in die Champions League, Augsburg nach Europa? Trotz 17 Punkten Rückstand auf Platz vier in der Bundesliga-Tabelle ist Freiburg nur einen Sieg davon entfernt, in der kommenden Saison Champions League zu spielen: Am 20. Mai geht es in Istanbul im Finale der Europa League gegen Aston Villa. Der Titelgewinn wäre gleichbedeutend mit der Teilnahme an der Königsklasse. Die Bundesliga könnte so aber einen Startplatz in der Conference League verlieren. Anders als beim DFB-Pokal-Sieger wird beim Gewinn eines internationalen Wettbewerbs nicht automatisch der Startplatz weitergegeben, wenn das Team schon über die Liga für Champions League, Europa League oder Conference League qualifiziert wäre. Einfacher gesagt: Gewinnt Freiburg die Europa League und landet unter den Top 7 in der Liga, wird es in der kommenden Saison trotzdem keine acht deutschen Starter in den europäischen Wettbewerben geben. Eintracht und Augsburg in Lauerstellung Für Eintracht Frankfurt und den FC Augsburg bedeutet das auch, sie müssen so oder so auf einen Patzer der Freiburger am letzten Spieltag gegen RB Leipzig hoffen, denn nur bis Platz sieben gibt es in der kommenden Saison Auswärtsfahrten durch ganz Europa. Beide Teams stehen punktgleich auf den Plätzen acht und neun. Frankfurt hat allerdings die deutlich bessere Tordifferenz. Trotzdem machen die Augsburger im Endspurt einen gefestigteren Eindruck. Video 11.05.2026 Bundesliga Update Augsburg oder Frankfurt - doch noch international? Durch den Patzer des SC Freiburg gegen den Hamburger SV am vergangenen Spieltag können sich Augsburg und Frankfurt noch Hoffnungen auf's internationale Geschäft machen. Alex und Anne vom Bundesliga Update bewerten die Situation. mehr "Da kommt grade viel Positives zusammen", findet Sportschau-Moderator Alex Schlüter im Podcast "Bundesliga Update" und spielt auf die Tore zum 1:0 und 3:1 der Augsburger gegen Borussia Mönchengladbach (Endstand 3:1) an: "Dieses Spiel war exemplarisch - allein, wenn man die Partie durch die Augen eines Michael Gregoritsch betrachtet. Wie richtig kann ein Mann stehen?" 11.05.2026 Hoffnung auf die Conference League Augsburg schlägt Gladbach im Trainingsmodus Der FC Augsburg hat keine großen Probleme mit passiven Gladbachern und darf weiter darauf hoffen, in der kommenden Saison international zu spielen. mehr "Augsburg in der Conference League könnte ich mir schon vorstellen", findet auch Podcast-Host Anne Hilt. In der aktuellen Folge des Bundesliga Updates diskutieren beide auch, ob der Vertrag von FCA-Trainer Manuel Baum, der noch bis Saisonende läuft, verlängert werden müsste: "Ich könnte mir vorstellen, dass die Entscheidung bei ihm liegt. Einen Job hat er nach der Saison auf jeden Fall." Bevor Baum im Dezember als Interimstrainer übernommen hat, war er Direktor Entwicklung beim FCA. "Es kann passieren, dass Frankfurt die Saisonziele komplett verpasst." Anders ist die Lage bei Eintracht-Trainer Albert Riera. Seine Frankfurter haben es nicht mehr in der eigenen Hand, ob sie mit den auch bei den Fans so beliebten internationalen Auswärtsfahrten planen können. Am letzten Spieltag geht es außerdem gegen den VfB Stuttgart, der aktuell beste Chancen auf eine Champions-League-Qualifikation hat. "Selbst wenn sie das noch irgendwie hinkriegen, wird Riera gehen", ist sich Alex Schlüter sicher. 09.05.2026 Die Eintracht-Niederlage in der Analyse Die Eintracht-Niederlage in der Analyse: Nun ja. Eintracht Frankfurt verliert auch in Dortmund. Der Einsatz stimmt zwar, aber die hausgemachten Probleme sind zu groß. Die Qualifikation für Europa könnte sich schon an diesem Wochenende erledigt haben. mehr Außerdem äußert er Unverständnis für die Verpflichtung des Trainers durch Markus Krösche, der doch eigentlich "immer die richtigen Leute" hole. "Ich glaube, sie wollten einfach zu sehr einen 'Anti-Toppmöller', weil sie dachten, das ist das, was die Mannschaft braucht", findet Anne Hilt. Nach dem letzten Spieltag könnte sich das als Irrtum rausstellen. Riera hatte die Mannschaft in einer Phase übernommen, in der die Frankfurter regelmäßig mindestens drei Gegentore kassierten. Seit Riera übernommen hat, mussten die Frankfurter nur noch gegen die Top-3-Teams den Ball aus dem eigenen Netz fischen. Trotzdem blieben die Erfolge häufig aus. Nur der auf der anderen Seite treffsicheren Offensive hat es die Eintracht zu verdanken, dass sie überhaupt noch von Europa träumen darf und sich nicht in ungemütlicheren Tabellenregionen befindet. Podcast 11.05.2026 Das Bundesliga Update - der Fußball Podcast Un-Heidenheimlich! So spannend war es noch nie im Tabellenkeller Nach dem 33. Spieltag in der Bundesliga ist der Kampf um den Klassenerhalt so spannend wie noch nie zuvor und auch um die internationalen Plätze ist die Ausgangslage noch völlig offen. All das besprechen Anne Hilt und Alex Schlüter in dieser Folge. mehr Kampf um den Klassenerhalt so spannend wie noch nie Drei Teams stehen vor dem letzten Bundesliga-Spieltag punktgleich am Tabellenende. Alex Schlüter verrät im Podcast, dass er live im Stadion dabei sein wird, wenn der FC St. Pauli (Platz 18) und der VfL Wolfsburg (Platz 16) im direkten Duell aufeinandertreffen. Sollte er Zeuge eines Unentschiedens werden, könnte der 1. FC Heidenheim (Platz 17) als lachender Dritter aus dem letzten Spieltag gehen und tatsächlich das Wunder "Klassenerhalt" noch wahr werden lassen. Wie es dazu kam? Auch das besprechen Anne Hilt und Alex Schlüter in der aktuellen Folge "Bundesliga Update". Das Bundesliga Update - jeden Donnerstag und Montag Das Bundesliga Update gibt es bei ARD Sounds, überall, wo es Podcasts gibt und auf dem Sportschau-Fußball-Kanal bei Youtube. Neue Folgen erscheinen donnerstagsnachmittags und montagsmorgens. Podcast 11.05.2026 Bundesliga und 2. Bundesliga Das Bundesliga Update - der Fußball Podcast Das Bundesliga Update Team versorgt Euch mit allem, was Ihr zur 1. und 2. Bundesliga wissen müsst - immer Donnerstags und Montags. mehr Quelle: red Fußball Bundesliga Update Dieses Thema im Programm: sportschau.de | Un-Heidenheimlich! So spannend war es noch nie im Tabellenkeller |11.05.2026 | 07:29 Uhr
Lokale Agenda
Schweiz und Österreich Top-Ziele für deutsche Auswanderer
Deutsche im europäischen Ausland Jüngere ziehen gern nach Österreich, Ältere nach Spanien Stand: 11.05.2026 • 11:43 Uhr Wer sich als Deutscher für ein Leben im europäischen Ausland entscheidet, wählt am häufigsten die Schweiz oder zunehmend auch Österreich. Auch Spanien ist beliebt - vor allem bei einer Altersgruppe. Die Schweiz ist weiterhin der beliebteste Wohnort von Deutschen im europäischen Ausland. Anfang vergangenen Jahres hatten dort 329.900 Deutsche ihren Wohnsitz, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Bielefeld oder Mannheim. Die Zahl der Deutschen in der Schweiz wächst seit Langem: Anfang 2025 hatten im Vergleich zum Vorjahr 6.300 mehr Deutsche ihren Wohnsitz in der Schweiz, das war ein Zuwachs um 1,9 Prozent. Innerhalb von zehn Jahren wuchs die Zahl der Deutschen um 10,7 Prozent beziehungsweise rund 32.000, so das Statistikamt. Noch schneller wächst sie derzeit in Österreich, das auf Platz zwei im Länderranking folgt. Dort lebten Anfang vergangenen Jahres rund 239.500 Deutsche, die damit dort die größte Ausländergruppe waren. Ihre Zahl hat im Vergleich zum Vorjahr um rund 6.700 oder 2,9 Prozent zugenommen. Binnen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Deutschen in Österreich um 40,5 Prozent. Viele ältere Menschen zieht es nach Spanien Auch Spanien bleibt ein beliebtes Ziel für deutsche Auswanderer: 131.800 Deutsche hatten dort Anfang 2025 ihren Wohnsitz. Innerhalb eines Jahres kamen den Statistikern zufolge 3.800 hinzu (plus 3 Prozent). Die Daten stammen von der EU-Statistikbehörde Eurostat sowie für die Schweiz vom nationalen Bundesamt für Statistik. Deutsche, die zugleich die Staatsangehörigkeit des Ziellandes haben, werden nicht als im Ausland wohnende Deutsche mitgezählt. Die Gründe, warum Deutsche in ein anderes Land ziehen, werden in der Statistik nicht erhoben. Im Falle von Österreich und der Schweiz dürfte neben dem attraktiven Arbeitsmarkt die Sprache eine gewichtige Rolle spielen. Erhoben wird allerdings das Alter der Menschen. Auffällig: In Österreich leben mehr jüngere Deutsche, in Spanien eher ältere. Dort war der Anteil der über 65-Jährigen mit knapp 27 Prozent doppelt so hoch wie in Österreich. Schweiz Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 10:00 Uhr
Globale Agenda
Deutsche Auswanderer im Ausland: Schweiz bleibt Top-Ziel
https://p.dw.com/p/5DZNQBild: Markus Keller/imageBROKER/picture allianceAnzeigeDie Schweiz bleibt der beliebteste Wohnort von Deutschen im europäischen Ausland, während Österreich und Spanien immer populärer werden. Anfang 2025 hatten rund 329.900 deutsche Staatsbürger ihren Wohnsitz in der Schweiz, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Deutschen stellen damit nach den Italienern die zweitgrößte Gruppe ausländischer Staatsangehöriger in der Schweiz. "Ihre Zahl steigt seit Langem", betonten die Statistiker. Im Vergleich zum Jahr zuvor betrug der Zuwachs 1,9 Prozent oder rund 6300 Personen. Innerhalb von zehn Jahren nahm die Zahl der Deutschen in der Schweiz um fast elf Prozent oder rund 32.000 Personen zu. Österreich wird immer beliebter Auf Platz zwei im Länderranking folgt Österreich. Dort lebten Anfang 2025 gut 239.500 deutsche Staatsbürger. Sie bildeten damit die größte Gruppe ausländischer Staatsangehöriger in der Alpenrepublik. Ihre Zahl wächst schneller als jene in der Schweiz. Der Zuwachs betrug 2,9 Prozent oder rund 6700 Personen. Binnen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Deutschen in Österreich um gut 40 Prozent oder 69.000 Personen.Hallstatt: Ein Ort wie aus dem MärchenTo view this video please enable JavaScript, and consider upgrading to a web browser that supports HTML5 video "Die Schweiz und Österreich grenzen beide an Deutschland", so die Erklärung der Statistiker für die Beliebtheit bei Auswanderern. "Zudem ist Deutsch dort Amtssprache, somit entfällt die Sprachbarriere." Spanien zieht vor allem ältere Deutsche an Auch in Spanien lebt mittlerweile eine große Gruppe deutscher Staatsbürger. Gut 131.800 Deutsche hatten dort ihren Wohnsitz. "Viele Jahre war die Zahl der Deutschen in Spanien rückläufig", so die Statistiker. "Erst seit 2022 ist wieder ein Zuwachs zu beobachten. 2025 stieg die Zahl der Deutschen im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent oder 3800 Personen. Anfang 2025 lebten dennoch rund 3000 weniger Deutsche in Spanien als zehn Jahre zuvor.Meer und Sonne lockt viele deutsche Auswanderer nach SpanienBild: Clara Margais/dpa/picture alliance Zu den Gründen für ein Leben im europäischen Ausland - ob Studium, Arbeit oder das Wetter - liegen den Statistikern keine Daten vor. Ein Blick auf die Altersstruktur im Vergleich von Spanien und Österreich zeigt: Liegt Österreich bei Studierenden und jüngeren Erwerbstätigen anteilig deutlich vorn, tritt mit dem 50. Lebensjahr offenbar eine Veränderung ein. Ab dem Zeitpunkt liegt der Bevölkerungsanteil der Deutschen, die ihren Lebensabend im sonnigen Spanien verbringen, deutlich höher als in der Alpenrepublik. Ältere Deutsche zieht es eher nach Spanien wegen der warmen TemperaturenBild: Chris Emil Janssen/picture alliance So gehörten in Österreich 13,3 Prozent der Deutschen zur Altersgruppe 65 und älter, in Spanien war der Anteil mit 26,8 Prozent fast doppelt so hoch. Die Daten stammen von der EU-Statistikbehörde Eurostat und vom nationalen Bundesamt für Statistik in der Schweiz BFS. Nicht für alle Länder lagen demnach aktuelle Zahlen vor. Deutsche, die auch die Staatsangehörigkeit des Wohnlandes haben, wurden nicht mitgezählt. as/wa (dpa, rtr, afp, kna) Anzeige
Technologie
EU-Markenstreit mit chinesischer Firma: Zitrone mit Apple-Logo verwechselbar
Damit der iPhone-Konzern seinen angebissenen Apfel als Logo behalten darf, muss er die Marke verteidigen. Dabei kommt es immer wieder zu Kuriositäten.
Lokale Wirtschaft
Kann ein europäisches Netzwerk die Social-Media-Riesen schlagen?
Europäischer Gegenentwurf Eine Alternative zu den Social Media-Riesen? Stand: 11.05.2026 • 11:40 Uhr Falschinformationen, Suchtgefahr, mangelnder Datenschutz: Die Kritik an sozialen Netzwerken ist groß. Es gibt zwar Alternativen - aber haben diese eine Chance? Ein neues Netzwerk aus Schweden geht andere Wege. Von Paula Protzen, ARD-Finanzredaktion Facebook, Instagram, TikTok, X: Große Plattformen dominieren den sozialen Austausch im Netz. Sie schreiben ihre eigenen Gesetze - und halten sich ungern selbst an bestehende. Seit Jahren versucht die Europäische Union (EU), ihnen Einhalt zu gebieten, doch das Vorgehen gleicht einem Katz-und-Maus-Spiel. Dem Kurznachrichtendienst X hat Techmogul Elon Musk nach seiner Übernahme im Jahr 2022 deutlich seinen Stempel aufgedrückt. Die Moderation von Inhalten wurde zurückgefahren, und der plattformeigene Bot ist schon öfter mit rechtsextremen und antisemitischen Aussagen aufgefallen. Jüngst verließen SPD, Grüne und Linke die Plattform in einer gemeinsamen Aktion. Dazu sagt die Autorin Aya Jaff gegenüber der ARD: "Wir schaffen es gerade nicht, auf einem europäischen Level diese Plattformen wirklich zur Verantwortung zu zwingen." Das sei ein großes Problem: Man habe die öffentliche Infrastruktur, also den Ort, wo kommuniziert wird, abgegeben. "Die gilt es jetzt, zurückzugewinnen." 11.12.2025 Verhältnis zu den USA Warum bleibt die Bundesregierung auf X? Der Eigentümer von X äußert sich immer wieder radikal - zuletzt wetterte Musk gegen die EU. mehr Alternativen gibt es schon Auch bei Nutzerinnen und Nutzern wächst der Unmut gegen die großen Plattformen. Aber: "Der Wert einer Plattform hängt ganz maßgeblich, davon ab, ob Leute, die einen interessieren, auf dieser Plattform sind", sagt Medienforscher Leonhard Dobusch von der Universität Innsbruck im Gespräch mit tagesschau.de. Eine etablierte Plattform abzulösen sei schwierig. Mastodon und Bluesky sind die beiden größten Alternativen. Beide sind sogenannte dezentrale Netzwerke. Hier werden die Inhalte nicht auf einem zentralen Server gespeichert, sondern auf vielen einzelnen - ohne zentrale Kontrolle. Mehr Unabhängigkeit von US-Diensten: Wie ein europäische Social Media funktionieren könnte Daniel Frevel, NDR, tagesthemen, Das Erste, 04.05.2026 • 22:15 Uhr Nicht nur Größe relevant Beide Plattformen haben sich dem Gemeinwohl verpflichtet. Mastodon ist ein deutsches Unternehmen, Bluesky stammt aus den USA - und war ursprünglich eine Ausgründung von Twitter. Mit den Nutzerzahlen der Mega-Plattformen können sie nicht mithalten: Mastodon hat rund 750.000 monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer. Bei Bluesky existieren rund 41 Millionen Konten. X kam im Juli 2025 dagegen auf rund 600 Millionen monatliche Nutzer und Schätzungen zufolge auf 400 bis 600 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer. "Oftmals reicht es aber schon, dass eine kritische Masse einer bestimmten Community auf einem Server ist", sagt Dobusch. Beim Chaos Computer Club, auf dessen Mastodon-Server er aktiv ist, sei das beispielsweise der Fall. "Da ist die lokale Timeline, nur von diesem Server, schon interessant." Die größere Frage sei, ob auch die globale Timeline - also die Summe aller Inhalte - funktionieren werde. "Das hängt dann davon ab, ob es gelingt, auch noch weitere Communities in diese dezentralen Netzwerke hineinzubringen." 23.04.2026 Kinder- und Jugendschutz Wieso Altersgrenzen für Social Media nicht reichen Altersgrenzen bei Social Media schützen Kinder und Jugendliche nicht ausreichend - sagen Experten. mehr Welchen Trumpf Mastodon und Bluesky haben Dobusch sieht hier Akteure in der Verantwortung, die eine große Nutzerbasis ins Netzwerk einbringen könnten: etwa Universitäten oder Medien - also eine aktive Entscheidung, diese Netzwerke mit Leben zu füllen. So wie das Projekt "stiftungen.social": ein neuer Mastodon-Server, der von 16 Stiftungen betrieben wird. Trotzdem solle niemand dem Irrglauben aufsitzen, man könne die großen Netzwerke aus den USA und China mit ihrem eigenen Geschäftsmodell schlagen, sagt Dobusch. Markus Beckedahl, Experte für Netzpolitik, pflichtet bei: "Ich glaube nicht, dass die Antwort auf die Monopolisten aus dem Silicon Valley ist, dass wir unbedingt ein europäisches Netzwerk mit demselben Geschäftsmodell brauchen", sagt er gegenüber tagesschau.de. Eine europäische Alternative müsse zwingend etwas Neues anbieten, um Fuß zu fassen. Und vielleicht ist ihr größter Trumpf: "Mastodon und Bluesky sind protokollbasierte Plattformen. Das heißt, der Austausch basiert auf einem offenen Standard, der niemandem gehört", so Dobusch. Ähnlich wie bei E-Mails: "Egal ob mein Anbieter Gmail ist oder mein Arbeitgeber: Ich kann mit jedem kommunizieren." Damit könne es sogar möglich sein, Inhalte aus anderen Netzwerken abzurufen - oder das Netzwerk zu wechseln und dabei Followerinnen und Follower mitzunehmen. 04.05.2026 Vom Feed ins Buchregal Wenn Influencer zu Bestseller-Autoren werden Viele Influencer schreiben im Laufe ihrer Karriere ein Buch - doch der Markt ist nicht ganz einfach. mehr Ein neues Unternehmen drängt auf den Markt Gerade in die Beta-Phase gestartet ist W Social: Ein Start-up aus Schweden, finanziert von europäischen Investoren - und anders als Mastodon und Bluesky mutmaßlich profitorientiert. Der Plattform eigen ist, dass eine Identitätsverifizerung Pflicht ist. Damit soll unter anderem der Flut von KI-Bots Einhalt geboten werden. Eine Klarnamenpflicht besteht dabei nicht: Das Auftreten unter einem Pseudonym, also einem selbstgewählten Usernamen, ist möglich. Beckedahl findet den Ansatz interessant, bleibt aber skeptisch: "Ich lasse mich mal überraschen, ob tatsächlich die Annahme funktionieren wird, dass es zu einer freundlicheren Kommunikationskultur führt, wenn Menschen sich mit einem Ausweis verifizieren." Er gibt zu bedenken: "Wie W Social konkret Geld verdienen möchte, steht noch in den Sternen. Es dürfte wohl so sein, dass man erst mal am Anfang versucht - auch durch sehr gute PR -, eine größere Nutzerbasis aufzubauen, um dann zu einem späteren Zeitpunkt das Ganze zu monetarisieren." 29.04.2026 Mangelnder Schutz Minderjähriger EU-Kommission nimmt Meta ins Visier Der Konzern hinter Facebook und Instagram tut aus Sicht der EU-Kommission zu wenig dafür, Minderjährige zu schützen. mehr Wachstum stellt Plattformen vor Hürden Beckedahl sieht darin ein strukturelles Problem: "Früher oder später hat sich bei allen Plattformen gezeigt, dass Investoren den Druck erhöhen, mehr Geld verdienen zu wollen." Der Druck führe dazu, dass man mehr auf die Anzahl von Likes und anderen Reaktionen geschaut habe als auf bekannte Problemen wie Polarisierung und Anfeindung. Aber dass Dienste gescheitert sind, die einmal das Netz dominiert haben, ist auch nicht unüblich. Zunehmend weniger Menschen werden sich heute wohl noch daran erinnern, wann sie sich zuletzt bei ihrem AOL- oder MySpace-Konto angemeldet haben. Social Media Facebook Instagram X TikTok Dieses Thema im Programm: Das Erste | Tagesthemen | 04.05.2026 | 22:15 Uhr
