Die neue Biografie über Rudolf Augstein, den Gründer des SPIEGEL, zeigt, dass in den Anfangsjahren des Magazins viele ehemalige Nationalsozialisten und SS-Mitglieder beschäftigt waren. Ein Beispiel ist Georg Wolff, der als SS-Hauptsturmführer diente und bis in die 1970er Jahre für den SPIEGEL schrieb. Augstein stellte Wolff ein, nachdem dieser in einem Gespräch verneinte, Juden getötet zu haben.
Die Autoren betonen, dass die Leserschaft der Nachkriegszeit stark durch den Nationalsozialismus geprägt war. Der SPIEGEL spiegelte die Mentalität dieser Zeit wider und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem liberaleren Medium, was für das Verständnis seiner Tradition und Entwicklung wichtig ist.