Aleksandar Vučić, der Präsident Serbiens, hat das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 25. Oktober angekündigt. Dies geschieht nach einer Phase erheblicher innenpolitischer Turbulenzen, die laut Vučić den Willen des Volkes widerspiegeln sollen. Die Neuwahlen sind vorzeitig, da die regulären Wahlen erst für Dezember 2027 geplant waren.
Die Entscheidung folgt dem Druck der Opposition und könnte Vučić helfen, nach dem Ende seiner Präsidentschaft im nächsten Jahr als Ministerpräsident an der Macht zu bleiben. Proteste gegen seine Regierung, die Korruption und Missmanagement anprangern, dauern an und wurden durch die Beerdigung des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić verstärkt.