Lokale Wirtschaft
DGB-Bundeskongress bestätigt Vorsitzende Fahimi im Amt
Wahl auf Bundeskongress Fahimi bleibt DGB-Vorsitzende Stand: 11.05.2026 • 11:35 Uhr Gegen "Radikalkapitalismus" und die "soziale Abrissbirne" - die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt sich für die kommenden vier Jahre kämpferisch. Auf dem DGB-Bundeskongress wurde sie mit großer Mehrheit wiedergewählt. Yasmin Fahimi ist als Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bestätigt worden. Die 58-Jährige wurde beim Bundeskongress in Berlin mit 96,1 Prozent der Stimmen für weitere vier Jahre wiedergewählt. Fahimi hat den DGB-Vorsitz seit 2022 inne. Die frühere Generalsekretärin der SPD war zuvor Mitglied des Bundestages. In ihrer Vorstellungsrede sagte sie mit Blick auf anstehende Sozialreformen, wenn aktuell unverblümt der Radikalkapitalismus gelobt werde und die Beschäftigten mit ihren Arbeitsbedingungen und ihren Löhnen dafür bezahlen sollten, "dass halt mal wieder Krise ist", dann solle auf sie Verlass sein. Die Gewerkschaften müssten mobilisierungsbereit sein. "Auf der anderen Seite sind wir und bleiben wir eine Gestaltungskraft in diesem Land." Bereits zum Auftakt des Kongresses am Sonntag sagte Fahimi: "Wir sehen, wie versucht wird, den Acht-Stunden-Tag infrage zu stellen oder soziale Sicherungssysteme auszuhöhlen." Der DGB werde "klare rote Linien ziehen" - gegen jeden weiteren Eingriff in das Arbeitszeitgesetz, bei der Ablehnung einer Ausweitung von Befristungen oder einer Abschaffung des Rechts auf Teilzeit. 10.05.2026 DGB will rote Linie ziehen Fahimi warnt vor Angriff auf Sozialstaat Der DGB hat zu Beginn des Bundeskongress vor Angriffen auf den Sozialstaat gewarnt. Auch der Kanzler wird erwartet. mehr Keine "Politik der sozialen Abrissbirne" Fahimi warnte erneut davor, "den Sozialstaat schlechtzureden und die Beschäftigten zur Ursache der Krisen zu erklären". Mit den Gewerkschaften sei eine "Politik der sozialen Abrissbirne" nicht zu machen. Auch mögliche Rentenkürzungen würden die Arbeitnehmer nicht hinnehmen. Als Schwerpunkte des DGB für die kommenden vier Jahre kündigte Fahimi "mehr Tarifbindung, mehr Mitbestimmung und mehr Investitionen in die Zukunft" an. Nötig sei eine Wirtschaft, die auf Innovation und Produktivität setze und nicht auf Lohndruck und Deregulierung. "Und wir wollen einen Sozialstaat, der Sicherheit gibt und den Wandel begleitet." Unter dem Motto "Stärker mit uns" berät der DGB-Kongress noch bis Mittwoch in Berlin. Am Abend wird Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil erwartet. Für Dienstag sind Reden von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) geplant. Der DGB ist Dachorganisation von acht Einzelgewerkschaften mit insgesamt etwa 5,4 Millionen Mitgliedern. Die beiden größten Gewerkschaften sind die IG Metall und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. DGB Gewerkschaften Fahimi Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 10:00 Uhr
Globale Agenda
Polens Ex-Minister Ziobro flieht aus Ungarn in die USA
Unter Korruptionsverdacht Polens Ex-Minister Ziobro flieht aus Ungarn in die USA Stand: 11.05.2026 • 11:34 Uhr Erst floh er nach Ungarn, nach dem Machtwechsel dort folgt nun die nächste Station: Der ehemalige polnische Justizminister Ziobro hält sich in den USA auf. In Polen wird er wegen Korruptionsverdachts per Haftbefehl gesucht. Polens Ex-Justizminister Zbigniew Ziobro hat sein Asyl in Ungarn verlassen und hält sich nun in den USA auf. Am Wochenende sei er in die Vereinigten Staaten geflogen, sagte Ziobro dem Sender Telewizja Republika. Polens Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen den 55 Jahre alten Ex-Minister der früheren PiS-Regierung wegen 26 Straftatbeständen, darunter auch der Verdacht auf Gründung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der Verdacht auf Veruntreuung von umgerechnet 35 Millionen Euro. Nach Angaben der Ermittler drohen ihm im Fall einer Verurteilung bis zu 25 Jahre Haft. Ziobro hatte die Vorwürfe als "halsbrecherisch" bezeichnet und sieht sich aus politischen Gründen verfolgt. 12.01.2026 Ungarn gewährt Angeklagtem Schutz Politisches Asyl für Polens Ex-Minister Polens flüchtiger Ex-Justizminister Ziobro hat offenbar politisches Asyl in Ungarn beantragt. mehr Kein Schutz mehr von Ungarns neuem Regierungschef Im vergangenen Jahr war Ziobro ebenso wie sein ehemaliger Stellvertreter Marcin Romanowski nach Ungarn geflohen und hatte von dem mittlerweile abgewählten Regierungschef Viktor Orban dort politisches Asyl erhalten. Ziobro und Romanowski gehören der Partei PiS an, die Polen von 2015 bis 2023 regierte. Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar hatte bereits angekündigt, dass sein Land die beiden Politiker nicht länger schützen werde. 10.05.2026 Ministerpräsident Magyar vereidigt Aufbruchstimmung in Ungarn Viele in Ungarn setzen große Hoffnung in den neuen Ministerpräsidenten Magyar - doch es warten Baustellen. mehr Frage nach der Ausreise Dass Ziobro nun die Ausreise gelang, könnte das Verhältnis Polens zu Ungarn und zu den USA belasten. Polens Justizminister Waldemar Zurek kündigte an, Warschau werde beide Länder um Auskunft dazu bitten, auf welcher rechtlichen Grundlage Ziobros Ausreise aus Ungarn und die Einreise in die USA ohne gültige Dokumente möglich gewesen sei. Das polnische Außenministerium hatte Ziobros Reisepass nach dessen Flucht nach Ungarn für ungültig erklärt. Nach Medienberichten könnte er möglicherweise ein Journalistenvisum mit der Zustimmung von US-Präsident Donald Trump erhalten haben. Denn der Sender TV Republika kündigte an, Ziobro als politischen Kommentator beschäftigen zu wollen. Der polnische Generalstaatsanwalt will noch heute ein Auslieferungsersuch für Ziobro an die USA stellen. Ziobro selbst sagte dazu, er habe keine Angst vor einem Gerichtsverfahren. "Ein unabhängiges amerikanisches Gericht ist ganz bestimmt ein unabhängiges Gericht, wenn sie also ein Auslieferungsverfahren einleiten wollen, nur zu." Mit Informationen von Łukasz Tomaszewski, ARD-Studio Warschau. USA Asyl Polen Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | Nachrichten | 11.05.2026 | 10:13 Uhr
Technologie
macOS 27: Apple soll Designänderungen planen
Die Neuerungen in der nächsten Version des Mac-Betriebssystems fallen eher klein aus. Einem Bericht zufolge plant Apple aber wichtige Aufräumarbeiten.
Globale Agenda
Ukrainische Infanterie: 130 Tage in der Todeszone
Ukrainische Infanterie 130 Tage in der Todeszone Stand: 11.05.2026 • 10:57 Uhr An der Front sind ukrainische Soldaten oft monatelang auf sich allein gestellt. Jede Bewegung kann tödlich sein. Armeechef Syrskyj ordnete nun die Ablösung nach maximal zwei Monaten an - in der Praxis unrealistisch, meinen Experten. Von Rebecca Barth, ARD Kiew Stundenlang muss Chany durch die sogenannte Todeszone laufen. Siebzehn, achtzehn Kilometer etwa, schätzt der ukrainische Soldat. Der Weg ist so anstrengend, dass er und seine zwei Kameraden aus der 93. Brigade unterwegs die kiloschwere Schutzweste ablegen - obwohl der Himmel voller Drohnen und der Boden voller Minen ist. Keuchend, verdreckt, mit langen Bärten und zerzausten Haaren erreichen die Männer nach zwei Tagen Fußmarsch die Stadt Druschkiwka in der Region Donezk, wie Bilder des Pressedienstes der 93. Brigade zeigen. 130 Tage hat Chany davor seine Position gehalten. Solange haben er und seine Kameraden aus dem Bataillon Alcatraz, das aus ehemaligen Strafgefangenen besteht, ausgeharrt im Keller eines zerstörten Hauses irgendwo im Osten der Ukraine. Reportage 25.03.2026 Nachschub für den Donbass Unten Schlaglöcher, oben Drohnen Eine Landstraße ist inzwischen die wichtigste Nachschubroute für die ukrainische Front im Donbass. mehr Ständige Wachsamkeit gefordert "Die Stellungen zu erreichen oder zu verlassen ist sehr, sehr schwierig", berichtet Chany. Die Männer müssten aufpassen, wo sie hinträten. Überall könne eine Mine liegen. Sie müssten ständig den Himmel überwachen und bei jedem Summen einer Drohne suchten sie Deckung. Sie bewegten sich vorsichtig mit einigen Metern Abstand zueinander durch das kilometerbreite Niemandsland an der Front in der Ukraine. Was Chany und seine Kameraden erlebt haben, ist kein Einzelfall. "Es überrascht mittlerweile niemanden mehr, dass ein Soldat bis zu sechs Monaten an der Front im Einsatz ist", sagt der Militärexperte Mykola Bjeljeskow. In der kilometerbreiten sogenannten Todeszone sind die Infanteristen am Boden weitestgehend auf sich allein gestellt. Sie werden über Drohnen mit dem Nötigsten an Nahrung, Wasser oder Munition versorgt. Interview 06.05.2026 Krieg in der Ukraine "Ich warne vor Überschwänglichkeit" Die Ukraine hat ihre Drohnen-Fähigkeiten verbessert, sagt ein Militärexperte. Doch auch Russland lerne dazu. mehr Ablösung von Soldaten lebensgefährlich Doch nicht immer gelingt die Versorgung. Zuletzt sorgten Bilder stark abgemagerter Soldaten für Aufsehen in der Ukraine. Armeechef Oleksandr Syrskyj befahl daraufhin, Soldaten nach maximal zwei Monaten auf ihren Stellungen abzulösen. In der Praxis aber sei das unrealistisch, meinen Soldaten und Beobachter. "Der Versuch, häufiger Rotationen durchzuführen, kann dazu führen, dass wir mehr Menschen verlieren", warnt auch Experte Bjeljeskow. Denn der Weg zu den Positionen ist aufgrund der vielen Drohnen am Himmel lebensgefährlich. Zweimal hatte seine Einheit versucht, Chany und seine Kameraden auf ihrer Stellung abzulösen. "Der erste ist sofort von einer FPV-Drohne verletzt worden. Der zweite hat es auch nicht geschafft", berichtet Chany. Erst der dritte Versuch gelang. "Soldaten auf Position zu bringen, ist eine sehr große Herausforderung", bestätigt auch Mykola Bjeljeskow. "Das kann oft bis zu einer Woche dauern und ist mit erheblichen Risiken verbunden - für die Person selbst und für alle, die die Operation begleiten." 21.04.2026 Ukraine Wenn Soldaten spielsüchtig werden Einsatz an der Front heißt für ukrainische Soldaten auch: Sie haben wenig Möglichkeiten, abzuschalten. Manche verfallen deshalb der Spielsucht. mehr Die Front als gläsernes Schlachtfeld Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte im vergangenen Jahr die Bildung der sogenannten Todeszone ausgerufen. Das Ziel: Kein russischer Soldat solle an der Front unbemerkt vorrücken können. Die Folge ist ein gläsernes Schlachtfeld, auf dem jede Bewegung am Boden beobachtet werden kann. Mittlerweile ist es den ukrainischen Streitkräften so gelungen, die Personalüberlegenheit der russischen Truppen vielerorts auszugleichen, geben Experten an. Nach unterschiedlichen Schätzungen seien die russischen Verluste aktuell so hoch wie noch nie seit Beginn der Vollinvasion vor mehr als vier Jahren. 09.05.2026 Abwehrkrieg der Ukraine gegen Russland Ein neuer "Diskurs der Stärke" In der Ukraine zeichnet sich ein neues Denken ab: Es gibt Hoffnung, in diesem Krieg bestehen zu können. mehr Soldaten in Kleingruppen statt großer Gefechte Doch die Einsatzbedingungen in der Todeszone sind dafür umso härter. Chany hat zwei dieser kräftezehrenden Einsätze überlebt. Waschen können sich die Männer nur mit Feuchttüchern oder speziell entwickelten Trockenduschen. Wenn kein Keller zur Verfügung steht, müssen kleine Unterstände ausgehoben werden. "In solchen Unterständen vier Monate lang zu zweit zu sitzen, ist eine komplette Katastrophe", berichtet Chany. Denn in der Todeszone müssen die Männer selbst graben. Kein Bagger oder andere technischen Möglichkeiten könne hier mehr eingesetzt werden, berichtet der Soldat. Und vor den Drohnen in der Luft schütze eigentlich nur schlechtes Wetter. Große Gefechte unter Beteiligung vieler Soldaten finden praktisch nicht mehr statt. Stattdessen bewegen sich russische wie ukrainische Soldaten in Kleingruppen durch die Todeszone. Sie versuchen, sich gegenseitig aufzuklären und zu bekämpfen. Leichen unter Müll versteckt Auch Chany und seine Kameraden werden auf ihrer Stellung mehrmals angegriffen. Aus der Luft beobachten ukrainische Drohnenpiloten die Bewegungen der russischen Soldaten und warnen ihre Kameraden am Boden über Funk. "Ich habe unten in unserer Stellung mit dem Sturmgewehr auf ihn gewartet und ihn sofort erschossen", erinnert sich Chany an einen dieser Angriffe. Die Männer nehmen dem getöteten russischen Soldaten Papiere, Funkgerät, Waffe und Munition ab. Dann müssen sie seine Leiche verstecken. Einige Meter vom Keller entfernt unter Büschen einer Baumreihe, wo schon die Leichen anderer Soldaten liegen. "Wir haben ihn mit Müll und Schutt zerstörter Häuser bedeckt, damit die Russen nicht sehen, von wo aus wir sie töten", berichtet Chany. Syrskyj-Befehl "rein symbolischer Akt" Die Ukraine habe aktuell kaum Möglichkeiten, die harten Einsatzbedingungen ihrer Infanteristen zu verbessern, meint der Militärexperte Mykola Bjeljeskow. "Das, was wir aktuell erleben, hat es so weder im Ersten noch im Zweiten Weltkrieg gegeben." Damals sei das Niemandsland einige hundert Meter breit gewesen und dahinter hätten Verteidigungslinien gelegen. Doch davon kann heute keine Rede mehr sein. Unter ständiger Überwachung und ständigem Beschuss sei es unmöglich, entsprechende Stellungssysteme zu errichten. Ebenso fehle das Personal solche Anlagen zu besetzen und zu halten. "Wir haben oft nur fünf bis zehn Personen, die einen Kilometer Front halten", erklärt Bjeljeskow. Die negativen Folgen für die Soldaten seien offensichtlich. "Aber das Problem hängt mit der Kriegsführung an sich zusammen." Den Befehl von Armeechef Syrskyj empfinden viele Beobachter und Soldaten daher als rein symbolischen Akt. Denn er löst weder das Personalproblem der ukrainischen Armee, noch werden die Gefahren für die Infanterie am Boden gemindert. 20.04.2026 Drohnen und Roboter Wie Technik den Krieg in der Ukraine verändert hat Erstmals sollen laut dem ukrainischen Präsidenten Roboter eine russische Stellung eingenommen haben. mehr Kompletter Verzicht auf Menschen unmöglich Auf Position auszuharren, auch monatelang, sei in vielen Fällen sicherer für alle Beteiligten, meinen Beobachter. "Unser Abzug von der Position war sehr schwer“, erinnert sich Chany. "Wir waren eingekesselt, überall waren Russen. Wir haben uns langsam von Baumreihe zu Baumreihe bewegt, versucht uns vor den Drohnen zu verstecken." Zwei Tage dauerte die Operation. Am ersten Tag schafften die Männer nur fünf Kilometer. Sie bewegten sich nur, wenn am Himmel keine Drohne zu hören war. "Die technologische Entwicklung wird höchstwahrscheinlich dahin gehen, dass wir in Zukunft immer weniger Soldaten in dieser Zone einsetzen müssen", meint Mykola Bjeljeskow. Doch ganz ohne Menschen am Boden gehe es nicht. "Die Infanterie am Boden markiert durch ihre bloße Anwesenheit die Frontlinie." Und damit das Gebiet unter ukrainischer Kontrolle. Rebecca Barth, ARD Kiew, tagesschau, 10.05.2026 • 23:11 Uhr Ukraine Drohnenangriffe Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Ukrainische Infanterie: 130 Tage in der Todeszone | 10.06.2026 | 23:11 Uhr
Lokaler Sport
Eta krempelt Union Berlin um - und schreibt erneut Geschichte
Sieg bei Mainz 05 Eta krempelt Union Berlin um - und schreibt erneut Geschichte Stand: 11.05.2026 • 10:51 Uhr Marie-Louise Eta schreibt Bundesliga-Geschichte und verändert nebenbei den Fußball von Union Berlin. Beim 3:1 in Mainz überzeugten die Berliner nicht nur mit Mut, Pressing und Spielkontrolle. Das ist die erkennbare Handschrift der Trainerin. Marie-Louise Eta erste Trainerin mit Sieg in der Bundesliga Union Berlin tritt deutlich mutiger und offensiver auf Eta reagiert taktisch flexibel und passt ins gesuchte Trainerprofil Junge Spieler profitieren vom neuen Stil Das Wort "historisch" wird im aufgeheizten Fußballgeschäft oft auch dann bemüht, wenn es eigentlich um Spiele geht, an die sich fünf Jahren später niemand mehr erinnern wird. Für Union Berlins 3:1-Erfolg in Mainz gilt das aber nicht. Denn seit Sonntagabend ist Marie-Louise Eta die erste Trainerin, die ein Spiel im Spitzenfußball der Männer gewonnen hat.Als aber die DAZN-Reporterin Ann-Sophie Kimmel ihr am Sonntag nach dem Sieg gegen Mainz 05 einige Worte zu diesem historischen Abend entlocken wollte, reagierte sie gewohnt zurückhaltend: "Es ging darum hier den Job zu machen und Punkte zu holen", sprach Eta wie ein personifizierter Blitzableiter. Eta fordert Mut ein Zum Glück passt ihr Fußball nicht in dieses Bild. Anders als viele ihrer Vorgänger setzt Eta auf Kontrolle statt Abwehr. Man habe gegen einen gefährlichen Gegner gespielt, erklärte sie nach der Partie. Ihre Schlussfolgerung daraus verkehrte die passive Herangehensweise der vergangenen Jahre ins Gegenteil: "Wir haben uns vorgenommen, selber mutig zu sein."Das sah man gegen Mainz schon auf dem Aufstellungsbogen. Mit Andrej Ilic, Oliver Burke, Ilyas Ansah und Livan Burcu brachte Eta vier Offensivspieler und opferte dafür einen Innenverteidiger.Die Viererkette, mit der die Mannschaft schon in der in der Vorwoche gegen Köln in der Schlussphase viel Druck erzeugt hatte, erlaubte eine andere Raumaufteilung. Union presste früh, gewann schnell den Ball zurück und bestimmte so lange das Spiel. "Wir haben den Ball laufen lassen und hatten viel Spielkontrolle", sagte Eta zufrieden. Union-Kapitän Christopher Trimmel über Marie-Louise Eta Sie hat es sich einfach verdient. Spieler wirken befreit Für Christopher Trimmel war das Spiel in Mainz der Lohn für die Arbeit der vergangenen Wochen. "Sie hat es sich einfach verdient", lobte er Eta. Angefangen mit dem "sehr guten" Spiel gegen Wolfsburg beschrieb der Kapitän eine positive Entwicklung: "Man sieht, dass wir uns wieder gefangen haben."Etas Anteil daran ist nicht zu unterschätzen. Spieler wie Diogo Leite und Aljoscha Kemlein spielten am Sonntag befreit auf. Sie genossen es sichtlich, deutlich mehr Ballaktionen zu haben als zuletzt. Und mit jedem gelungenen Pass wuchs ihr Selbstvertrauen.Schon unter Steffen Baumgart und Bo Svensson gab es Versuche, Union aktiver spielen zu lassen. Nach ersten Rückschlägen fiel die Mannschaft jedoch schnell in den alten Stil zurück. Auch Eta erlebte in Leipzig die Risiken ihres Ansatzes: Union wurde durch das aggressive Gegenpressing mehrfach ausgekontert und verlor verdient mit 1:3.Ihre Konsequenz aus der Niederlage war es, im Training noch akribischer an den neuen Abläufen zu feilen. Gegen Mainz wurde das insbesondere in der ersten Halbzeit belohnt. "Heute hat es endlich geklappt, und das tut jedem im Verein richtig gut", sagte Trimmel. Eta stellt rechtzeitig um Auch am Sonntag mussten die Eisernen aber eine schwere Phase überstehen. Mainz 05 kam wütend aus der Halbzeitpause und übernahm die Spielkontrolle. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch den ehemaligen Unioner Sheraldo Becker verhinderten nur wenige Zentimeter Abseits das 1:2 durch Philipp Tietz. In dieser Phase des Spiels wirkten die Unioner müde und es gelang ihnen nicht mehr, die passenden Abstände einzuhalten. Vielleicht, weil sie die neue Intensität einfach noch nicht gewöhnt sind? Hintergrund: Unions Spieler absolvierten in dieser Saison im Vergleich zu allen anderen Teams der Liga die drittwenigsten intensiven Läufe.Wieder fand Eta die richtige Antwort, wechselte einen Angreifer aus und stärkte das Mittelfeld. Spät im Spiel sorgten zwei Konter für den Sieg, jeweils hatte Union den Ball vorher in der Zentrale gewonnen. Eta passt ins gesuchte Profil Und während die Unioner noch ihren ersten Sieg seit zwei Monaten genossen, eröffnete ein Mainzer Reporter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel eine Diskussion, die die Berliner in dieser Woche begleiten wird. Er fragte, ob Eta, die ab Sommer die Frauenmannschaft der Unioner trainieren soll, überhaupt Lust darauf habe, die große Bühne Bundesliga wieder zu verlassen. Blitzableiterin Eta hatte die passende Antwort parat: "Ich habe einen Vertrag mit voller Überzeugung unterschrieben und deswegen gibt's da keine anderen Gedanken", sagte sie.Für die Männermannschaft sucht der Verein einen Trainer, der fließend Deutsch spricht, aktiven Fußball spielen lässt und mit jungen Spielern umgehen kann. Am Sonntag standen mit Kemlein, Burcu, Ansah und Linksverteidiger Tom Rothe gleich vier 21-Jährige in Etas Startelf. Sendung: rbb24, 11.05.2026, 21:45 UhrVideo: rbb24, 11.05.2026, Jonas Schützeberg Quelle: rbb24 rbb 1. FC Union Berlin Fußball Bundesliga
