Kuba hat eine marktwirtschaftliche Öffnung angekündigt, die als größte Wirtschaftsreform seit Jahrzehnten gilt. Die Nationalversammlung hat 176 Maßnahmen beschlossen, die sowohl kubanischen als auch ausländischen Investoren den Zugang zu verschiedenen Wirtschaftsbereichen erleichtern sollen. Präsident Díaz-Canel betont, dass dies keine Abkehr vom Sozialismus, sondern dessen Weiterentwicklung sei.
Die Reformen treten jedoch in einem schwierigen Kontext auf, da die US-Sanktionen weiterhin bestehen und die wirtschaftliche Lage im Land angespannt bleibt. Experten warnen, dass ohne grundlegende Verbesserungen in der Infrastruktur und der Energieversorgung die Reformen möglicherweise nicht den gewünschten Effekt erzielen können.