Das Exit-Festival, das größte Musikfestival auf dem Balkan, hat aufgrund staatlichen Drucks seine Location von Serbien nach Montenegro verlegt. Die Veranstalter berichteten von Drohungen und dem Entzug staatlicher Zuschüsse, nachdem das Festival die Studentenproteste gegen die Regierung von Präsident Vucic unterstützt hatte. Die erste Veranstaltung in Montenegro zog rund 50.000 Besucher an.
Im vergangenen Jahr war das Festival ein Ort des Protests, als Studenten auf die Bühne geholt wurden, um gegen Korruption und autoritäre Strukturen zu demonstrieren. Die Verlagerung des Festivals könnte ein Zeichen für die zunehmende Repression der Kulturszene in Serbien sein, die auch andere Veranstaltungen betrifft.
Die Verlagerung des Exit-Festivals nach Montenegro könnte einen Trend zur Flucht kreativer Veranstaltungen aus Serbien markieren. Beobachter sollten die Reaktionen der serbischen Kulturszene und mögliche weitere Abwanderungen im Kontext politischer Repression im Auge behalten.