Lokale Wirtschaft
Marktbericht: Hohe Ölpreise verunsichern Anleger
marktbericht Krise im Nahen Osten Hohe Ölpreise verunsichern Anleger Stand: 11.05.2026 • 10:37 Uhr Die Ölpreise legen wieder zu, der DAX fällt zurück. US-Präsident Trump hatte einen Vorschlag des Iran für Friedensgespräche zurückgewiesen, die Anleger werden wieder nervöser. Zum Wochenstart gibt der deutsche Leitindex nach: Der DAX fällt im frühen Handel um rund 0,3 Prozent auf 24.274 Punkte zurück. Bereits am vergangenen Freitag war er mit einem Abschlag von 1,3 Prozent auf 24.338 Zähler aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht hatte sich ein Plus von 0,2 Prozent ergeben. Zerschlagene Hoffnungen Wieder einmal ist der Konflikt im Nahen Osten das Thema, das die Märkte bewegt: US-Präsident Donald Trump hatte die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag am Sonntag als inakzeptabel zurückgewiesen. Die gescheiterten Friedensbemühungen schüren die Sorge der Investoren vor einem Wiederaufflammen des Krieges. "Die Börsen hatten einen schnellen Frieden schon eingepreist. Jetzt wird der schnelle Friede wieder ausgepreist", kommentiert Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die Marktsituation. "Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Nahost-Konflikts haben sich zum Ende der letzten Woche zerschlagen und so bleibt die Lage angespannt, auch vor dem Hintergrund der fortgesetzten Seeblockade in der Straße von Hormus", heißt es von der Helaba in einem Tageskommentar. 11.05.2026 Nach US-Vorschlag für Kriegsende Trump findet iranische Antwort "völlig inakzeptabel" Im Ringen um einen Ausweg aus dem Iran-Krieg hat US-Präsident Trump die Antwort Teherans zurückgewiesen. mehr Was bringt Trumps Besuch in China? Nach wie vor sei unklar, wie die auf beiden Seiten bestehenden Maximalforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden sollen, schreibt Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Nun hoffen Anleger, dass der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China Bewegung in den zuletzt festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte." Trump wird dort von Mittwoch bis Freitag dieser Woche auf Staatsbesuch sein und mit Präsident Xi Jinping sprechen. "China ist an einer Lockerung der US‑Ausfuhrbeschränkungen für Hochtechnologie‑Halbleiter gelegen, während die USA unter anderem Erleichterungen bei chinesischen Exportkontrollen für seltene Erden anstreben. Beide Seiten haben ein klares Interesse daran, den bis November angelegten 'Zollfrieden' aufrechtzuerhalten", beschreibt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank die Interessenlage vor dem Treffen. Ölpreis geht wieder nach oben Der Ölmarkt bleibt ein Schlüssel für den Aktienmarkt: Sinken die Preise, legen die Börsenbarometer tendenziell zu. Steigt der Ölpreis, geraten die Märkte unter Druck. Heute verteuern sich nach den Trump-Äußerungen sowohl die Nordseesorte Brent als auch US-Leichtöl der Sorte WTI deutlich. "Das Risiko einer stärkeren Preisbewegung steigt mit jeder Woche, in der die Straße von Hormus geschlossen bleibt", erklärte Bruce Kasman, Chefvolkswirt bei JPMorgan. Update Wirtschaft vom 11.05.2026 Anne-Catherine Beck, HR, Update Wirtschaft, Tagesschau24, 11.05.2026 • 09:00 Uhr Bilanzsaison im Blick Für Impulse könnten neben der Geopolitik in dieser Woche auch die Bilanzsaison sorgen. Die Geschäftsberichte einiger DAX-Konzerne stehen an, darunter Bayer, Münchener Rück, Deutsche Telekom, Allianz und Siemens. "Die europäischen Unternehmen konnten in der Berichtssaison zwar nicht mit den USA mithalten, aber doch positiv überraschen", sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Demgegenüber enttäuschten die Unternehmen im DAX: Deutschland hänge wirtschaftlich zurück, auch die jüngste Steuerschätzung weise auf Haushaltslöcher und entsprechend umfassenden Reformbedarf für den Standort Deutschland hin, so Kater. Hannover Rück zeichnet trotz Preisdrucks mehr Geschäft Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat heute berichtet. Ein Jahr nach den schweren Waldbränden in Kalifornien verdiente der Konzern wieder deutlich mehr. Mit 711 Millionen Euro lag der Gewinn im ersten Quartal fast anderthalb Mal so hoch wie ein Jahr zuvor. Unterdessen setzte sich aber der Preisverfall in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung fort. In den Verhandlungen mit den Erstversicherern zum 1. April, zumeist in Asien und Nordamerika, seien die Preise risikobereinigt um 3,6 Prozent gesunken. Trotzdem habe Hannover Rück ein um fast 19 Prozent höheres Prämienvolumen gezeichnet, teilt das Unternehmen mit. Klaus-Rainer Jackisch, HR, tagesschau, 11.05.2026 • 09:49 Uhr Marktbericht DAX Dow Jones Börse Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Börse: Hohe Unsicherheit - DAX geht auf Tauchstation | 11.05.2026 | 09:52 Uhr
Lokale Wirtschaft
Update Wirtschaft vom 11.05.2026
Update Wirtschaft vom 11.05.2026
Lokale Wirtschaft
Menschen mit Uni-Abschluss immer häufiger auf Jobsuche
Angespannter Arbeitsmarkt Kein Job trotz Uni-Abschluss Stand: 11.05.2026 • 09:13 Uhr Obwohl gut ausgebildete Fachkräfte händeringend gesucht werden, finden immer mehr Akademiker derzeit keine Arbeit. Die Anforderungen sind rasant im Wandel, besonders wegen KI - doch der Jobmarkt kommt nicht hinterher. Von Sven Marcinkowski, SWR Boris Hartmanns ehrenamtliche Tätigkeit im Jazzclub Alter Konrad in Weinstadt in Baden-Württemberg gibt ihm aktuell Halt. Der studierte Ingenieur ist mittlerweile seit einem Jahr auf Jobsuche. Dabei ist er Experte in den Bereichen Robotik, Software- und Produktentwicklung. "Nach den ersten Versuchen mich zu bewerben, kam schon eine Ernüchterung auf. Weil es erst mal sehr lang gedauert hat, bis ich eine Rückmeldung bekommen habe und dann gab es eigentlich nur pauschale Absagen", schildert der mittlerweile 59-Jährige. Im Februar 2025 hat er von seiner ehemaligen IT-Firma im Raum Stuttgart gesagt bekommen, dass er nicht weiter beschäftigt werden kann. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation müsse die Firma Kosten sparen und sich umstrukturieren. Seit August vergangenen Jahres lebt er von Arbeitslosengeld und seinen Ersparnissen. Plusminus: Arbeitslose Akademiker - Wie KI den Wandel am Arbeitsmarkt beschleunigt Sven Marcinkowski, SWR, Das Erste, 06.05.2026 • 21:45 Uhr Zu wenig Erfahrung mit Künstlicher Intelligenz Boris Hartmann ist sich darüber bewusst, dass auch sein Alter ein Hindernis sein könnte. Er vermutet aber auch, dass viele Arbeitgeber aus seiner Branche mittlerweile andere Anforderungen an Bewerber haben. Häufig sei Erfahrung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz gefragt. Die kann er in diesem Maße nicht vorweisen. Jutta Rump ist Professorin an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen mit dem Forschungsschwerpunkt Trends in der Arbeitswelt. Sie sagt, gerade in den vergangenen zwölf Monaten habe es eine Veränderung der Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen in ganz vielen Berufsgruppen gegeben. Außerdem seien Unternehmen wegen der aktuellen Krisen und schlechter Konjunktur vorsichtiger "und bevor sie überhaupt jemanden einstellen, der nicht die richtige Qualifikation hat, stellen sie lieber gar nicht ein", erläutert Rump. Unter anderem dieses Missverhältnis führe dazu, dass die Arbeitslosigkeit steige, erläutert Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Dennoch seien viele Unternehmen auf der Suche nach Fachkräften. "Wir haben selbst jetzt Ende letzten Jahres 370.000 Fachkräftemangelstellen, also wo Unternehmen einfach niemanden finden, rechnerisch." 30.04.2026 Schwache Frühjahrsbelebung Zahl der Arbeitslosen bleibt über Drei-Millionen-Marke Im April waren bundesweit 3,008 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. mehr Schlechtere Chancen als Ausgebildete Und das hat Folgen. In einer Studie des IW verdeutlicht die Stellenüberhangsquote, wie gut die Chancen auf einen Job für Arbeitssuchende sind. Seit 2022 nimmt die Quote sowohl bei Ausgebildeten und denjenigen mit einer zusätzlichen Fortbildung wie einem Meistertitel ab. Bei Akademikern sinkt die Quote allerdings noch schneller. Erstmals seit Erhebung der Daten sind bei ihnen die Chancen, einen Job zu finden, schlechter als für Ausgebildete mit zusätzlicher Fortbildung. 07.07.2025 Angespannte Wirtschaftslage Gut ausgebildet und trotzdem auf Jobsuche? Wer zurzeit nach einem Job sucht, hat es häufig schwer. mehr Besonders die IT-Branche ist im Wandel Bei der Grün Software Group in Aachen sucht Inhaber Oliver Grün dringend Entwickler, die mit Künstlicher Intelligenz umgehen können. "Weltweit agierende Unternehmen machen das auch, deswegen ist es wichtig, dass wir auch im deutschen IT-Mittelstand diese neuen Möglichkeiten in Anspruch nehmen, um einfach nicht irgendwann abgehängt zu sein." Aber seit Monaten finde er niemanden. Deshalb ändert er jetzt das Anforderungsprofil des Jobs, in der Hoffnung, so geeignetere Bewerber zu finden. Außerdem setzt seine Firma, wie viele andere auch vermehrt auf eigene Weiterbildung - bald auch im Bereich KI. Das sei unerlässlich, sagt Oliver Grün. "Denn sonst hätten wir sicherlich ein Wettbewerbsproblem in ein bis zwei Jahren. Tatsächlich ist die Bereitstellung von Fachkräften in sehr modernen Themen doch etwas rückständig und langsam." 14.04.2026 Berufsausbildung Noch weniger neue Azubis Im vergangenen Jahr ist die Zahl der gestarteten dualen Ausbildungen weiter zurückgegangen. mehr "Hochschulen und die Universitäten sind absolut in der Pflicht“ Arbeitsmarktexpertin Rump sieht auch die Bildungseinrichtungen in der Pflicht. Akademische Berufe seien aktuell in vielen Branchen stark im Wandel. Viele Studiengänge würden allerdings nur etwa alle drei bis fünf Jahre angepasst werden. "Gerade im Rahmen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz haben wir ganz andere Zeitzyklen. Da reden wir über Monate", findet Jutta Rump. Hier sei man zu langsam gewesen in den vergangenen Jahren und müsse aufholen. Die Bildungseinrichtungen allein könnten das Problem nicht lösen, findet Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft. "Die Chancen für die nachfolgenden Generationen werden wieder besser werden." Dafür sorge allein, dass die Babyboomer nun nach und nach in Rente gehen. 13.01.2025 Busfahrer verzweifelt gesucht Wenn die Babyboomer in Rente gehen, wird es eng Der Fachkräftemangel dürfte sich mit dem Renteneintritt der Babyboomer-Generation noch verschärfen. mehr Boris Hartmann weitet Suche international aus Ingenieur Boris Hartmann will sich jetzt auch weiter weg bewerben, um seine Chancen auf einen neuen Job zu erhöhen. Aktuell hat er ein IT-Unternehmen aus Finnland im Blick, das auch 100 Prozent Remotearbeit ermöglichen könnte. Er hofft, wenigstens mal ein Vorstellungsgespräch zu bekommen. "Die haben vielleicht eine andere Mentalität, was das betrifft, und dann sehen wir weiter." Meistens kurz vor dem Wochenende treten im Jazzclub Bands auf. Auch an diesem Freitag ist der Saal voll. Zu Gast ist eine Band aus Freiburg. Eine Zeit, die Boris Hartmann in vollen Zügen genießt und die ihn etwas ablenkt von der Belastung und dem Druck der Arbeitslosigkeit. Anne-Catherine Beck, HR, tagesschau, 07.07.2025 • 18:09 Uhr Arbeitsmarkt Arbeitslosenquote Arbeitslosenzahl Dieses Thema im Programm: Das Erste | Plusminus | 07.05.2026 | 21:45 Uhr
Globale Agenda
Rücktrittsforderungen: Für Premier Starmer könnte die Woche entscheidend werden
Rücktrittsforderungen Entscheidende Woche für Premier Starmer Stand: 11.05.2026 • 04:45 Uhr Bei den Kommunalwahlen in England verlor die Regierungspartei Labour 1.400 Sitze. Auch in den eigenen Reihen mehren sich die Rücktrittsforderungen an Premier Starmer. Kann er das Ruder mit einer Rede heute noch rumreißen? Von Franziska Hoppen, ARD London Die Luft wird dünner für den britischen Premierminister Keir Starmer. Nach der historischen Niederlage seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen werden Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen lauter. Labour-Abgeordnete Catherine West stellte ein Ultimatum: Wenn bis Montag niemand aus dem Kabinett den Premier herausgefordert hätte, täte sie es. Wenn eine Schule bei einer Inspektion durchfalle, würde man den Schulleiter entlassen, erklärte sie. "Ebenso bei einer Krankenhausinspektion oder in einem Unternehmen: Der Chef würde Verantwortung übernehmen und der Vorstand eine neue Führung einsetzen", sagte West der BBC. 07.05.2026 Wahlen in Großbritannien Verliert Labour die Hochburgen - an rechts und links? Schottland und Wales wählen heute neue Regionalparlamente, auch in vielen englischen Gemeinden wird gewählt. mehr Zum Rücktritt aufgefordert Knapp 40 der 403 Labour-Abgeordneten haben den Premier zum Rücktritt aufgefordert. Nach Medienberichten soll Starmer ein Datum für seinen Rücktritt vorlegen. Doch die möglichen Anwärter halten sich bedeckt. Eine von ihnen, die ehemalige Parteivorsitzende Angela Rayner, sprach sich etwa für eine Rückkehr von Andy Burnham ins Parlament aus - den aktuellen Bürgermeister von Greater Manchester. Auch er gilt als möglicher Anwärter. 09.05.2026 Nach Kommunalwahl in Großbritannien Das Ende von Labour? Die britische Regierungspartei Labour hat bei den landesweiten Kommunalwahlen massive Verluste erlitten. mehr Keine Einigkeit über eine Alternative Einen Konsens darüber, wer das Potenzial zum Parteichef hätte und damit alle in der Partei hinter sich versammeln kann, gibt es bislang nicht. Starmer selbst erklärte in einem Interview mit der Zeitung Observer am Wochenende, er wolle sogar noch eine zweite Legislatur dranhängen, also insgesamt 10 Jahre im Amt bleiben. Eine Aussage, die die Reform-UK-Abgeordnete Nadine Dorries kaum glauben kann. Starmer sei in einem Zustand wahnhafter Überheblichkeit. Statt zehn Jahren im Amt sollten ihm nicht einmal zehn Minuten gewährt werden, findet Dorries. Doch es gibt auch Labour-Abgeordnete, die vor dem Chaos und Drama einer Führungskrise warnen, etwa Bildungsministerin Bridget Phillipson: "Ich glaube einfach nicht, dass die Botschaft dieser Wahlen lautet, dass wir uns als Partei streiten und uns gegenseitig bekämpfen sollten." 08.05.2026 Regionalwahlen in Großbritannien Premier Starmer kämpft um sein Amt Für Premier Starmer und seine Labour-Partei waren die Kommunal- und Regionalwahlen eine herbe Enttäuschung. mehr Volatile Woche für Starmer Mitten in der Regierungszeit haben die Abgeordneten eigentlich anderes zu tun. Die Briten haben genug von dem teuren Wocheneinkauf, den teuren Tankfüllungen. Und auch außenpolitisch käme ein Machtvakuum ungelegen: Als wichtiger Unterstützer im Ukraine-Krieg, bei Verhandlungen zu den Spannungen im Nahen Osten oder bei Gesprächen mit dem Weißen Haus sind eine klare Linie und eine ruhige Hand gefordert. Doch alle Zeichen deuten auf eine volatile Woche für Starmer. Die Geduld bei den Briten für die Führungsfrage schrumpft derweil. Jeremy Vine, Moderator einer BBC-Call-in-Sendung, berichtet von zahlreichen Anrufern mit folgender Meinung: "Starmer abzusetzen und mit einem der potenziellen Nachfolger zu ersetzen, ist nicht die Lösung. Das ist, als würde man sich in die Hose machen und dann den Hut wechseln." Entscheidende Rede über Starmers Zukunft Am Montag will Starmer das Ruder rumreißen - mit einer Rede und einer Vision für Labour. Es soll um engere Beziehungen zur EU gehen. Zahlreiche Stimmen hatte die Partei bei den Lokalwahlen an die Grünen verloren. Stimmen, die Labour mit progressiver, auch EU-freundlicher Politik noch eher zurückholen kann. Eher noch zurückholen, als Stimmen, die sie an die Rechtspopulisten von Reform UK verloren haben. Für Starmer ist es eine Rede, die über seine Zukunft entscheiden könnte. Franziska Hoppen, ARD London, tagesschau, 11.05.2026 • 00:24 Uhr Starmer Großbritannien England Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Nach Wahlniederlage: eine entscheidende Woche für Premier Starmer | 11.05.2026 | 03:10 Uhr
Lokale Agenda
Söder verlangt von der Regierung Ergebnisse - Prämie hält er für tot
