Der ungarische öffentlich-rechtliche Sender M1 hat nach einer Zwangspause wieder mit der Nachrichtenberichterstattung begonnen. Dies geschah unter der neuen Regierung von Ministerpräsident Magyar, die eine Abkehr von der bisherigen regierungsfreundlichen Berichterstattung anstrebt. Die erste Sendung seit dem 7. Juli beinhaltete auch kritische Stimmen zu politischen Themen, was zuvor kaum möglich war.
Trotz der Rückkehr zur Nachrichtenberichterstattung gibt es Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit des Senders. Kritiker weisen darauf hin, dass die gleichen Redakteure weiterhin tätig sind, die zuvor für die Fidesz-Propaganda verantwortlich waren, und fordern eine echte Reform der Medienlandschaft in Ungarn.