Bundesaußenminister Johann Wadephul hat während seiner Afrika-Reise zu einer aktiveren Politik Deutschlands gegenüber dem Kontinent aufgerufen. Er betonte die wirtschaftlichen Chancen, die Afrika bietet, und warnte vor der wachsenden Präsenz Chinas in der Region. Wadephul forderte mehr wirtschaftliche Kooperation und eine flexiblere Visa-Politik für junge Menschen aus Afrika.
Wadephul besuchte Nigeria und wird seine Reise in Südafrika fortsetzen, wo er die Bedeutung des Landes als G20-Mitglied hervorhebt. Er sieht die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit zu intensivieren, um sowohl wirtschaftliche Vorteile zu sichern als auch Migrationsströme zu verhindern, die Europa belasten könnten.
Wadephuls Reise könnte den Grundstein für neue Handelsabkommen legen. Beobachter sollten die Reaktionen der afrikanischen Länder auf seine Vorschläge zur Visa-Politik und wirtschaftlichen Kooperation verfolgen, insbesondere in Bezug auf die Konkurrenz durch China.