Mahnung an die Bundesregierung Söder fordert Ergebnisse - Prämie hält er für tot Stand: 11.05.2026 • 02:33 Uhr Bayerns Ministerpräsident Söder hält die Entlastungsprämie für tot und erwartet von der Regierung, dass sie endlich Ergebnisse liefert. Im Bericht aus Berlin äußert er sich auch zu Putins abgespeckter Militärparade, in der er ein Zeichen sieht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die hohen Zustimmungswerte für die AfD in Umfragen als Warnsignal bezeichnet und von der Regierung jetzt Einigkeit und gute Arbeit verlangt. Diese Regierung müsse erfolgreich sein. "Wir dürfen jetzt nicht müde und ängstlich werden, sondern müssen unsere Arbeit machen, müssen endlich Ergebnisse liefern", sagte Söder in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Die Weimarer Republik sei nicht wegen der Stärke der Radikalen gescheitert, sondern wegen der Schwäche der Demokraten. Prämie war gut gemeinte Idee Die vom Bundesrat gestoppte Entlastungsprämie von 1.000 Euro hält Söder für tot. "Ich glaube, die ist vom Tisch", sagte der CSU-Politiker. "Es war eine gut gemeinte Idee." Es habe sich dann aber in den Tagen danach gezeigt, dass sie in der Wirtschaft auf großen Widerstand gestoßen ist. Sein Rat sei dringend davon abzulassen, und dann lieber alles "in eine wirklich gute Einkommensteuerreform" zu stecken. Davon hätten alle was. Hier zeigte er seine Bereitschaft zu Kompromissen bei den "ganz großen Einkommen". Da könne man aus sozialer Gerechtigkeit durchaus Bewegung zeigen. Zugleich kritisierte er den Begriff Spitzensteuersatz als verwirrend. Der trete ja ab 70.000 Euro ein und treffe Handwerker und Mittelständler. Seltene Einigkeit herrschte bei dem Thema mit Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. In der ARD-Sendung Caren Miosga riet sie der Bundesregierung ebenfalls, die Prämie "vom Tisch zu nehmen und lieber gleich den richtigen großen Wurf zu machen". Darunter stellt sich Schwesig eine Einkommensteuerreform vor, die vor allem kleine und mittlere Einkommen bis 3.000 Euro entlasten würde. 09.05.2026 Debatte über Entlastungen Wie geht es weiter nach dem Nein zur 1.000-Euro-Prämie? War es das für die Entlastungsprämie? Die Regierung sucht bereits nach Lösungen und Alternativen. mehr Russland im Moment schwächer als alle glauben Zum Vorschlag von Kremlchef Wladimir Putin, den mit ihm befreundeten Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine einzusetzen, äußerte sich Söder zurückhaltend. Er habe es beeindruckend gefunden, dass die diesjährige Militärparade in Moskau "nicht richtig funktioniert hat", dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj quasi gebeten wurde, keine Angriffe auszuführen. "Mein Eindruck ist, dass Russland im Moment schwächer ist, als wir es alle glauben." Und deswegen sollte man die Chancen nutzen für Gespräche - "ob Gerhard Schröder jetzt der Richtige ist, das mögen andere beurteilen". Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir kritisierte in der Sendung, dass die Bundesregierung beim Thema Einkommenssteuer kein abgestimmtes Konzept habe. "Wir sind bereit, bei Steuerreform, bei Rentenreform mit anzupacken, aber die Regierung muss jetzt mal bitteschön mit einer Stimme sprechen: Ich kriege einen Vorschlag von Herrn Klingbeil, da gibt es einen Vorschlag von der CDU, so arbeiten wir in Baden-Württemberg nicht", so Özdemir. 08.05.2026 Vorhaben der schwarz-roten Koalition Warum die Länder die Entlastungsprämie blockieren Die von der Bundesregierung geplante steuer- und abgabenfreie 1.000-Euro-Entlastungsprämie kann vorerst nicht kommen. mehr Die im Bundesrat gescheiterte Entlastungsprämie von 1.000 Euro wäre Geld, das man "zum Fenster rausgeschmissen" hätte. Es sei kein Mehrwert erkennbar, sagte Özdemir. Über die Verlängerung des Tankrabatts müsse man reden. Insgesamt müsse der Bund die Menschen überraschen, dass Demokratie Probleme lösen kann. Bericht aus Berlin Bericht aus Berlin, Das Erste, 10.05.2026 • 18:00 Uhr Bericht aus Berlin Söder Özdemir Dieses Thema im Programm: Das Erste | Bericht aus Berlin | 10.05.2026 | 18:00 Uhr
Globale Agenda
Nach US-Vorschlag: Trump findet Irans Antwort "völlig inakzeptabel"
Iran hat auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Kriegs reagiert - aber die Antwort missfällt US-Präsident Trump. Er wies die Forderungen aus Teheran zurück und nannte sie "völlig inakzeptabel".
Lokaler Sport
Letzte Hoffnung erloschen - Münsters Abstieg besiegelt
Vor der Heimpartie gegen den SV Darmstadt 98 hegte Preußen Münster noch Resthoffnungen auf den Relegationsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga. Doch die wurden nachhaltig zertrümmert.
Lokaler Sport
Düsseldorf glänzt gegen Elversberg in höchster Abstiegsnot
Düsseldorf musste im Zweitliga-Abstiegskampf gegen Elversberg unbedingt gewinnen - und bestand die Prüfung bravourös. Die SVE vergab einen Matchball im Aufstiegsrennen.
Lokaler Sport
Erster Eta-Sieg in der Bundesliga: Union Berlin gewinnt gegen Mainz 05
Erster Eta-Sieg in der Bundesliga Zwei späte Tore bescheren Union Berlin historischen Dreier Stand: 11.05.2026 • 00:00 Uhr In einem Bundesligaspiel von überschaubarer Qualität sah es zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Union Berlin bis in die Schlussphase nach einem Remis aus. Doch dann trafen Oliver Burke und Josip Juranovic und bescherten Marie-Louise Eta einen historischen Erfolg: Als erste Trainerin feierte sie einen Sieg in der Fußball-Bundesliga der Männer. Von Robin Tillenburg Andrej Ilic brachte die Gäste am Sonntagabend in Führung (38. Minute), dem ehemaligen Berliner Sheraldo Becker gelang der Ausgleich (48.) für die Mainzer, ehe Burke und Juranovic in der Schlussphase die Partie zu Gunsten der Gäste entschieden (88. und 90.+1). Mainz bleibt durch die Niederlage Zehnter, die "Eisernen" klettern auf Rang zwölf. "Es war heute eine sehr gute Leistung. Wir haben gesagt wir wollen jetzt Stück für Stück, Woche für Woche Dinge einfach besser machen und uns weiterentwickeln und ich finde die Jungs haben das heute schon sehr gut umgesetzt", analysierte Eta sachlich, nachdem sie zumindest im Hintergrund ihrer Mannschaft auch mit den Auswärtsfans den Sieg gefeiert hatte. 33. Spieltag Pfeil rechts Live-Ticker zum Nachlesen Pfeil rechts Sportschau, 10.05.2026 • 22:10 Uhr Zentner zurück - und direkt im Mittelpunkt Seit dem 11. Spieltag hatte Robin Zentner verletzungsbedingt nicht mehr zwischen den Mainzer Pfosten gestanden, den Aufschwung unter Urs Fischer hatte der Keeper bisher nur von der Seitenlinie, beziehungsweise von der Tribüne erlebt. Gegen Union Berlin feierte er sein Comeback, Daniel Batz saß nur auf der Bank. Und Zentner zeigte früh, dass er nichts von seinem Können verlernt hat: In der 9. Minute parierte er einen Kopfball von Andrej Ilic mit einem starken Reflex und wurde von seinen Teamkollegen gefeiert. Auch in den folgenden Minuten stand Zentner bei den vielen Flanken der Unioner immer wieder im Mittelpunkt, seine Vorderleute selbst fanden offensiv erst einmal nicht wirklich statt. Die Fans von Union Berlin protestieren gegen die Terminierung der Bundesliga-Spiele Union-Fans sorgen mit Tennisbällen für Unterbrechung - Protest gegen Anstoßzeiten Nach 16 Minuten pausierte das Spiel erst einmal, denn es flogen Tennisbälle aus dem Union-Fanblock auf den Rasen. Laut der Fan-Banner ein Protest gegen die vielen späten Sonntags-Ansetzungen und die dadurch entstehenden schwierigen Reisen der Union-Anhänger. Später landete ein Volleyball auf dem Feld, der mit "pro 15.30 Uhr" beschriftet war. Die Anhänger der Mainzer schlossen sich der Aktion nicht aktiv an, alle Blicke waren also auf den Gästeblock gerichtet. In der 23. Minute pfiff Schiedsrichter Florian Exner die Partie dann wieder an, offenbar war den Fans das Wurfmaterial ausgegangen. Union flankt viel und belohnt sich dafür An der Anzahl der sehenswerten Aktionen änderte die Spielfortsetzung erst einmal aber nichts, denn es war Sonntagsfußball zum Abgewöhnen, den beide Teams in dieser Phase boten. Viele hohe Bälle ohne Ertrag, viele Zweikämpfe, die ein oder andere Standardsituation - mehr kam nicht. Union war dabei insgesamt die aktivere Mannschaft und belohnte sich in der 38. Minute für die zahlreichen Hereingaben in den Mainzer Strafraum: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Aljoscha Kemlein aus dem Halbfeld und fand den einlaufenden Ilic, der unbewacht aus kurzer Distanz am vorbei segelnden Zentner einköpfte. Sportschau, 10.05.2026 • 20:32 Uhr Beste Chancen erst in der Nachspielzeit Es dauerte bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte, ehe Unions Vertretungs-Keeper Carl Klaus erstmals einen Abschluss auf sein Tor parieren musste, einen Nadiem-Amiri-Freistoß, der womöglich aber auch eher als Flanke gedacht war, faustete er ohne Probleme aus der Gefahrenzone (45.+1). In der neunten Minute der Nachspielzeit war es dann der beste Mainzer, Kaishu Sano, der sich mit einem energischen Antritt bis in den Strafraum durchsetzte und aus am Ende schwierigem Winkel an Klaus scheiterte. Das gleiche Schicksal erlitt auf der anderen Seite Livan Burcu, der in der zehnten Minute der Tennisball-Nachspielzeit ebenfalls aus spitzem Winkel abschloss, aber die schnell herauszuckende Hand von Zentner war Endstation. Mainz kommt stark aus der Pause, Becker trifft gegen den Ex-Club Was auch immer Mainz-Coach Urs Fischer seiner Mannschaft gegen seinen Ex-Klub in der Pause mitgegeben hatte: Es zeigte Wirkung. Keine 120 Sekunden nach Wiederanpfiff fand Paul Nebel den am langen Pfosten durchlaufenden Becker mit einer Flanke von rechts. Becker, ebenfalls Ex-Unioner, verzichtete auf einen Jubel - das Tor machte er vorher aber trotzdem (48.). Auch sonst waren die Mainzer aber kaum wiederzuerkennen: Präsent in den Zweikämpfen und spielfreudig bescherten die Rheinhessen den Gästen nun doch Probleme. Klaus entschärfte einen gefährlichen Kopfball von Kacper Potulski (51.), kurz darauf gelang Phillip Tietz ein artistischer Treffer zum vermeintlichen 2:1 - wegen einer Abeitsstellung wurde dieser Kandidat zum Tor des Monats dann aber doch einkassiert. Stefan Kersthold, Sportschau Bundesliga Highlights, Sportschau, 10.05.2026 • 21:35 Uhr Eta wechselt dreifach - und Union kriegt die zweite Luft Berlins Trainerin Eta sah die Felle ihrer Mannschaft davonschwimmen und wechselte gleich drei Mal: Derrick Köhn, Andras Schäfer und Woo-Yeong Jeong kamen für Burcu, Tom Rothe und Ilyas Ansah. Das zeigte Wirkung und hatte zur Folge, dass die Mainzer Drangphase erst einmal ein Ende hatte und das Spiel wieder offener wurde. Bis zur Schlussphase gab es keine weiteren Torchancen, doch in der 83. Minute hatte Ilic plötzlich bei einem Konter gegen aufgerückte Gastgeber viel Platz: Stefan Posch kam mit dem Fuß aber noch leicht dazwischen, sodass Ilics Schuss nicht ins Tor ging, sondern ans Lattenkreuz klatschte. Unions Spieler um Oliver Burke (Nummer 7) bejubeln einen Treffer in Mainz Kurz darauf drehte sich Burke im Strafraum um seinen Gegenspieler und erzielte mit einem wunderbaren Drehschuss das 1:2 (88.). Mainz warf nun alles nach vorn, doch Burkes Schnelligkeit brachte die Entscheidung: Der Schotte enteilte allen Gegenspielern, legte klug quer für den mitgelaufenen Juranovic und der beseitigte alle Zweifel an einem Dreier in einem sportlich eher bedeutungslosen Mittelfeld-Duell, das aber eben durch den Sieg für Eta trotzdem in die Geschichtsbücher eingeht. Mainz in Heidenheim, Union gegen Augsburg Mainz kann am letzten Spieltag im spannenden Abstiegskampf beim 1. FC Heidenheim das Zünglein an der Waage spielen. Union empfängt den FC Augsburg, der sich noch Hoffnungen auf die Conference League macht (beide Samstagnachmittag, 15.30 Uhr). Mainz 05 für Ihren Kalender Pfeil rechts Union Berlin für Ihren Kalender Pfeil rechts Fußball Bundesliga 1. FSV Mainz 05 1. FC Union Berlin Dieses Thema im Programm: sportschau.de | Union kontert sich in Mainz zum Sieg | 11.05.2026 | 00.00 Uhr
Lokaler Sport
Heidenheim hält Traum vom Klassenerhalt lebendig
Sieg beim 1. FC Köln Heidenheim hält Traum vom Klassenerhalt lebendig Stand: 11.05.2026 • 00:00 Uhr Sie lassen einfach nicht locker: Der lange abgeschriebene 1. FC Heidenheim sorgt mit einem Sieg in Köln für ein dramatisches Abstiegsfinale am letzten Spieltag. Von Volker Schulte Zehn Punkte Rückstand hatte der 1. FC Heidenheim zwischenzeitlich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Doch nach dem 3:1 (2:1)-Sieg beim 1. FC Köln bekommt der FCH noch einen großen Showdown am letzten Spieltag. Jan Schöppner (8., 72. Minute) und Kristoffer Lund (28., Eigentor) sorgten am Sonntag für die Heidenheimer Treffer, für die bereits geretteten Kölner traf Marius Bülter (10.). 33. Spieltag Pfeil rechts Live-Ticker zum Nachlesen Pfeil rechts Heidenheims Trainer Frank Schmidt sprach von einem "hochverdienten Sieg, weil wir als Mannschaft kompakt und leidenschaftlich verteidigt haben und auch nach vorne immer gefährlich waren". Heidenheim hatte mit 13 sieglosen Spielen zwischenzeitlich den Anschluss verloren, startete dann aber eine Aufholjagd mit nur einer Niederlage in sieben Partien. "Es macht sehr viel Spaß die letzten Wochen. Die Mannschaft geht in die genau richtige Richtung, ist eine richtige Einheit." Nesrin Elnabolsy, Sportschau, ARD, 10.05.2026 • 17:07 Uhr Heidenheim überholt St. Pauli Heidenheim schloss nach Punkten (26) zur Konkurrenz auf und überholte dank der größeren Zahl geschossener Tore den FC St. Pauli. Beide haben ein Torverhältnis von -29, Wolfsburg hat mit -26 die beste Ausgangslage. Heidenheims Spieler jubeln nach dem Sieg in Köln. Beim Saisonfinale (Samstag, 15.30 Uhr) braucht der FCH zu Hause gegen Mainz 05 einen weiteren Sieg und zudem das passende Ergebnis im direkten Duell zwischen St. Pauli und dem VfL Wolfsburg. Ideal für Heidenheim wäre ein Remis, ansonsten entscheidet das Torverhältnis darüber, wer sich noch in die Relegation rettet. Bülter antwortet auf Schöppner In Köln hatte der FC den Heidenheimern Starthilfe geboten. Vom eigenen Tor aus spielte Cenk Özkacar einen riskanten und etwas ungenauen Pass ins Zentrum. Isak Johannesson dachte offenbar, der Pass gelte jemand anderem, ließ den Ball passieren - und so hatte Heidenheim Platz. Arijon Ibrahimovic flankte von links präzise auf Schöppner, der aus sechs Metern unbedrängt zum 1:0 einköpfte. Nesrin Elnabolsy, Sportschau, ARD, 10.05.2026 • 17:04 Uhr Die Kölner reagierten mit gefährlichen Angriffen. Heidenheims Torwart Frank Feller parierte erst stark, sah dann beim Ausgleichstor aber unglücklich aus. Kölns Bülter schoss aus spitzem Winkel über Feller hinweg unter das Tordach. Schmidt wechselt überraschend den Torwart Der 22-jährige Feller erhielt überraschend den Vorzug vor Diant Ramaj, Trainer Schmidt begründete das bei der Sportschau mit Fellers Leistungen und auch mit der Vertragssituation. "Er ist noch lange bei uns und deshalb war es für uns wichtig, ihm die Möglichkeit zu geben." Der Leihvertrag mit Borussia Dortmund für Stammtorhüter Ramaj endet dagegen im Sommer. FCH-Trainer Frank Schmidt feiert den Auswärtssieg. Feller erfuhr erst am Vortag, dass er zum zweiten Mal von Beginn an in einem Bundesligaspiel auflaufen darf. Er sprach von einer "gesunden Nervosität. Man freut sich drauf, vor so einer Kulisse macht es am meisten Spaß. Es war sehr viel Druck auf dem Kessel, aber wir haben es sehr gut gemeistert." Nesrin Elnabolsy, Sportschau, ARD, 10.05.2026 • 17:07 Uhr Lund im Pech Nach dem Ausgleich entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und einem weiteren Heidenheimer Treffer. Wieder war Ibrahimovic beteiligt, er kam aus halblinker Position im Strafraum zum Schuss. Kölns Torwart Marvin Schwäbe fälschte den Ball noch leicht mit den Fingerspitzen ab, sodass Lunds Klärungsversuch kurz vor der Torlinie zum 1:2 im eigenen Netz landete. Das war für Lund kaum zu verhindern, aber der Treffer wurde trotzdem als Eigentor gewertet. Simpson-Pusey aus dem Kader gestrichen Köln wirkte defensiv nicht ganz so sattelfest wie sonst zuletzt unter Interimstrainer René Wagner. Der gelbgesperrte Eric Martel fehlte im defensiven Mittelfeld und auch die Innenverteidigung wurde umgebaut, Joel Schmied spielte für Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer war aus dem Kader gestrichen worden, weil er laut Klubangaben zu spät zum Anschwitzen gekommen war. Sportschau Bundesliga Highlights, Sportschau, 10.05.2026 • 19:27 Uhr Offensiv aber sorgte der FC immer wieder für Gefahr, so auch in der 38. Minute, als ein Abschluss von Said El Mala im letzten Moment von Patrick Mainka geblockt wurde. Auf der Gegenseite lenkte Schwäbe einen Schuss von Marvin Pieringer so gerade noch um den Pfosten (41.). El Mala trifft Dorsch am Kopf Die zweite Halbzeit begann mit einem aussichtsreichen, aber schlecht ausgespielten Heidenheimer Konter. Und mit einer unglücklichen Szene im Gäste-Strafraum: Kölns El Mala wollte aus der Drehung abziehen, traf dabei aber nicht den Ball, sondern den Hinterkopf des am Boden liegenden Niklas Dorsch. El Mala sah dafür Gelb und Dorsch spielte nach Behandlung weiter. Kurz darauf leitete Dorsch einen Konter ein, spielte weiter zu Ibrahimovic und dessen kluger Querpass brachte Schöppner eine Riesenchance, aber der Mittelfeldmann schoss freistehend über das Tor. Der dritte Heidenheimer Treffer war dann richtig gut ausgespielt: Schöppner spielte rechts raus zu Eren Dinkci, der legte zurück in die Mitte und Schöppner schloss ab. Letztes Spiel in Müngersdorf für Kainz und Heintz Köln hatte in der Schlussphase noch einige gute Chancen, in der 78. Minute parierte Feller stark gegen Bülter. Aber auch mit Joker Florian Kainz in dessen letztem Heimspiel für den FC gelang kein Treffer mehr, der Österreicher wird im Sommer seine Karriere beenden. Auch Dominique Heintz erhielt noch Einsatzminuten, er verlässt den FC nach der Saison. Nesrin Elnabolsy, Sportschau, 10.05.2026 • 17:04 Uhr Am letzten Spieltag ist Köln beim FC Bayern München zu Gast bei der Meisterschalen-Übergabe. Parallel kämpft Heidenheim gegen Mainz weiter um den Relegationsrang - es wäre ein sensationelles Comeback. 1. FC Köln für Ihren Kalender Pfeil rechts 1. FC Heidenheim für Ihren Kalender Pfeil rechts Fußball Bundesliga 1. FC Köln 1. FC Heidenheim 1846 Dieses Thema im Programm: sportschau.de | Heidenheim schraubt in Köln weiter am Wunder | 11.05.2026 | 00.00 Uhr
Lokaler Sport
Herthas Eichhorn schießt Fürth an den Abgrund
Die SpVgg Greuther Fürth gestaltete die Partie in Berlin lange überlegen - dann brachte ein Teenager Hertha BSC in Front und das "Kleeblatt" näher an die 3. Liga.
