Die deutschen Winzer rechnen in diesem Jahr mit einer Weinernte, die rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt liegt. Dies wäre die niedrigste Ernte seit 2010, bedingt durch Trockenheit und Hitze, die kleinere, aber qualitativ hochwertige Trauben hervorgebracht haben. Die Erntemenge wird auf etwa 8 Millionen Hektoliter geschätzt, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Die Ertragslage variiert stark zwischen den Anbaugebieten. Während Rheinhessen, die Pfalz und Baden größere Ernten verzeichnen, sind Rückgänge an der Mosel und in Franken zu beobachten. Ältere Reben haben sich besser an die Trockenheit angepasst, während jüngere Weinberge unter Wasserknappheit leiden.
Die niedrige Ernte könnte die Preise für deutschen Wein ansteigen lassen. Verbraucher sollten die Entwicklungen in den Anbaugebieten beobachten, insbesondere in Rheinhessen und der Pfalz, wo die Erträge besser ausfallen. Hochwertige Weine könnten 2024 besonders gefragt sein.