Die Isländer haben in einem Referendum mit 52,8 Prozent gegen die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der EU gestimmt. Rund 12.000 Stimmen trennten die beiden Lager, wobei etwa 270.000 Bürger zur Abstimmung aufgerufen waren. Die sozialdemokratische Regierungschefin Kristrún Frostadóttir kündigte an, das Ergebnis zu respektieren.
Die Entscheidung kommt in einem Kontext von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Sorgen, insbesondere im Fischereisektor, wo viele Isländer Bedenken hinsichtlich des Verlusts der Kontrolle über ihre Ressourcen äußerten. Die EU-Skepsis bleibt stark, nachdem frühere Beitrittspläne 2013 gestoppt wurden.