Lokale Agenda
ARD-Dialogprojekt: Miteinander reden - statt übereinander
ARD-Dialogprojekt Miteinander reden - statt übereinander Stand: 10.05.2026 • 18:42 Uhr Was passiert, wenn Menschen aus ganz Deutschland, die sich vorher nicht kannten, ein Wochenende lang reden - nicht übereinander, sondern miteinander? Das will das ARD-Dialogprojekt "Was Deutschland verbindet" herausfinden. Von Michael Immel, HR "Was Deutschland verbindet" - so lautet die ARD-Dialog-Aktion. 84 Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten und mit unterschiedlichen Perspektiven sprechen in Baden-Baden und Leipzig über Themen, die sie bewegen und beschäftigen. Sie teilen Gedanken und Gefühle. Sie sprechen über Dialog, Gleichberechtigung sowie Migration und über Demokratie, Meckerkultur und Wandel. Sie haben sich diese Themen selbst ausgesucht. In den beiden Fernsehstudios von MDR und SWR kommen 84 Menschen zusammen. Diese stehen symbolisch für knapp 84 Millionen Menschen in Deutschland. Sie kannten sich vorher nicht. Sie treffen an diesem Wochenende das erste Mal aufeinander und tauschen sich aus. Dabei werden die Gesprächsrunden nicht journalistisch geführt. Was verbindet, was trennt? "Die Gespräche werden nicht von Journalistinnen oder Journalisten begleitet", sagt Florian Hager, ARD-Vorsitzender und Intendant des Hessischen Rundfunks. "Sie sind offen, ohne Skript." Bei der Aktion "Was Deutschland verbindet" gehe es darum, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen miteinander reden - und dabei auch festzustellen, dass die eine oder der andere bei manchen Themen eine komplett andere Meinung habe als man selbst. "Es ist aber trotzdem wichtig, Themen, die uns alle betreffen, zu verhandeln. Und dann - bei allen Unterschieden - vielleicht doch zu sehen, dass uns viele Dinge verbinden; vielleicht ja sogar mehr als uns trennen", so Hager. Viele unterschiedliche Ansichten "Doch es gibt auch Ausschlusskriterien", sagt Julia Krittian, Programmdirektorin beim Hessischen Rundfunk, der das ARD-Dialogformat koordiniert - unterstützt von MDR, NDR, SWR und WDR. "Wer nicht in Deutschland wohnt, ein politisches Amt bekleidet, verfassungsfeindliche Ansichten vertritt, überdurchschnittlich bekannt, also ein Promi ist oder engen persönlichen Kontakte zu Mitarbeitenden der ARD hat, kann nicht teilnehmen." Ziel sei es, dass so viele unterschiedliche Ansichten wie möglich zusammenkommen. Mit allen Teilnehmenden wurde daher ein Vorgespräch geführt. "Wir fragen dabei, wie die Menschen zu verschiedenen Themen stehen - nicht welche Partei sie wählen", so Krittian. Wissenschaftliche Begleitung Das ARD-Dialogprojekt "Was Deutschland verbindet" wird wissenschaftlich vom Leibniz-Institut für Medienforschung (Hans-Bredow-Institut) begleitet. Das Thema beschäftigt Medienforscher und Soziologe Jan-Hinrik Schmidt schon länger. Seiner Ansicht nach fehlen vielerorts die Eckkneipen, weniger Menschen engagieren sich in Vereinen oder anderswo. Es fehlten Gelegenheiten, "einfach zufällig Leute zu treffen im öffentlichen Raum", sich auszutauschen und zu verständigen. "Es ist tatsächlich so, dass mehr und mehr Menschen in Blasen leben, dass sie also eher in homogenen Freundeskreisen, vielleicht auch in homogeneren Nachbarschaften unterwegs sind und dadurch gar nicht mehr so mitbekommen, dass es in unserer Gesellschaft auch noch ganz andere Ansichten, Lebensweisen und Meinungen gibt", sagt Schmidt. Digitale Medien hätten das in gewisser Weise verstärkt. Mit Blick auf das ARD-Dialogformat stellt Schmidt fest: "An sich ist es eine künstliche Situation, dass dort Menschen, die sich vorher nicht kennen, zusammengebracht werden." Aber er vermutet stark, dass diese künstliche Situation relativ schnell vergessen werde und "die Leute dann in der Situation sind und einfach im Laufe der zwei Tage tatsächlich durch die Vertrautheit, durch das ständige Miteinander-Reden auch soziale Beziehungen entstehen." Es müssten nicht Freundschaften sein, aber: "Ich glaube, dass die Menschen hinterher sagen werden: 'Oh, guck mal, jetzt habe ich anhand dieser Person etwas verstanden'. Dabei habe ich immer gedacht: 'Wie kann man nur so denken - egal, ob ich die Meinung nun teile oder nicht", sagt Schmidt. ARD-Dialogprojekt "Was Deutschland verbindet" Vom 10. Mai bis 5. Juni steht der gesellschaftliche Dialog im Mittelpunkt der ARD-Dialog-Aktion. Die Dokumentation "Was Deutschland verbindet“ gibt es ab 30. Mai in der ARD-Mediathek und am 1. Juni, um 23:35 Uhr im Ersten. Sie fängt die spannendsten Momente aus den Gesprächsrunden ein. Alle sechs Diskussionsrunden werden ab der kommenden Woche in voller Länge in der ARD-Mediathek veröffentlicht. Es wird auch ein "Hart aber fair extra - Der Dialog", am 1. Juni, um 21:15 Uhr im Ersten geben und eine Vorabendreihe "Dialog vor acht" während des Aktionszeitraums um 19:45 Uhr im Ersten. Zudem beteiligen sich Funk, KiKA, Online und Social Media sowie die Radiowellen und Fernsehprogramme der ARD an der Dialog-Aktion. ARD Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 10.05.2026 | 17:45 Uhr
Lokale Agenda
Putin schlägt Schröder als Vermittler vor - die Reaktionen sind gemischt
Putin schlägt Altkanzler vor Schröder als Vermittler? Gemischte Reaktionen Stand: 10.05.2026 • 17:38 Uhr Sie verbindet eine jahrelange Freundschaft - nun will Kreml-Chef Putin Altkanzler Schröder als Vermittler im Ukrainekrieg haben. Reaktionen aus der deutschen Politik folgen schnell. Kremlchef Wladimir Putin hat den mit ihm befreundeten Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht und damit eine Debatte in Deutschland ausgelöst. Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend. Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es, man habe die Äußerungen zur Kenntnis genommen. Sie reihten sich ein in eine Serie von Scheinangeboten und seien Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands. "Deutschland und Europa lassen sich dadurch aber nicht spalten“, hieß es weiter. Unterschiedliche Reaktionen bei der SPD Bei den Parteien gab es unterschiedliche Reaktionen. Grüne, Linke und FDP reagierten mit Ablehnung oder mindestens mit Skepsis, die SPD ist sich uneins. Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner sprach sich dafür aus, Putins Vorschlag zu prüfen. "Ich begrüße jede Initiative, die den Krieg beenden könnte", sagte Stegner dem "Spiegel". "Jedes Angebot muss ernsthaft geprüft werden, wie verlässlich es ist", erklärte auch Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. 10.05.2026 Angriffskrieg gegen die Ukraine Putin bringt Schröder als Vermittler ins Gespräch Im Krieg gegen die Ukraine glaube Putin, dass sich dieser dem Ende zuneige. mehr "Wir können nämlich nicht akzeptieren, dass allein die USA und Russland über die Zukunft der Ukraine und der europäischen Sicherheit entscheiden", fügte Ahmetovic hinzu. Ziel müsse es sein, mit an den Verhandlungstisch zu kommen. Wenn eine Bedingung dafür sei, Ex-Bundeskanzler Schröder zu beteiligen, sollte das "in enger Abstimmung mit unseren europäischen Partnern abgewogen und im Vorfeld nicht sofort kategorisch ausgeschlossen werden", forderte Ahmetovic. Allerdings kommt aus der SPD auch Widerstand. Der frühere Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth, sprach im "Tagesspiegel" von einem "Affront gegenüber den USA und einem durchsichtigen Manöver". "Wer ernsthaft Frieden will, beginnt mit einem Waffenstillstand." Ein Moderator möglicher Verhandlungen könne "nicht einfach Putins Buddy sein", sagte Roth, der bis 2025 dem Bundestag angehörte. Entscheidend sei, "dass er vor allem von der Ukraine akzeptiert wird." 09.05.2026 Siegesparade in Moskau Demonstrative Normalität in unnormalen Zeiten Auf dem Roten Platz in Moskau hat unter massiven Sicherheitsvorkehrungen die Siegesparade stattgefunden. mehr Grüne: Schröder nicht glaubwürdig Die Grünen wiesen den Vorschlag klar zurück. "Putin trägt die Verantwortung für diesen völkerrechtswidrigen Krieg in der Ukraine", sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann der Nachrichtenagentur AFP. Er sei der Aggressor und könne den Krieg "sofort beenden". Sein Vorschlag, Schröder zu benennen, sei abwegig. "Selbst im Kreml sollte sich herumgesprochen haben, dass Gerhard Schröder in Sachen Russland keine Glaubwürdigkeit besitzt und wegen seiner engen Freundschaft zu Putin in Europa zu einer persona non grata geworden ist", sagte Haßelmann. Skeptisch sieht es auch die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. "Ein Vermittler in diesem Krieg muss von beiden Seiten akzeptiert werden", sagte Strack-Zimmermann den Funke-Zeitungen. Schröder aber habe "den Angriff auf die Ukraine nicht klar genug verurteilt". Dass die Ukraine Schröder in dieser Rolle akzeptieren und als ausreichend neutral wahrnehmen würde, "das darf bezweifelt werden". Auch Linksfraktionschef Sören Pellmann verwies darauf, dass Schröder und Putin seit Jahren politisch und persönlich eng verbunden seien. AfD für Vermittlungsversuch Schröders offen Die AfD zeigte sich offen. "Jede Vermittlung, die dazu beiträgt, das Sterben auf beiden Seiten zu beenden, ist zu begrüßen", erklärte der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier. "Das gilt auch für mögliche Vermittlungsversuche durch Altkanzler Schröder." 07.04.2024 Gerhard Schröder wird 80 Das schwarze Schaf der deutschen Sozialdemokratie Aus seiner Partei wird dem Sozialdemokraten wohl kaum einer gratulieren. mehr Putin hatte sich zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. Der Konflikt "neigt sich dem Ende zu", meinte Putin nach der Militärparade anlässlich des Weltkriegsgedenkens in Moskau. Er brachte dann Schröder ins Gespräch. Obwohl sich die USA um Vermittlung bemüht hätten, könne er sich von europäischer Seite den früheren SPD-Chef als Vermittler vorstellen. "Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.“ Schröder lange Jahre für Gazprom tätig Das Büro des Altkanzlers teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit, Schröder werde sich zu dieser Frage nicht äußern. Schröder war nach seinem Ausscheiden aus der Politik lange Jahre für russische Energiekonzerne aktiv, unter anderem als Präsident des Verwaltungsrats der Nord Stream 2 AG, einer Tochtergesellschaft des russischen Energiekonzerns Gazprom. Zwischen Kiew und Moskau gab es Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs bisher unter Vermittlung der USA, die Europäer saßen nicht mit am Tisch - auch weil der Kreml das ablehnte. Björn Blaschke, ARD Moskau zzt. Köln, tagesschau, 10.05.2026 • 13:00 Uhr Russland Ukraine Putin Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 10.05.2026 | 17:00 Uhr, BR24 | Nachrichten | 10.05.2026 | 12:04 Uhr, Das Erste | tagesschau | 10.05.2026 | 14:00 Uhr
Lokale Agenda
Ärzteverband fordert, Schnaps nur noch in Lizenzshops zu verkaufen
"Alkoholshops" für Hochprozentiges Ärzte fordern Ende des Schnaps-Verkaufs im Supermarkt Stand: 10.05.2026 • 16:55 Uhr Der Ärzteverband Marburger Bund fordert strengere Regelungen beim Zugang zu Alkohol. Ein Vorschlag lautet, Hochprozentiges künftig nur noch in lizenzierten Shops anzubieten, wie es etwa in vielen nordischen Ländern üblich ist. Nach Ansicht des Ärzteverbands Marburger Bund soll es künftig keinen hochprozentigen Alkohol mehr in deutschen Supermärkten, Tankstellen und Kiosken zu kaufen geben. Stattdessen solle der Verkauf ausschließlich in lizenzierten und spezialisierten Verkaufsstellen, sogenannten Alkoholshops, erfolgen, teilte der Verband auf seiner Hauptversammlung in Hannover mit. Risiko für spätere Abhängigkeit Zur Begründung hieß es, der Alkoholkonsum gehöre zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Besonders junge Menschen müssten besser geschützt werden. Früh etablierte Konsummuster erhöhten nachweislich das Risiko für spätere Abhängigkeitserkrankungen sowie gesundheitliche und soziale Folgeschäden. Außerdem benötige es eine bundesweite langfristig angelegte Präventionsstrategie, die Aufklärungskampagnen, die Stärkung von Suchtprävention an Schulen, den Ausbau niedrigschwelliger Beratungsangebote und die Förderung wissenschaftlicher Forschung umfasst. 12.06.2025 Jugendschutz Gesundheitsminister wollen Stopp für "begleitetes" Trinken Bisher ist es noch erlaubt. Die Landesgesundheitsminister wollen ein Ende des "begleiteten" Trinkens ab 14 Jahren. mehr Ärzte unterstützen Ende von "begleitetem Trinken" Der Marburger Bund unterstützt auch die Gesetzespläne des Bundesfamilienministeriums, das sogenannte "begleitete Trinken" für Jugendliche ab 14 Jahren abzuschaffen. Bisher dürfen Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung der Eltern in der Öffentlichkeit Wein, Sekt oder Bier trinken. Alkoholkonsum Gesundheit Dieses Thema im Programm: NDRInfo | Nachrichten | 10.05.2026 | 16:00 Uhr
Lokale Wirtschaft
Neue E-Auto-Prämie: Lohnt sich das?
