Die US-Behörden haben ihre Ermittlungen gegen TikTok wegen des Datenschutzes von Kindern mit einer Zahlung von 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Der Vergleich, der kein Schuldeingeständnis beinhaltet, folgt auf einen Eigentümerwechsel im US-Geschäft der Plattform und eine Überarbeitung der Datenschutzpraktiken. TikTok war zuvor wegen der Erlaubnis, dass Kinder unter 13 Jahren ohne elterliche Zustimmung Konten erstellen konnten, verklagt worden.
Die rechtlichen Auseinandersetzungen um TikTok sind nicht neu, da die Plattform bereits 2019 einen Vergleich über 5,7 Millionen Dollar zahlte. Der Eigentümer Bytedance musste sich aufgrund eines neuen US-Gesetzes von seinem US-Geschäft trennen, um die App weiterhin in den USA anbieten zu können. In Europa wird über die Schaffung eines eigenständigen „TikTok Europa“ diskutiert, um die Kontrolle über die Plattform zu sichern.
Die 400-Millionen-Zahlung könnte TikToks Bemühungen um ein besseres Kinder-Datenschutzmanagement stärken. Beobachter sollten die Entwicklung eines möglichen "TikTok Europa" im Auge behalten, da dies die Plattformstrategie in Europa erheblich beeinflussen könnte.