Der ehemalige Präsident des Kosovo, Hashim Thaci, wurde vom Kosovo-Sondertribunal in Den Haag wegen Kriegsverbrechen zu 25 Jahren Haft verurteilt. Thaci und drei Mitangeklagte wurden für schuldig befunden, während des Kosovokriegs Menschen verfolgt zu haben, die als Gegner der Befreiungsarmee galten. Die Urteilsverkündung führte in Pristina zu Protesten und Forderungen nach Gerechtigkeit für die Verurteilten.
Die Reaktionen auf das Urteil sind in Kosovo und Serbien gespalten. Während viele Kosovaren das Urteil als ungerecht empfinden, kritisierte Serbiens Präsident Aleksandar Vucic, dass das Gericht die Verbrechen an Serben nach dem 20. Juni 1999 nicht berücksichtigte. Diese Entwicklungen könnten die bereits angespannten Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien weiter belasten.