Beginn der Förderung Neue E-Auto-Prämie: Lohnt sich das? Stand: 10.05.2026 • 16:24 Uhr Bis zu 6.000 Euro Zuschuss für neue E-Autos - doch längst nicht alle profitieren. Wer Anspruch hat, wie hoch die Prämie ausfällt und warum Ökonomen und Autohändler skeptisch sind. Von Lisa Wurscher und Johannes Lenz, BR Mit einem neuen Förderprogramm will die Bundesregierung den Kauf von Elektroautos in Deutschland fördern. Wie hoch die Prämie ausfällt, hängt vom Einkommen, der Kinderzahl und der Antriebsart (reines E-Auto oder Hybrid) ab. Wer bekommt die Förderung und wie hoch fällt sie aus? Ein Haushalt ohne Kinder darf ein Einkommen von 80.000 Euro im Jahr nicht überschreiten, sonst fällt die Prämie weg. Familien mit Kindern bekommen etwas mehr Spielraum: Für das erste und zweite Kind erhöht sich die Grenze um jeweils 5.000 Euro - somit bis zu einem Maximum von 90.000 Euro. Unterm Strich sind mehrere Tausend Euro Förderung drin. Ein Beispiel: Bei einem vollelektrischen Auto, einem sogenannten BEV, liegt die Basisförderung bei 3.000 Euro. Dazu kommt ein Kinderzuschuss von maximal 1.000 Euro. Für Einkommen unter 60.000 Euro gibt es 1.000 Euro extra. Liegt es unter 45.000 Euro, gibt es einen weiteren Tausender obendrauf. In Summe liegt die maximale Prämie bei einem vollelektrischen Wagen also bei 6.000 Euro. Plusminus: Steigende Spritpreise - Bundesregierung startet umstrittenes Förderprogramm für E-Autos Lisa Wurscher, BR, Das Erste, 15.04.2026 • 21:45 Uhr Kaufinteressenten freuen sich über E-Prämie Marek Wilde aus Leeden im Münsterland möchte von der staatlichen Subvention beim Autokauf profitieren. Er will seinen VW Golf gegen ein neues E-Auto tauschen - der Staat zahlt mehrere Tausend Euro dazu. Ein Angebot, dem er nicht widerstehen kann: "Ich hätte mich auch so für ein E-Auto entschieden, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Aber durch die Prämie jetzt hat sich natürlich der Zeitraum verschoben." In seinem Blick: ein chinesisches Modell. Vollelektrisch. Kostenpunkt: knapp 44.000 Euro. Bei einer Förderung von 5.000 Euro könnte er sich beim monatlichen Leasing circa 100 Euro sparen. FAQ 15.04.2026 Bis zu 2.000 Euro pro Stellplatz So werden E-Ladesäulen für Mehrparteienhäuser gefördert Ab heute fördert die Bundesregierung Ladestationen für E-Autos in Mehrparteienhäusern. Was das bringen kann. mehr Für wen sich die Förderung besonders rechnet Am stärksten können von der neuen Förderung Haushalte mit niedrigen oder mittleren Einkommen und mit Kindern profitieren - allerdings nur, wenn ein Neuwagen angeschafft wird. Doch das bedeutet oft eine hohe Investition. Wer wenig verdient und keine größeren Rücklagen hat, sollte deshalb sehr genau durchkalkulieren, ob sich der Kauf eines Neuwagens trotz Prämie finanziell tatsächlich stemmen lässt. Kritiker bemängeln, dass die E‑Prämie an der Realität vieler Haushalte vorbeigeht: Für gutverdienende Singles mit 80.000 Euro Einkommen ist ein E‑Auto ab 30.000 Euro mit Prämie gut machbar, obwohl sie die Unterstützung nicht zwingend brauchen. Für Familien mit ein oder zwei Kindern und Einkommen deutlich darunter bleibt ein neuer, ausreichend großer E‑Wagen selbst mit höchster Förderung oft unerschwinglich. Ob künftig auch gebrauchte Elektroautos gefördert werden, ist bislang offen. Steht Familienzuwachs, ein Umzug oder ein Jobwechsel mit anderer Pendelstrecke an, sollte geprüft werden, ob das gewählte Auto auch unter den veränderten Bedingungen noch passt. Denn das geförderte Fahrzeug muss mindestens drei Jahre lang gehalten werden. 09.12.2025 Umweltministerium prüft Möglichkeiten Staatliche Förderung auch für gebrauchte E-Autos? Nach der neuen Förderung für Elektro- und Hybrid-Neuwagen könnte nun auch ein Zuschuss für ältere E-Autos kommen. mehr Prämienstart noch unklar Burkhard Weller ist Inhaber eines Autohauses und Präsident eines neu gegründeten Autohändlerverbandes. Die Stimmung sei bei vielen Autohändlern gerade nicht gut. Zwar kämen neue Kunden; seiner Beobachtung nach aber nicht wegen der E-Auto-Prämie. Ein Grund dafür: Das Geld, das es für alle Neuzulassungen seit Januar 2026 geben soll, kann noch immer nicht beantragt werden. Auf Plusminus-Anfrage erklärt das Bundesumweltministerium, dass die Antragstellung voraussichtlich im Mai 2026 möglich sei. Es werde gerade eine Webseite erstellt. "Ein genaues Startdatum können wir (…) aktuell noch nicht nennen (…)", heißt es weiter auf Anfrage. Analyse 16.05.2025 Staatliche Förderung E-Autos nur etwas für Dienstwagen-Privilegierte? Private Autokäufer meiden E-Autos - Dienstwagen-Besitzer profitieren von massiven steuerlichen Vorteilen. mehr Kritik von Autohändlern und Ökonomen Auf Händlerseite sorge die Prämie auch für Unsicherheiten, so Weller. Und zwar auf dem Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge. Händler rechnen mit einem Preissturz - ausgelöst durch die Prämie, die den Kaufpreis für Neuwagen nach unten drückt, so der Präsident des Verbands der Automobilhändler Deutschlands. Automatisch sinke damit auch der Wert der Gebrauchten. "Am Gebrauchtwagen gibt es keine Margen von 3.000 bis 6.000 Euro, sondern da sind wir deutlich darunter." Insofern sind das echte Verluste, die auf den Gebrauchtwagen-Höfen entstehen. Burkhard Weller, Autohändler Auch von Ökonomen gibt es Kritik. Bei allen Ersparnissen für die Käufer sieht Oliver Falck vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung zum jetzigen Zeitpunkt keine Begründung für einen Elektroautoprämie, "weil sich der Elektromarkt relativ gut entwickelt und Unsicherheiten, wie es sie am Anfang bei den Käufern gab, einfach im Moment nicht mehr vorhanden sind". 04.04.2026 Wegen hoher Spritpreise Boom bei gebrauchten E-Autos Immer mehr Autofahrer denken darüber nach, auf ein Elektroauto umzusteigen - vor allem auf ein gebrauchtes. mehr Bundestag macht Weg für E-Auto-Prämie frei Mit dem "Gesetz zur Förderung klimaneutraler Mobilität" hat der Bundestag am 17. April die rechtliche Grundlage beschlossen. Der Gesetzentwurf wurde mit den Stimmen von Union und SPD gegen die Stimmen von Grünen, Linken und AfD verabschiedet. Mindestens 1.500 Euro und maximal 6.000 Euro sind möglich - rückwirkend zum Jahresbeginn. Die neue E-Auto-Prämie ist bis 2029 befristet. Insgesamt rechnet der Staat dafür mit Ausgaben von drei Milliarden Euro. Elektromobilität Dieses Thema im Programm: Das Erste | Plusminus | 15.04.2026 | 21:45 Uhr
Lokale Agenda
DGB-Chefin Fahimi warnt bei Kongress vor Angriff auf Sozialstaat
DGB will rote Linie ziehen Fahimi warnt vor Angriff auf Sozialstaat Stand: 10.05.2026 • 14:45 Uhr Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat seinen viertägigen Bundeskongress begonnen und warnt vor Angriffen auf den Sozialstaat. Auf dem Kongress wird auch Bundeskanzler Merz erwartet. DGB-Chefin Yasmin Fahimi hat mit Blick auf die aktuelle Reformdebatte vor Angriffen auf Arbeitsrechte und Sozialstaat gewarnt. "Wir sehen, wie versucht wird, den Acht-Stunden-Tag infrage zu stellen oder soziale Sicherungssysteme auszuhöhlen", sagte sie zum Auftakt des viertägigen Bundeskongresses des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin. Keine Politik der sozialen Abrissbirne Der DGB werde "klare rote Linien ziehen" - gegen jeden weiteren Eingriff in das Arbeitszeitgesetz oder etwa einer Abschaffung des Rechts auf Teilzeit. Auch mögliche Rentenkürzungen würden die Arbeitnehmer nicht hinnehmen. Fahimi warnte erneut davor, "den Sozialstaat schlechtzureden und die Beschäftigten zur Ursache der Krisen zu erklären". Mit den Gewerkschaften sei eine "Politik der sozialen Abrissbirne" nicht zu machen. Es sei entscheidend, dass die Gewerkschaften den Menschen in unsicheren Zeiten Sicherheit gäben und für soziale Sicherheit kämpften, sagte die DGB-Chefin. Als Schwerpunkte des DGB für die kommenden vier Jahre kündigte Fahimi "mehr Tarifbindung, mehr Mitbestimmung und mehr Investitionen in die Zukunft" an. 16.04.2026 Widerstand aus der Wirtschaft Scharfe Kritik an geplanter 1.000-Euro-Prämie Verbände und Mittelstand halten die geplante steuerfreie Entlastungsprämie für kaum finanzierbar. mehr Fahimi stellt sich zur Wiederwahl Das viertägige Treffen steht unter dem Motto "Stärker mit uns". Die etwa 400 Delegierten wollen über die Leitlinien gewerkschaftlicher Arbeit in den kommenden vier Jahren beraten und zudem ihren Bundesvorstand wählen. Fahimi stellt sich am Montag zur Wiederwahl als Vorsitzende. Die ehemalige Generalsekretärin der SPD hat den Posten seit Mai 2022 inne. Am Dienstag ist eine Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geplant. Auch Finanzminister Lars Klingbeil und Arbeitsministerin Bärbel Bas (beide SPD) werden auf dem Bundeskongress in Berlin erwartet. Deutscher Gewerkschaftsbund berät auf Bundeskongress Leitlinien für künftige Arbeit tagesschau, Das Erste, 10.05.2026 • 14:00 Uhr DGB Sozialstaat Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 10.05.2026 | 14:00 Uhr
Lokale Agenda
Tötungen von Frauen sollen künftig eher als Mord bestraft werden
Tötungen von Frauen Hubig will Strafrecht bei Femiziden nachschärfen Stand: 10.05.2026 • 10:07 Uhr Wer eine Frau tötet, weil sie eine Frau ist, wird oft wegen Totschlags und nicht wegen Mordes verurteilt. Justizministerin Hubig will das ändern. Sie plant eine Nachschärfung des Gesetzes. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will das Strafrecht in Bezug auf Femizide und geschlechtsspezifische Tötungen verschärfen. "Wir haben einen guten Weg gefunden, deutlich zu machen: Wer aus der Motivation heraus tötet, nur weil sie eine Frau ist, der soll dann, wenn alle anderen Einzelheiten passen, auch als Mörder verurteilt werden", sagte Hubig der Bild am Sonntag. Zwar könne nach geltendem Recht schon heute die Tötung einer Frau aus Besitzdenken als Mord strafbar sein - in der Rechtsprechung gebe es aber immer noch diese Entscheidungen, "na ja, das war Eifersucht. Wenn der eifersüchtig war, war der in Rage. Dann ist er vermindert schuldfähig, und dann kann man es nur als Totschlag verurteilen", sagte Hubig. "Das wollen wir durch eine Klarstellung im Gesetz ändern", betonte die Ministerin. 20.11.2025 Studie über Tötung von Frauen Wie es zu Femiziden kommt Eine große Studie zeigt: Femizide machen einen erheblichen Anteil der Frauentötungen in Deutschland aus. mehr Das Ziel: Ein besserer strafrechtlicher Schutz Damit würde sich in der Regel auch das Strafmaß ändern. Denn nur bei einer Verurteilung wegen Mordes könne der Täter "eine lebenslange Freiheitsstrafe bekommen", sagte Hubig. Beim Totschlag sei nur eine begrenzte Strafe möglich, zum Beispiel auf "zehn, zwölf Jahre, wo dann klar ist, spätestens danach ist auch die Entlassung". Nur in besonders schweren Fällen kann eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt werden. In der Debatte über einen besseren strafrechtlichen Schutz für Frauen hatte es zuletzt immer wieder Forderungen gegeben, dafür auch den Mordparagrafen 211 im Strafgesetzbuch um das Merkmal Femizid zu ergänzen, wenn also Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden. Bisher gelten Mordlust, Habgier, Heimtücke, die Verdeckung einer anderen Straftat, die Befriedigung des Geschlechtstriebs und sonstige niedrige Beweggründe als Mordmerkmale. Dafür ist lebenslange Haft vorgesehen. Hilfe bei Gewalt Hilfsangebote bei Gewalt gibt es beim Hilfetelefon des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und der kostenfreien, rund um die Uhr zu erreichenden Nummer 116 016. Auch Online-Beratung per Chat oder Mail wird dort angeboten. Weitere Anlaufstellen sind örtliche Frauenhäuser oder Beratungsstellen. Im Notfall ist der Notruf 110 zuständig. Femizid Femizide Hubig Dieses Thema im Programm: tagesschau24 | Nachrichten | 10.05.2026 | 09:00 Uhr
Globale Wirtschaft
Scheidender Fed-Chef Powell will im Vorstand der US-Notenbank bleiben
Konflikt mit Präsident Trump Chef der US-Notenbank will im Vorstand bleiben Stand: 30.04.2026 • 08:58 Uhr Energiekrise und Inflationssorgen belasten auch die US-Wirtschaft, die Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins daher unangetastet. Trotzdem hielt die Sitzung der Währungshüter zwei große Überraschungen bereit. Dass sich der scheidende Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) Jerome Powell mit einer Zinspause wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs verabschiedet, war erwartet worden. Überraschend war jedoch: Auch nach dem planmäßigen Ende seiner Amtszeit Mitte Mai will er im Vorstand der US-Notenbank bleiben. "Ich habe vor, mich in dieser Funktion zurückhaltend zu verhalten", sagte er bei seiner letzten Pressekonferenz als Fed-Vorsitzender. Wie lange er als sogenannter Gouverneur im Vorstand arbeiten wolle, ließ er indes offen. Auf Powell soll auf Vorschlag von US-Präsident Donald Trump der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh folgen. Analyse 30.01.2026 Früherer Fed-Gouverneur Warsh Wer ist Trumps Mann für die Fed-Spitze? Trump hat Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Powell vorgeschlagen. Wer ist der Mann? mehr Brandrede gegen Vorgehen der US-Regierung Warsh war nur wenige Stunden vor dem Zinsentscheid vom Bankenausschuss des Senats bestätigt worden. Nun muss der gesamte Senat noch grünes Licht geben. Ökonomen befürchten, dass Trump über Warsh erheblichen Einfluss auf Entscheidungen nehmen und indirekt Zinslockerungen erwirken könnte. Powell könnte im Vorstand bleiben wollen, um ein Gegengewicht darzustellen - zum Ärger Trumps, der ihn schon lange gefeuert sehen möchte. Der Präsident hatte über Monate Powell öffentlich verbal angegriffen und ihn für aus seiner Sicht zu langsame Zinssenkungen verantwortlich gemacht. Seine Reaktion auf den angekündigten Verbleib kam daher schnell. "Powell will bei der Fed bleiben, weil er nirgendwo sonst einen Job bekommt, niemand will ihn", erklärte Trump in seinem Onlinedienst. Finanzminister Scott Bessent sagte im Sender Fox Business, Powells Verbleib sei ein "Verstoß" gegen die Regeln der Fed und eine "Beleidigung" für Warsh. Powells Verbleib ist zwar ein ungewöhnlicher Schritt, doch steht ihm diese Option zu. Er verteidigte seine Entscheidung in einer Art Brandrede, in der er Sorge über das juristische Vorgehen der Trump-Regierung äußerte. Dieses sei in der 113-jährigen Geschichte der US-Notenbank beispiellos. 24.04.2026 Chef der US-Notenbank Staatsanwältin stellt Ermittlungen gegen Powell ein Wegen angeblich ausufernder Renovierungskosten der US-Notenbank wurde gegen deren Chef Powell ermittelt. mehr Fed-Mitglieder uneins Die "rechtlichen Angriffe" gegen ihn gefährdeten "unsere Fähigkeit, Geldpolitik ohne Berücksichtigung politischer Faktoren zu betreiben", sagte der Fed-Chef. "Ich habe gesagt, dass ich den Vorstand nicht verlassen werde, bis diese Untersuchung wirklich und endgültig unter transparenten Bedingungen abgeschlossen ist, und daran halte ich fest", so Powell. Die jüngsten Ereignisse hätten ihm "keine Wahl" gelassen als im Vorstand zu verbleiben. Vergangene Woche hatte Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro angekündigt, ihre Ermittlungen gegen Powell wegen angeblich ausufernder Renovierungskosten an einem Fed-Gebäude einzustellen. Powell bestätigte nun, dass auch das Justizministerium von einer Wiederaufnahme der Ermittlungen sowie der Zustellung neuer Vorladungen absehen will. Die Fed hielt derweil zum dritten Mal in Folge still und beließ den Leitzins wie erwartet in der Bandbreite von 3,50 bis 3,75 Prozent. Elf der zwölf Mitglieder stimmten für die Beibehaltung des Zinses, lediglich der Trump-Berater Stephen Miran votierte für eine Senkung. Außergewöhnlich war, dass zudem drei Mitglieder den Kurs künftiger Zinslockerungen ablehnten. Dies dürfte ungeachtet der unsicheren Wirtschaftslage auch als demonstratives Zeichen gegen Trumps Forderungen nach Zinssenkungen gewertet werden. Anne Schneider, ARD Washington, tagesschau, 30.04.2026 • 07:40 Uhr US-Notenbank Federal Reserve Leitzins Powell Trump Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Fed senkt ZInsen nicht und Powell bleibt im Fed-Vorstand | 30.04.2026 | 07:41 Uhr
Globale Wirtschaft
Vereinigte Arabische Emirate wollen OPEC verlassen
Erdölexportierende Länder Vereinigte Arabische Emirate wollen OPEC verlassen Stand: 28.04.2026 • 16:19 Uhr Die Vereinigten Arabischen Emirate treten zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) aus. Hinter dem Schritt werden vor allem Konflikte mit anderen Staaten in der Region vermutet. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ihren Austritt aus der Ölallianz OPEC und dem erweiterten Verbund OPEC+ erklärt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien. Hintergrund sei eine gründliche Abwägung auch mit Blick auf die anhaltenden "Störungen im Persischen Golf und der Straße von Hormus", heißt es in einer Erklärung. Die USA und Israel hatten Ende Februar Iran angegriffen. Durch den Krieg ist die besonders für die Ölwirtschaft wichtige Straße von Hormus weitgehend blockiert. Ramin Sina, ARD Kairo, wer tritt aus der OPEC aus? tagesschau24, 28.04.2026 • 17:00 Uhr Schritt nicht mit Saudi-Arabien abgestimmt Dem Austritt war scharfe Kritik der VAE an anderen arabischen Staaten vorausgegangen. Die VAE hatten anderen Staaten in der Region vorgeworfen, das Land nicht ausreichend vor den zahlreichen iranischen Angriffen im Zuge des Krieges am Golf zu schützen. Die Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die verbleibenden OPEC-Länder und deren De-facto-Anführer Saudi-Arabien - zumal der Krieg gegen Iran bereits einen historischen Energieschock ausgelöst und die Weltwirtschaft verunsichert hat. Der Energieminister der VAE, Suhail Mohamed al-Masrui, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Entscheidung sei nach einer sorgfältigen Prüfung der Energiestrategien getroffen worden. Auf die Frage, ob sich sein Land mit Saudi-Arabien abgestimmt habe, erklärte er, das Thema sei mit keinem anderen Staat besprochen worden. FAQ 04.03.2026 Rohöl auf dem Weltmarkt Wie die Ölpreise berechnet werden Mit dem Beginn des Iran-Kriegs sind die Preise für Rohöl kräftig gestiegen. Wie entstehen sie eigentlich? mehr Trump ist OPEC ein Dorn im Auge Der überraschende Verlust des langjährigen Mitglieds droht die OPEC zu schwächen, die trotz interner Meinungsverschiedenheiten über Geopolitik oder Förderquoten meist um ein geschlossenes Auftreten bemüht war. Für US-Präsident Donald Trump ist der Austritt der VAE ein großer Erfolg. Er hatte der OPEC vorgeworfen, den Rest der Welt durch künstlich überhöhte Ölpreise "auszunehmen". Zur OPEC gehörten bislang zwölf Staaten: Neben den Emiraten und Saudi-Arabien etwa Iran, der Irak, Kuwait, Libyen und Venezuela. Russland, der Oman und Brasilien gehören zum erweiterten Kooperationsverbund OPEC+. Die Mitglieder der OPEC stimmen untereinander ab, wie viel Erdöl sie fördern - mit diesen Quoten nehmen sie erheblichen Einfluss auf den weltweiten Ölpreis. Die OPEC hat ohne die Emirate einen deutlich geringeren Einfluss auf die weltweiten Ölmärkte. Mit dem Austritt eines der größten Produzenten fällt es der Organisation schwerer, Energiepreise zu kontrollieren und nach Möglichkeit stabil zu halten. Experte: Auswirkungen "derzeit eher theoretischer Natur" Nach Einschätzung von David Oxley, Ökonom bei Capital Economics, wird der Austritt aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben. Eine höhere Ölförderung der VAE sei angesichts der weiter bestehenden Sperrung der Straße von Hormus "derzeit eher theoretischer Natur", schrieb er in einer ersten Reaktion. Bevor der Krieg im Nahen und Mittleren Osten die Fördermengen einbrechen ließ, wurde in den Emiraten im März noch 3,4 Millionen Barrel Öl (je 159 Liter) pro Tag gepumpt - mehr als 16 Prozent der gesamten OPEC-Produktion. Anfang 2019 hatte der regionale Nachbar Katar die OPEC bereits verlassen mit der Begründung, als weltweit führender Gasexporteur gebe es keinen Grund mehr für eine Mitgliedschaft. Mit Informationen von Moritz Behrendt, ARD Kairo Vereinigte Arabische Emirate OPEC Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Vereinigte Arabische Emirate wollen aus der OPEC austreten | 28.04.2026 | 15:17 Uhrtagesschau24 | Nachrichten | 28.04.2026 | 14:00 Uhrtagesschau24 | Nachrichten | 28.04.2026 | 17:00 Uhr
Globale Wirtschaft
Wie kommen deutsche Autos bei der weltgrößten Automesse in Peking an?
