Heute wird in Ungarn ein neuer Staatspräsident gewählt, wobei András Baka als Favorit gilt. Der Jurist, der die autoritären Tendenzen während der Orban-Ära hautnah erlebte, kehrt 15 Jahre nach seiner Absetzung als Präsident des Obersten Gerichtshofs in eine führende Rolle zurück. Baka hat sich stets für die Unabhängigkeit der Justiz eingesetzt und kritisierte die vorherige Regierung scharf.
Die Wahl erfolgt im Kontext eines Machtwechsels, der mit dem Sieg der Tisza-Partei unter Péter Magyar im April begann. Magyar hat versprochen, die autoritären Strukturen abzubauen und die Demokratie in Ungarn wiederherzustellen, was Baka unterstützt. Die Fidesz-Partei von Orban boykottiert die Wahl und spricht von einem Verfassungsbruch.