Automesse in Peking Chinas bunte E-Auto-Welt - und die deutsche Antwort Stand: 27.04.2026 • 14:33 Uhr Auf der weltgrößten Automesse in Peking präsentieren chinesische Hersteller ihre Modelle mit viel smarter Technik und einem Lifestyle-Versprechen. Wie kommen deutsche Autos an? Von Eva Lamby-Schmitt, ARD Shanghai Mit Selfiestangen, Smartphones und Videokameras umringen chinesische Influencer die neuen Fahrzeuge auf der Automesse in Peking - manchmal so dicht, dass die Autos fast nicht mehr zu sehen sind. Selbst der große neue Luxus-Elektrovan der chinesischen Marke Zeekr verschwindet in der Menge. Nicht nur die Autos selbst, auch Stars wie der chinesische Schauspieler Huang Xiaoming ziehen Publikum bei Zeekr an. Andere Autohersteller werben mit Showtänzen, Models, und der chinesische Hersteller BYD hat eines seiner Fahrzeuge als Einhorn verkleidet. Umkämpfter Automarkt in China Jörg Endriss, ARD Peking, tagesthemen, Das Erste, 24.04.2026 • 21:45 Uhr "Es ist sehr lebhaft hier", stellt der 28-jährige Automobilblogger Zhou Pengrui fest. "Viele Leute sind bei den chinesischen Marken, bei den ausländischen Herstellern ist nicht so viel los. Ich sehe, es haben immer mehr Autos KI-Technologie integriert." Fahr- und Sprachassistenten nutzen KI. Passend zu diesem Trend ist das Motto der diesjährigen Messe "Zukunft der Intelligenz". Nicht nur elektrisch, sondern smart. Hintergrund 24.04.2026 Mobilität Was die Generation Z vom Auto erwartet Das Auto hat für viele junge Menschen an Status verloren. Trotzdem erlebt es bei der Gen Z ein Comeback. mehr Deutsche Autos mit chinesischer Technik? Wie kommen die neuen deutschen E-Auto-Modelle speziell für den chinesischen Markt in China an? Das ist die große Frage in diesem Jahr. "Egal ob Preis-Leistungs-Verhältnis oder Intelligenz und Fahrgewohnheiten, in China passen die chinesischen Autos besser. Die verstehen den Lifestyle besser", sagt die chinesische Bloggerin Liang Yingxin. Zhou Pengrui hingegen kann auch den Deutschen etwas abgewinnen. "Eigentlich nutzen Joint-Ventures von BMW und Mercedes-Benz und Audi die Konzepte von chinesischen Anbietern, sie haben den Rückstand weitgehend aufgeholt." Der Blogger ist der Meinung, dass die deutschen Marken immer besser werden: "Viele Verbraucher erkennen ihre Qualität, Technologie und Design an. Mercedes-Benz hat schon eine Geschichte von 140 Jahren, auch BMW ist gut. Mit chinesischer KI-Technologie werden sie noch besser." Zhou Pengrui selbst findet den elektrischen Mercedes GLC gut, der bald auf den chinesischen Markt kommen soll. Allerdings: "Der ist schon teuer, da muss ich noch hart für arbeiten", so der Blogger. Attraktiv, aber teuer: der vollelektrische Mercedes GLC wird auf der Automesse in Peking vorgestellt. Einen VW für 10.000 Euro gibt es nur in China Die Preise machen den Unterschied. Die Hersteller in China bieten günstige Preise. Die mehr als 100 Marken unterbieten sich gegenseitig. Das zieht bei den Verbrauchern. Doch die wenigsten erzielen mit ihren E-Autos Gewinne. Die deutschen Autohersteller tun sich seit einigen Jahren auf dem größten Automarkt der Welt schwer. Nun bekommen sie durch chinesische Hersteller auch bei teuren Luxusautos Konkurrenz, zum Beispiel durch die Marken Stelato mit Software-Ausstattung des chinesischen Technologiekonzerns Huawei oder durch die Marke Zeekr vom chinesischen Automobilkonzern Geely. Volkswagen versucht es nun auch im Einstiegssegment mit einem E-Auto der Submarke Jetta für umgerechnet rund 10.000 Euro, zu haben nur in China. 24.04.2026 Neue E-Automodelle angekündigt Deutsche Hersteller im chinesischen Preiskampf In der chinesischen Hauptstadt Peking startet heute die wichtigste Fachmesse auf dem weltgrößten Automarkt. mehr Kooperationen mit lokalen Herstellern und Zulieferern Deutsche Autohersteller gehen zunehmend dazu über, in China für den chinesischen Markt zu entwickeln, direkt in Zusammenarbeit mit chinesischen Software- und Tech-Partnern. "Natürlich haben Audi, BMW, Mercedes im Premiumsegment hier ihren Platz, was natürlich eine andere Preisklasse ist vom Anspruch her. Das wird momentan alles etwas verwässert durch diese Preiskämpfe", sagt Beatrix Keim, Automobilexpertin am Duisburger Mobilitätsforschungsinstitut Center Automotive Research. "Alle arbeiten daran, noch mehr zu lokalisieren: mit lokalen Zulieferern - ob das jetzt ausländische Zulieferer sind oder chinesische - zu arbeiten, vielleicht auch in Kooperationen mit lokalen Herstellern zu arbeiten, um die Kosten zu senken." 08.01.2026 Preiskampf unter Herstellern Warum Elektroautos in China so viel günstiger sind E-Autos in Deutschland sind derzeit fast 50 Prozent teurer als in China. Woran liegt das? mehr Hersteller aus China wollen in Europa wachsen Chinesische Hersteller erhoffen sich derweil im Ausland mehr Gewinne. Im vergangenen Jahr haben sie so viele E-Autos wie noch nie außerhalb Chinas verkauft. Jetzt könnten die gestiegenen Ölpreise durch den Iran-Krieg die weltweite Nachfrage nach E-Autos noch weiter antreiben. "Wir sehen dass die Nachfrage sprunghaft angestiegen ist in Ostasien, in Australien, aber auch in Europa", sagt die stellvertretende Chefin des größten chinesischen Automobilherstellers BYD, Stella Li. "In Deutschland haben sich unsere Vorbestellungen fast verdoppelt." Bislang sind noch nicht so viele chinesische E-Autos auf deutschen Straßen zu sehen. Im ersten Quartal dieses Jahres machten chinesische Hersteller nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes nur rund drei Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil ist gering, doch er wächst rasant - und nun durch die höheren Benzinpreise vielleicht noch schneller. Eva Lamby-Schmitt, ARD Peking, tagesschau, 27.04.2026 • 12:54 Uhr China Autoindustrie Elektroautos Dieses Thema im Programm: BR24 | Nachrichten | 25.04.2026 | 20:16 Uhr
Globale Wirtschaft
Machtkampf um die Fed - Trumps Kandidat Warsh in der Kritik
analyse Trump-Kandidat vor Ausschuss Machtkampf um die Fed - Warsh in der Kritik Stand: 21.04.2026 • 12:46 Uhr Kevin Warsh soll neuer Chef der US-Notenbank Fed werden. Doch der mögliche Powell-Nachfolger ist in der Kritik - auch heute vor einer Anhörung im Senat. Verzögert sich deshalb der Stabwechsel? US-Präsident Trump reagiert verärgert. Eine Analyse von Angela Göpfert, ARD-Finanzredaktion Mit der Anhörung von Kevin Warsh im Bankenausschuss des US-Senats beginnt heute die entscheidende Phase im Machtkampf um die Spitze der US-Notenbank. Warsh ist von US-Präsident Donald Trump sowohl als künftiger Fed-Chef als auch als Mitglied des Fed-Direktoriums nominiert worden. Der Zeitdruck ist enorm, denn die reguläre Amtszeit von Jerome Powell als Vorsitzender der Federal Reserve endet bereits am 15. Mai. Doch Warsh ist als Nachfolger von Powell umstritten - und ein geordneter Übergang alles andere als gewiss. Bei seiner Anhörung im Bankenausschuss wird er sich auch kritischen Fragen zu seinen umfangreichen Finanzbeteiligungen stellen müssen. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren drängt hier auf mehr Transparenz. Was über Warshs Vermögen bekannt ist Kevin Warsh weist in seinem offiziellen Offenlegungsbericht Vermögenswerte von deutlich über 100 Millionen Dollar aus. Genannt werden unter anderem große Fondsbeteiligungen, seine Beratungsfirma Vicarage LLC und seine Tätigkeit für das Duquesne Family Office. Außerdem gab Warsh Beteiligungen an SpaceX und Polymarket sowie an KI- und Krypto-Firmen an. Wegen bestehender Vertraulichkeitsvereinbarungen hat Warsh aber nicht alle zugrunde liegenden Einzelanlagen und Kunden offengelegt. Für den Fall seiner Bestätigung hat Warsh zugesagt, bestimmte Beteiligungen zu veräußern und seine Beratungstätigkeit zu beenden. Warsh-Anhörung: Warum im Bankenausschuss ein Patt droht Bereits in der Vorwoche haben alle elf demokratischen Ausschussmitglieder verlangt, die Warsh-Anhörung zu verschieben, bis die "vorgeschobenen Untersuchungen" gegen Fed-Chef Powell und Fed-Gouverneurin Lisa Cook eingestellt sind. Sie sehen in Warshs Nominierung einen "Teil der umfassenderen Bemühungen der Trump-Regierung, die Kontrolle über die Fed zu übernehmen". Hinzu kommt der republikanische Senator Thom Tillis: Auch er weigert sich, der Personalie Warsh zuzustimmen, solange die Untersuchung des Justizministeriums gegen den derzeitigen Fed-Chef Jerome Powell andauert. "Der Schutz der Unabhängigkeit der Federal Reserve vor politischer Einmischung oder rechtlicher Einschüchterung ist nicht verhandelbar", betont Tillis. Unterm Strich sorgt das für eine Pattsituation im Bankenausschuss, der aus elf demokratischen und dreizehn republikanischen Senatoren besteht. Sollte es bei der Abstimmung tatsächlich zu einem 12:12-Ergebnis kommen, dann würde Warshs Nominierung erst einmal im Bankenausschuss hängenbleiben - und könnte nicht mit einer Mehrheit an das Plenum zur Abstimmung weitergeleitet werden. Analyse 12.01.2026 Notenbank-Konflikt eskaliert Welche Gefahr Trumps Angriff auf die Fed birgt US-Präsident Trump droht Powell mit einer Anklage - Experten sehen die Unabhängigkeit der Fed in Gefahr. mehr Jerome Powell könnte länger im Amt bleiben Warshs Ernennung wäre damit fürs erste blockiert. Nach geltenden Regeln könnte Powell folglich über das reguläre Ende seiner Amtszeit Mitte Mai hinaus an der Fed-Spitze bleiben. Powell hat bereits erklärt, er werde weiterhin als Fed-Chef im Amt bleiben, falls bis zum 15. Mai kein Nachfolger bestätigt werde. Er fügte hinzu, seine Vorgänger hätten ebenso gehandelt. Vergangene Woche drohte Trump jedoch, Powell zu entlassen, sollte er dies tun. Analyse 30.01.2026 Früherer Fed-Gouverneur Warsh Wer ist Trumps Mann für die Fed-Spitze? Trump hat Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Powell vorgeschlagen. Wer ist der Mann? mehr Powell und Warsh - eine heikle Konstellation droht Doch selbst bei einer Bestätigung von Warsh im Bankenausschuss und anschließend im Senat würde Powell damit nicht automatisch aus der Fed-Führung verschwinden. Denn Powells Amtszeit als einfaches Mitglied im Board of Governors läuft noch deutlich länger, nämlich bis zum 31. Januar 2028. Und Powell hat bereits auf einer Pressekonferenz Mitte März angekündigt: "Ich habe nicht die Absicht, den Vorstand zu verlassen, bis die Untersuchung vollständig, transparent und endgültig abgeschlossen ist." Üblicherweise scheiden Fed-Vorsitzende nach dem Ende ihrer Amtszeit aus dem Board of Governors freiwillig aus. Sollte Warsh aber Fed-Vorsitzender werden, während Powell weiterhin dem Fed-Rat angehört, wäre das eine heikle Konstellation. Seit 1948 ist kein Fed-Chef nach der Ernennung eines neuen Vorsitzenden weiterhin als Gouverneur im Vorstand geblieben. Damit würde Powell zugleich verhindern, dass die Trump-Regierung einen weiteren Sitz im Rat besetzt. Wird Powell zur Symbolfigur einer unabhängigen Fed? Was Trump von einem neuen Fed-Chef erwartet, ist dabei klar: Als der Republikaner in der vergangenen Woche in der Sendung Fox Business gefragt wurde, ob er immer noch mit sinkenden Zinsen rechne, sagte er: "Wenn Kevin im Amt ist, dann ja... Die Zinsen sollten deutlich niedriger sein." Viele Ökonomen sehen das kritisch, heizen doch Iran-Krieg und Ölpreisschock die Inflation auch in den USA an. Scheitert oder verzögert sich nun die Bestätigung von Trumps Wunsch-Kandidaten Warsh im Senat, wäre das für den US-Präsidenten eine sichtbare Niederlage. In dieser Gemengelage könnte Powell zur Symbolfigur einer US-Notenbank werden, die für ihre Unabhängigkeit kämpft und sich dem politischen Zugriff entzieht. Trump Fed Jerome Powell US-Notenbank Unabhängigkeit Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Machtkampf um US-Notenbank spitzt sich zu | 20.04.2026 | 15.34 Uhr
Globale Wirtschaft
Folgen des Iran-Kriegs: Keine Entspannung beim Flugbenzin
hintergrund Folgen des Iran-Kriegs Keine Entspannung beim Flugbenzin Stand: 20.04.2026 • 20:48 Uhr Die Versorgung mit Kerosin bleibt angespannt, auch wenn die Politik beschwichtigt. Bleibt die Straße von Hormus weiter gesperrt, dürften Flugpläne weiter ausgedünnt und Tickets noch teurer werden. Von Ingo Nathusius, HR Der Preis für Flugzeugbenzin (Kerosin) ist seit Beginn des Iran-Kriegs um 122 Prozent gestiegen, schreibt die Londoner Beratungsfirma Energex. Erst wurde von Lieferproblemen an asiatischen Flughäfen berichtet, vor zwei Wochen kam es auch an Flugplätzen in Italien zu Verzögerungen beim Tanken. Lufthansa hat seine Zubringerfirma Cityline geschlossen und legt alte spritfressende Flugzeuge still. Begründet wird das mit teurem Kerosin, aber auch als Reaktion auf Streiks des Personals. Von der Bild-Zeitung bis zur Börsen-Zeitung schreiben Medien von steigenden Preisen und Gefahren für Fernreisen im Sommer. Bisher kam die Hälfte des in Europa benötigten Kerosins aus dem Nahen Osten. "Europa ist die Region mit der größten Importabhängigkeit vom Nahen Osten", schreibt die Internationale Energieagentur IEA. Seit dem Iran-Krieg kommt weniger als die Hälfte an - was bedeutet: Ein Viertel des europäischen Kerosinbedarfs wird nicht mehr wie gewohnt gedeckt. Saudi-Arabien leitet Rohöl zwar in den Hafen von Yanbu am Roten Meer um. Das ist kein sicheres Geschäft, weil Yanbu aus Iran angegriffen werden kann. 20.04.2026 Wirtschaftsministerium zu Energiekrise Reiche hält Kerosin-Versorgung für sicher Laut Wirtschaftsministerium ist die Versorgung mit Kerosin gesichert. Doch an anderer Stelle wächst die Sorge. mehr Das Militär braucht Kerosin Nicht nur der Zufluss von Rohöl und Kerosin ist schwierig geworden. Auch Verarbeitung, Lagern und Verteilen des Flugbenzins ist mit Problemen behaftet. "Europäische Behörden priorisieren immer mehr die Versorgung des Militärs mit Treibstoff", schreibt Energex, "das macht die Versorgung noch schwerer". Bei der Verteilung von Kerosin spielt das "Central Europe Pipeline System" (CEPS) eine Schlüsselrolle. Es verbindet Seehäfen mit Flughäfen und Garnisonen. CEPS ist eine Militäreinrichtung der NATO. Die Flughäfen Frankfurt am Main, Amsterdam, Zürich, Brüssel und Luxemburg sind angeschlossen. Im laufenden Iran-Krieg muss auch die amerikanische Luftwaffe sehen, woher sie Treibstoff bekommt. "Die Nutzung von CEPS wird steigen, um US-Flughäfen in Deutschland zu versorgen", warnt Energex und erinnert daran, dass CEPS im Kosovokrieg 1993 kurzfristig für zivilen Gebrauch gesperrt wurde. Der Frankfurter Flughafen ist nicht völlig von CEPS abhängig. Es gibt zusätzlich eine zivile Pipeline zum Hafen von Rotterdam, die Tanks am Main füllt. Von dort geht es mit eigener Rohrleitung zum nahen Flughafen. Egal, ob die Pipeline zivil oder militärisch ist: In Rotterdam kommt nicht mehr genug an. 20.04.2026 Energiekrise durch Iran-Krieg "Die Versorgung in Deutschland ist gesichert" Durch den Iran-Krieg sind Diesel, Benzin und Kerosin teurer geworden. mehr Wer sonst noch liefern kann Es gibt Alternativen zu Lieferanten im Nahen Osten. Verarbeiter in Asien setzten russisches Öl um und werden wegen des Ukraine-Kriegs boykottiert. Andere lassen sich ihre Marktchancen teuer bezahlen. Berichtet wird von prosperierenden Ölunternehmen in Nigeria und den USA. Den Ausfall im Nahen Osten können diese Quellen aber um keinen Preis decken. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und andere europäische Politiker beruhigen. Europa sei nicht auf den Import fertigen Kerosins angewiesen. Es gäbe Raffinerien, die aus Rohöl Flugbenzin herstellen könnten. Doch seit dem Nachfrageeinbruch durch Corona und der Bemühung, mehr grüne Energie zu verwenden, sind die Raffineriekapazitäten geschrumpft. Energex rechnet vor, dass in Europa ein Viertel weniger Kerosin hergestellt wird als vor der Pandemie. Zudem mangelt es auch an Rohöl. Schließlich sind nicht alle Raffinerien technisch in der Lage, das aufwändige Kerosin zu raffinieren. Die Benzinfabriken, die das können, laufen schon unter Volllast und verdienen prächtig. Es gibt keine Alternative zu Flugbenzin aus Erdöl. Versuche, Kerosin mit grünem Strom künstlich herzustellen, funktioniert bisher nur in kleinen Pilotanlagen, die ein paar tausend Tonnen pro Jahr erzeugen. Wegen des enormen Strombedarfs kostet eine Tonne noch immer etwa 1.000 Dollar mehr als fossiles Kerosin. Nach Energex-Daten reichen die gesamtdeutschen Lager für den Kerosinbedarf von sechs Wochen. Der Spritversorger des Frankfurter Flughafens sagt, maximal 186 Millionen Liter lagern zu können. Der Tagesbedarf des Flughafens liegt bei 15 Millionen Litern. Die Energieagentur IEA rechnet weltweit mit leicht steigendem, der Verband ölexportierender Länder OPEC hingegen mit deutlich steigendem Bedarf an Flugbenzin. FAQ 17.04.2026 Folgen des Iran-Kriegs Was bedeutet der Kerosinmangel für die Flugpreise? Der Iran-Krieg sorgt für einen Mangel an Kerosin - was bedeutet das für Airlines und Passagiere? mehr Weniger Flüge für mehr Geld Der Ukraine-Krieg und jetzt auch noch der Iran-Krieg haben Flugreisen ohnehin teurer gemacht. Flugzeuge müssen Umwege fliegen. Wegen längerer Flugzeiten und ungünstiger Ankünfte können Crews und Maschinen nicht mehr wie früher effektiv disponiert werden. Zu diesen Kostentreibern kommen nun steigende Treibstoffpreise. Sie haben bisher 20 bis 30 Prozent der Betriebskosten von Fluggesellschaften ausgemacht. Bei einem auf über 1.800 Dollar pro Tonne mehr als verdoppelten Preis sind alte Kalkulationen nichts mehr wert. Die Luftfahrtbranche fordert denn auch von der Politik Entlastungen wegen der hohen Kerosinpreise. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) nannte etwa eine temporäre Aussetzung des Emissionshandels für den EU-Luftverkehr sowie der Luftverkehrsteuer. "Der Konflikt in Nahost hat die größten Auswirkungen auf den internationalen, europäischen und nationalen Luftverkehr seit der Corona-Pandemie", warnte der Verband. Lufthansa und Eurowings haben Verbindungen gestrichen. Wenn die Straße von Hormus weiter gesperrt bleibt, dürften Flugpläne weiter ausgedünnt und Tickets teurer werden. Mittwoch will die EU-Kommission einen Plan zum Umgang mit der Öl- und Kerosinkrise vorlegen. Kerosin Iran Energie-Krise Dieses Thema im Programm: Das Erste | tagesschau | 20.04.2026 | 17 Uhr, NDR Info | Nachrichten | 20.04.2026 | 16:37 Uhr
Globale Wirtschaft
USA starten Rückzahlung illegaler Trump-Zölle
analyse Folge des Supreme-Court-Urteils USA starten Rückzahlung illegaler Trump-Zölle Stand: 20.04.2026 • 11:32 Uhr In den USA beginnt heute die Rückzahlung rechtswidriger Trump-Zölle. Für die 330.000 betroffenen Unternehmen geht es um Milliarden. Aber ist es für sie auch der erhoffte Befreiungsschlag? Eine Analyse von Angela Göpfert, ARD-Finanzredaktion Am heutigen 20. April beginnt in den USA die Rückerstattung jener Trump-Zölle, die der Oberste Gerichtshof in seinem wegweisenden Urteil vom Februar für rechtswidrig erklärt hat. Das ist allerdings weit mehr als ein komplizierter bürokratischer Kraftakt. Es ist die verspätete Korrektur einer Handelspolitik, die Unternehmen monatelang belastet hat. Es geht um bis zu 175 Milliarden Dollar Die schiere Größe des Verfahrens ist beispiellos in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Im Raum stehen Rückerstattungen von bis zu 166 Milliarden Dollar. Schätzungen des Penn-Wharton Budget Model reichen sogar bis zu 175 Milliarden Dollar. Allein für die nun beginnende erste Phase der Rückzahlungen sind 127 Milliarden Dollar vorgesehen. Mehr als 56.000 Importeure haben sich dafür bereits registriert. Laut Gerichtsunterlagen haben insgesamt mehr als 330.000 Importeure Zölle auf rund 53 Millionen Warensendungen gezahlt, für deren Anordnung Donald Trump nach Ansicht des Supreme Court keine Befugnis hatte. 05.03.2026 Niederlage für Trump US-Gericht ordnet Rückzahlung von Zöllen an Die US-Regierung hat im Zollstreit eine weitere Niederlage kassiert. mehr Sammelzahlungen sind geplant Der Prozess der Rückerstattungen startet damit deutlich schneller, als es der US-Präsident ursprünglich dargestellt hatte. Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshof hatte Trump noch gesagt: "Ich schätze, das wird jetzt wohl noch zwei Jahre lang vor Gericht verhandelt werden." Tatsächlich wies Richter Richard Eaton vom Court of International Trade die Regierung bereits Anfang März an, mit dem Rückzahlungsprozess zu beginnen, räumte ihr aber letztlich dann doch noch etwas mehr Zeit ein - das bestehende System war für eine so große Rückabwicklung einfach nicht ausgelegt. Die US-Zollbehörde CBP hat dazu nun extra ein neues Tool mit dem Namen CAPE entwickelt. Es soll Rückerstattungen gebündelt abwickeln, damit betroffene Importeure nicht für jede einzelne Einfuhr separat entschädigt werden, sondern möglichst eine elektronische Sammelzahlung erhalten - gegebenenfalls samt Zinsen. Analyse 28.02.2026 Nach Supreme-Court-Urteil Gigantische Klagewelle gegen Trump-Zölle Nach dem Supreme-Court-Urteil zu Trumps Zöllen klagen bereits 1.800 Firmen - und es werden täglich mehr. mehr Was das für Unternehmen bedeutet Für die betroffenen Importeure bedeutet die Rückzahlung der Zölle in der Theorie einen wichtigen Liquiditätsschub. Kapital, das für die Abgaben aufgewendet wurde, fließt nun zurück in die Kassen. Doch wie realistisch ist ein solches Szenario? Experten gehen davon aus, dass selbst im besten Fall ein Rückerstattungsprogramm dieser Größenordnung kompliziert und langwierig sein wird. Manche Unternehmer überleben das womöglich nicht. Vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen sei das existenzbedrohend, schreibt das Wall Street Journal. Viele Firmen haben wichtige Investitionen verschoben, Geschäftsmodelle stehen vor dem Aus. 07.04.2026 Ein Jahr US-Zölle Alles halb so schlimm? Deutsche Unternehmen hatten mit Blick auf Zölle große Sorgen vor Gewinneinbrüchen. Es ist anders gekommen. mehr Tausende Klagen - und Furcht vor Trumps Zorn Um ihre Chancen auf eine schnelle Rückerstattung zu maximieren, haben viele Unternehmen juristische Schritte unternommen. Mehr als 3.000 Klagen wurden beim Internationalen Handelsgericht (CIT) eingereicht. Zu den prominenten Namen gehören etwa FedEx, Costco und Nintendo. Viele große US-Unternehmen wie etwa Walmart haben jedoch solche Klagen gescheut - aus Furcht, den Zorn Trumps auf sich zu ziehen. Bei der überwiegenden Mehrheit der klagenden Unternehmen handelt es sich um Klein- und Kleinstunternehmen, die das Geld dringend benötigen. Andere Unternehmen haben wiederum ihre Rückzahlungsansprüche an Investoren verkauft, um rasch an Geld zu kommen und zahlungsfähig zu bleiben. 24.02.2026 Rechtswidrige Importabgaben FedEx klagt auf Rückerstattung nach Zollurteil Nach dem Zoll-Urteil des Supreme Court fordert FedEx die vollständige Rückzahlung gezahlter Importabgaben. mehr Die Unsicherheit bleibt Der erhoffte Befreiungsschlag für Unternehmen ist der Start der Rückerstattungen damit nicht. Zumal Trump auf das Urteil des Supreme Court direkt mit neuen globalen Zöllen von zehn Prozent reagierte - diesmal unter Berufung auf eine andere Gesetzesgrundlage, Section 122 des Trade Act. Sie traten am 24. Februar in Kraft - und sind inzwischen selbst Gegenstand neuer Klagen vor dem Court of International Trade. Für Unternehmen heißt das: neue Risiken und neue Unsicherheiten. Kritiker werfen Donald Trump vor, das Vertrauen der Unternehmen in die Berechenbarkeit der US-Wirtschaftspolitik schwer beschädigt zu haben. Mangelndes Vertrauen bremst Investitionen - und damit letztlich auch die Wirtschaftsleistung. FAQ 24.02.2026 Wirrwarr der US-Handelspolitik Neue Trump-Zölle - wer gewinnt, wer verliert? Trumps neue 10-Prozent-Zölle - wer jetzt zahlt, wer profitiert und was noch droht. mehr Richter will Zwischenbericht bis Ende April Unter dem Strich könnte Trump den Unternehmen in den USA und der heimischen Wirtschaft mit seinem "Tag der Befreiung" einen Bärendienst erwiesen haben. Wie die Trump-Regierung bei den Rückerstattungen vorankommt, wird die Öffentlichkeit derweil schon bald erfahren. Richter Eaton vom Court of International Trade hat angeordnet, dass die Regierung bis zum 28. April, 12 Uhr, einen Bericht über den bisherigen Bearbeitungsstand der Rückerstattungsanträge vorlegen soll. Angela Göpfert, HR, tagesschau, 17.04.2026 • 12:36 Uhr Trump Zölle Supreme Court USA Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Rückerstattung für Trump-Zölle beginnt | 17.04.2026 | 12:36 Uhr
Globale Wirtschaft
Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Starkes Wirtschaftswachstum Chinas Konjunkturmotor läuft - noch Stand: 16.04.2026 • 12:55 Uhr China ist mit einem überraschend starken Wachstum ins Jahr 2026 gestartet. Doch perspektivisch könnte der Krieg in Nahost die Exporte und damit einen wichtigen Treiber des chinesischen Wirtschaftswachstums schwächen. Die chinesische Wirtschaft ist unerwartet robust ins laufende Jahr gestartet. Das Bruttoinlandsprodukt legte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,0 Prozent zu und damit stärker als erwartet. Analysten hatten ein Wachstum von bis zu 4,8 Prozent prognostiziert. Nach dem schwachen Schlussquartal 2025 mit plus 4,5 Prozent ist das für Peking ein wichtiger Erfolg. Getragen wurde der starke Jahresauftakt vor allem von der Industrie und vom Außenhandel. Die Industrieproduktion stieg im März im Jahresvergleich um 5,7 Prozent. 05.03.2026 Neuer Fünfjahresplan China setzt niedrigstes Wachstumsziel seit 1991 Wachstum, Tech-Dominanz, Aufrüstung: Die chinesische Regierung hat ihren Fünfjahresplan vorgestellt. mehr Einzelhandel in China schwach: Konsum bleibt Problem Commerzbank-Ökonom Henry Hao sieht in den Zahlen aber nur auf den ersten Blick eine Entwarnung. Bei einem genaueren Blick auf die März-Daten zeige sich ein anhaltendes Ungleichgewicht: "Das robuste Wachstum der Industrie überdeckt nach wie vor die Schwächen beim Binnenkonsum und auf dem Arbeitsmarkt." Die Einzelhandelsumsätze stiegen im März nur um 1,7 Prozent und damit schwächer als erwartet. Hao spricht von einer "tiefen strukturellen Kluft zwischen Fabrikhallen und Einkaufszentren". Die Fabriken seien der Hauptwachstumsmotor, während der Konsum "weiterhin stottert". 11.02.2026 Chinas Wirtschaft Schwache Nachfrage und Deflationsgefahr Chinas Wirtschaft befindet sich an der Schwelle zur Deflation, was als schlecht für die Konjunktur gilt. mehr Exporte sind wichtiger Wachstumstreiber Andere Analysten verweisen zudem auf die starke Rolle der Exporte. Die Wachstumsbeschleunigung im ersten Quartal sei von ihnen getragen worden, betonte Analystin Zichun Huang von Capital Economics. Auch Lynn Song von der Bank ING verweist auf die Auslandsnachfrage als einen der wichtigsten Wachstumsmotoren. Doch genau hier wächst die Sorge. Im März verlangsamte sich das Exportwachstum deutlich auf 2,5 Prozent. Der Krieg im Nahen Osten belastet die globale Konjunktur und hat damit das Potenzial, den exportgetriebenen Aufschwung im Reich der Mitte zu bremsen. 20.02.2026 Außenhandelsbilanz 2025 China erneut wichtigster Handelspartner Deutschlands Mit Ausnahme von 2024 ist China seit zehn Jahren Deutschlands wichtigster Handelspartner vor den USA. mehr Nahostkrieg und neue Regeln erhöhen den Druck Für den weiteren Jahresverlauf bleiben die Risiken hoch. Schließlich ist China der weltweit größte Ölimporteur. Bislang konnte Peking zwar auf seine üppigen Ölreserven bauen. Doch die hohen Ölpreise könnten mittelfristig Chinas Importkosten erhöhen und den Handelsüberschuss schmälern. Peking peilt für das laufende Jahr ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent an - es wäre das schwächste Wachstum seit Jahrzehnten. Doch sollte der Konsum jetzt nicht anspringen oder der Krieg im Nahen Osten die Auslandsnachfrage stärker abwürgen, könnte sich auch dieses Ziel als zu ambitioniert herausstellen. Mit Informationen von Angela Göpfert, ARD-Finanzredaktion. Eva Lamby-Schmitt, ARD Shanghai, tagesschau, 16.04.2026 • 11:13 Uhr China Wachstum Konjunktur BIP Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet | 16.04.2026 | 11:14 Uhr
Globale Wirtschaft
Wie die Blockade der Straße von Hormus Asiens Lebensader trifft
Öltransporte vom Persischen Golf Singapur und Australien fordern freie Seewege Stand: 15.04.2026 • 16:39 Uhr Für den Inselstaat Singapur sind freie Schifffahrtstraßen die Lebensader. Mit Sorge blickt man dort auf die Blockade der Straße von Hormus. Ähnlich geht es Australien. Beide Staaten fordern eine schnelle Deeskalation am Golf. Von Daniel Satra, NDR, zzt. Singapur Aus Singapur kommen ungewohnt deutliche Worte zur Lage am Golf. Der außenpolitisch sonst eher leiser auftretende Inselstaat hat eine Botschaft an die Welt. Innenminister K. Shanmugam fasst Singapurs Position bei einer Rede am Montag zusammen: "Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen garantiert freie Durchfahrt bei solchen Seewegen." Niemand könne dafür Gebühren einführen oder darüber entscheiden, wessen Schiffe Zugang zu diesen Gewässern erhalten, zitiert er weiter. Der kleine asiatische Inselstaat Singapur verfügt über kaum eigene fossile Rohstoffe und importiert seinen gesamten Ölbedarf aus dem Ausland, das meiste aus der Golfregion. Freie Seewege sind Singapurs Lebensader. Daher wohl auch die deutlichen Worte des Innenministers. Er stelle aber auch klar, dass Singapur damit niemanden unterstütze: "Dies ist kein Fall, in dem wir uns auf die Seite der USA oder westlicher Länder stellen. Was wir sagen, ist in unserem eigenen strategischen Interesse, im Einklang mit dem Völkerrecht - und es ist das Kerninteresse Singapurs", so Shanmugam. FAQ 14.04.2026 Iran-Krieg Was kann die US-Blockade bewirken? Mit der US-Blockade der von Iran gesperrten Straße von Hormus geht Präsident Trump neues Risiko ein. mehr Auch Australien pocht auf das Öl Singapur verfügt über Raffinerien und ist Asiens wichtigstes Ölhandelszentrum. Daher war schon vergangene Woche Australiens Regierungschef Anthony Albanese nach Singapur gereist, um über künftige Lieferungen zu sprechen. Denn Singapur ist der größte Benzinlieferant und ein bedeutender Lieferant von Diesel und Kerosin für Australien. Versorgungssicherheit ist das, was alle Staaten der Region gerade umtreibt. Zurück in Australien kam von Albanese dann zum Wochenbeginn ein deutlicher Apell: "Wir wollen die Straße von Hormus geöffnet sehen, und dass die Freiheit der Schifffahrt gewährleistet ist", sagt Albanese. Und in Richtung USA und Iran ergänzte er: "Wir wollen eine Deeskalation und dass wieder Verhandlungen aufgenommen werden." 14.04.2026 IEA kappt Prognose für 2026 Deutlich geringere Ölnachfrage erwartet IEA korrigiert Prognose für Ölnachfrage 2026 drastisch nach unten - physisches Öl so teuer wie nie. mehr Ärmere Staaten trifft es stärker Ohne Deeskalation bleiben die wirtschaftlichen Aussichten weiter trüb. Alles hänge jetzt davon ab, wie lange sich die unsichere Situation am Golf noch hinziehe, sagt Puay Guan Goh von der Nationalen Universität Singapur. "Je länger die Unsicherheit andauert, desto größer werden die Folgen für die Weltwirtschaft sein." Das zeigt sich auch an der neuen Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF). In Südostasien werden demnach die Volkswirtschaften langsamer wachsen und die Preise für Konsumenten weiter steigen. Eine Entwicklung, die auch Puay Guan Goh erwartet. Ärmere Staaten würden stärker getroffen, sagt er, weil sie die Auswirkungen des finanziellen Abschwungs nicht bewältigen könnten. "Aber am Ende werden alle betroffen sein, von höheren Preisen. Und es wird einen generellen Trend zu Inflation geben, als Folge der Krise." Egal, wann es eine Lösung am Golf gibt: Die Folgen werden nicht nur Singapur, sondern ganz Südostasien und Australien noch Monate danach beschäftigen, darin sind sich alle Experten einig. Daniel Satra, ARD Singapur, tagesschau, 15.04.2026 • 16:04 Uhr Öl Singapur Australien Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Südostasien und Australien fordern freie Schifffahrtsstraßen | 15.04.2026 | 16:04 Uhr
Globale Wirtschaft
IWF-Prognose: Iran-Krieg dämpft die Weltwirtschaft
Schwächeres Wachstum, höhere Inflation: Wegen des Iran-Kriegs rechnet der Internationale Währungsfonds für das laufende Jahr mit einem globalen Konjunkturdämpfer. Besonders betroffen ist Europa. Von Anne Schneider.
Globale Wirtschaft
Sprit-Engpass durch Golf-Krieg: Thailands Wirtschaft unter Druck
Wie viele Länder Südostasiens bekommt Thailand Öl und Gas vor allem aus den Golfstaaten. Seit Beginn des dortigen Krieges werden steigende Energiepreise und Lieferengpässe immer mehr zum Problem. Von Daniel Satra.